Lärmgutachten für Hundepension

Schechen - Eine Hundepension in Schechen? Noch stimmte der Gemeinderat nicht dafür, es soll erst ein Lärmgutachten erstellt werden.

In einer ehemaligen Hühner-Stallung würde eine Tierliebhaberin in der Gemeinde Schechen gerne eine Hundepension realisieren. Mit der entsprechenden Nutzungsänderung hatten sich die Mitglieder des Bauausschusses in der jüngsten Sitzung zu befassen. Eine Entscheidung fiel jedoch noch nicht. Erst soll ein Lärmgutachten erstellt werden.

Die Antragstellerin habe nicht nur die Nutzungsänderung für die Hundepension in Hochstätt beantragt, sondern auch die Errichtung einer etwa 2 Meter hohen Einfriedung für den geplanten Freilaufbereich, wie Bürgermeister Hans Holzmeier erläuterte.

Laut Franz Pommer, geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Schechen, liegt das entsprechende Grundstück bauplanungsrechtlich im Außenbereich. In der Hundepension sollen von bis zu drei zertifizierten Hundetrainern maximal 20 Hunde in Gruppen- beziehungsweise Freilaufhaltung betreut, trainiert und gegebenenfalls verhaltenstherapiert werden.

Die Pension würde nur werktags von 9 bis 18 Uhr ihre Pforten geöffnet haben. Nach Angaben der Antragstellerin würde der Aufenthalt der Hunde, unter Beaufsichtigung, bis maximal 18 Uhr im Freigelände stattfinden und witterungsabhängig zwischen zweieinhalb und fünf Stunden täglich dauern.

Pommer merkte an, dass sich hier die Frage stelle, ob die Hundepension unter dem Gesichtspunkt des Rücksichtnahmegebots privilegiert und zulässig ist, weil sie wegen ihrer nachteiligen Wirkung auf die Umgebung nur im Außenbereich betrieben werde. Er wies darauf hin, dass das Landratsamt Rosenheim von der Antragstellerin noch eine schalltechnische Untersuchung verlange. Erst wenn der Behörde ein Gutachten mit Auflagenvorschlägen vorliege, werde man eine Entscheidung treffen können.

Der Bürgermeister vertrat die Ansicht, dass das Vorhaben wohl zulässig sei. Allerdings gäbe es einen Nachbarn, auf den Rücksicht genommen werden müsse. "Die Hunde müssen natürlich auch ausgeführt werden, worüber die Bauern vermutlich nicht sehr erfreut sein würden", meinte Holzmeier. Er erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit schon Probleme mit verunreinigten Wiesen gegeben habe.

Nach Einschätzung der Verwaltung sollte der Bauausschuss das Einvernehmen vorerst nicht erteilen. Vielmehr riet Pommer dazu, erst das Gutachten abzuwarten und zur abschließenden Beurteilung der Zulässigkeit der Hundepension eine Stellungnahme des Landratsamtes als Genehmigungsbehörde einzuholen.

Diesen Vorschlag befürwortete das Gremium schließlich ohne Gegenstimme.

Daniela Lindl (Oberbayerisches Volksblatt)

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