"Jubiläums-Wiesn" war ein voller Erfolg

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Nachdem die Lichter im Festzelt langsam ausgemacht wurden, erweckte das Fahrgeschäft "Frisbee" bei seiner letzten bemannten Fahrt fast den Eindruck, als ob das Raumschiff in Richtung Himmel abheben würde. Fotos

Bruckmühl - Die "Jubiläums-Wiesn" war auch in diesem Jahr wieder das, was sie schon seit sechs Jahrzehnten ist: ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, ein Ort, an dem man vergnügliche Stunden verbringen kann.

Mit Blitz, Donner und dunklen Wolken begann das Jubiläums-Volksfest des SV Bruckmühl, ein Riesen-Feuerwerk sorgte für ein spektakuläres Farbenmeer zur Wochenmitte und mit einem wahren Knaller von Jubiläumspreisen ging die "60. Bruckmühler Fünfte Jahreszeit" zu Ende. So kann man kurz und knapp den runden Geburtstag des Bruckmühler Volksfestes zusammenfassen.

Wer seinen Maßkrug draußen ließ, der hatte innerhalb von Minuten ein ziemlich "wässriges" Getränk.

"Unser vor Monatsfrist ausgegebenes Kürzel "SBFSB" für das Jubiläums-Volksfest 2011 - sympathisch, bayerisch, familienfreundlich, sportlich und bodenständig - konnten wir zu 100 Prozent mit Leben ausfüllen", bilanzierte Wiesnbürgermeister Alex Zehetmaier zufrieden am letzten Volksfesttag um 23.06 Uhr. Die "Jubiläums-Wiesn" war in diesem Jahr wieder das, was sie schon seit sechs Jahrzehnten ist, ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, ein Ort, an dem man vergnügliche Stunden verbringen kann. Unter dem Aspekt der Besucher- und Umsatzzahlen konnte im ersten Überblick sogar eine steigende Tendenz verzeichnet werden. Des Weiteren hat sich auch das mit allen Sicherheits-Organisationen abgestimmte Ordnungskonzept wieder bewährt. Einziger Wermutstropfen in einer sonst ruhigen und zünftigen elftägigen Wiesnzeit waren die Wetterkapriolen, die letztendlich aber keinerlei Auswirkungen auf die Stimmung zeigten. Lediglich die Schausteller haderten ein wenig mit dem "Nass von oben". Mit Sonne, Wind, Blitz, Donner und Regengüssen sowie Temperaturen bis an die 30 Grad-Marke bot schon der Auftakt des 60. SVB-Volksfestes ein spannendes Programm. Dies fand in den nächsten elf Tagen im Festzelt und auf dem Vergnügungsgelände seine Fortsetzung.

Auf beiden Plätzen konnten sich die über 30.000 Besucher fast nach Belieben austoben. Egal ob zur ruhigen Brotzeit- (17 bis 20 Uhr) oder Partyzeit (ab 21.30 Uhr), für jeden war das Passende dabei. Für das berühmte I-Tüpfelchen sorgten die Jubiläums-Verlosung mit Preisen im Wert von fast 2000 Euro und der Überraschungs-Abschluss-Montag mit großen Sonderangeboten.

Sowohl die SVB-Organisatoren als auch die Schausteller, der Wiesnmetzger sowie der Fisch- und der Hendlbrater und die Bedienungen waren beim abschließenden Stimmungsrundgang am Montagabend mehr als zufrieden. "Die Bruckmühler lieben und stehen hinter ihrem Volksfest, das merkt man einfach bei einer Vielzahl kleiner Dinge, dazu gehört auch die große Freundlichkeit aller Besucher", bringt es die Chefin des Vergnügungsparkes, Sabine Kollmann, auf den Punkt. Das Volksfest, bei dem der Gedanke für eine kontinuierliche Jugendarbeit im Vordergrund steht, war einmal mehr ein gesellschaftliches Großereignis im Altlandkreis Bad Aibling. So konnten die SVBler neben einer Vielzahl von inländischen auch eine stattliche Anzahl von Gästen aus dem Ausland begrüßen. Darüber hinaus nutzten viele Organisationen, Institutionen und Behörden aus dem Landkreis mit ihren Mitarbeitern die Bruckmühler Wiesn als beliebten Treffpunkt. Besonders erfreut zeigte sich SVB-Chef Klaus Christoph, dass auch die örtlichen Firmen und Betriebe mit ihren Stippvisiten ihre Verbundenheit zum SVB eindrucksvoll bewiesen.

Eine Bootsfahrt, die ist lustig - auch im Rondell.

Augenscheinlich war in diesem Jahr, dass die Festbesucher, und hier vor allem die Jugendlichen, im Dirndl und in der Lederhosen auf die Bruckmühler Wiesn gingen. Christoph wertete dies auch als Zeichen der Verbundenheit zwischen dem bayerischen Brauchtum und der bayerischen Tracht. An acht von elf Tagen war das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt.

"Unser Team von den Spaten-Bierlieferanten in den Morgenstunden bis hin zu den Zeltreinigern spät in der Nacht war gut ein- und aufgestellt, um diese großen organisatorischen Herausforderungen sicher zu meistern", resümierte zufrieden der SVB-Chef. Während sechs verschiedene Festkapellen im Festzelt für Stimmung sorgten, ein Highlight war sicherlich der Donnerstag mit der Showband "Cagey Strings", konnten sich die jüngeren Besucher im Vergnügungspark austoben. Bei den Jugendlichen war der "Frisbee" und der "Shake" das Maß aller Dinge. Manche konnten gar nicht genug bekommen von den drehenden, kreiselnden und sich überschlagenden Plattformen.

Vorwiegend den älteren Fahrgästen war das flaue Magengefühl nach einem heißen Ritt mit den Fahrgeschäften deutlich ins Gesicht geschrieben. Hervorragend gut angenommen wurde der zentral gelegene Biergarten, in dem die Gäste Volksfestatmosphäre unter freiem Himmel rund um einen kleinen Maibaum genießen konnten. Auch die vielen Sportevents, hier besonders der 24-Stunden-Staffell-Lauf mit Benefizcharakter, sorgten für großes Aufsehen.

Am Abschlussabend richtete der Vorstand einen besonderen Dank auch an die umliegenden Anrainer des Volksfestes: "Wir wissen, dass auch die letzten zehn Tage besonders für unsere Nachbarn bestimmt nicht leicht waren. Wir hoffen, dass sich die Belästigungen in einem zu ertragenden Bereich gehalten haben und bedanken uns für das entgegengebrachte Verständnis." Hierzu ergänzte SVB-Vize Hans Brenner, dass die Dirigenten an fast allen Tagen pünktlich ihren Taktstock beiseite gelegt und die verschiedenen Bars ihren Ausschank bereits 15 Minuten vor der genehmigten Zeit eingestellt haben, um so die umliegenden Anrainer nicht über Gebühr zu strapazieren.

In diesem Zusammenhang betonte Christoph noch einmal, dass der Reinerlös des Volksfestes in Teilen zu Rücklagen und Investitionen für das vereinseigene Sportareal und im überwiegenden Maße für die kontinuierliche, koordinierte und zielgerichtete Kinder- und Jugend- und gesamte Nachwuchsarbeit verwendet wird. Zum Abschluss gab Zehetmaier noch bekannt, dass verlorene Gegenstände ab dieser Woche beim Fundbüro im Rathaus hinterlegt sind.

tn/Mangfall-Bote

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