Jungbauern feiern 60-jähriges Bestehen

Riedering - Wetterbedingt musste die Jungbauernschaft das Programm anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens kurzfristig ändern. Statt im Freien wurde der Festgottesdienst im Festzelt zelebriert.

Das Wetter meint es in diesem Sommer nicht gut mit Feiern jeglicher Art. Am gestrigen Sonntag sorgte anhaltender Regen am Vormittag dafür, dass die Jungbauernschaft Riedering ihr Festprogramm anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens kurzfristig umändern musste. Auch der geplante Festumzug fiel aus.

Pfarrer, Redner und Musikanten hatten es zeitweise schwer, den laut prasselnden Regen zu übertönen. Ihre gute Laune ließen sich von dem kalten und regnerischen Wetter aber weder Jungbauernschaft Riedering noch die vielen Gäste vermiesen. Das lag vielleicht auch daran, dass die Riederinger in den vergangenen Wochen schon viel schlimmere Wetterkapriolen hinter sich gebracht haben. "Die Vorkommnisse in den vergangenen Wochen zeigten, wie schnell sich alles verändern kann", nahm Riederings Bürgermeister Josef Häusler als Schirmherr der Veranstaltung Bezug auf die zurückliegenden schweren Unwetter. Er wünschte sich, "dass die Bürger bei diesem Festsonntag für einige Stunden diese negativen Ereignisse vergessen können".

Für die Arbeit der Jungbauernschaft Riedering war er voll des Lobes. "Dieser Verein ist fest in unser Gemeindeleben verankert und nicht mehr wegzudenken," sagte er.

"Gefühl von Heimat aufgebaut"

Landrat Josef Neiderhell erinnerte an die Gründungszeit der Jungbauernschaft Riedering: "Nach dem Zweiten Weltkrieg lag alles am Boden, und die Jungbauern trugen dazu bei, wieder ein Gefühl von Heimat aufzubauen."

Wichtige Daten aus der Vereins-Chronik spielten in der Rede von Florian Weigel eine große Rolle. Er führt derzeit als Erster Vorstand den Verein mit rund 400 Mitgliedern. Eine Zahl, die sich sehen lassen kann, wie auch Jungbauernschaft-Bezirksvorsitzende Stefanie Irl feststellte. "Viele Bezirksverbände klagen über schwindende Mitgliedszahlen. Nicht so der Bezirk Oberbayern", freute sie sich. Die Arbeit der Jungbauernschaft sei heute wichtiger denn je. Tradition und Brauchtum müssten weiterhin fest verankert bleiben.

Der Festgottesdienst verlor durch die vom Wetter erzwungene Durchführung im Festzelt nichts an Feierlichkeit und Würde. Dafür sorgte schon der Jugendchor Riedering mit stimmungsvoller Musik. Pfarrer Claus Kebinger bezeichnete die Jungbauernschaft Riedering in seiner Predigt als starke Gemeinschaft. Der christliche Verein habe mit seinem Wirken auch zahlreiche Berührungspunkte mit der Kirche, etwa beim Binden der Erntedankkrone oder dem Schmücken der Figuren an Fronleichnam.

Lange hielt die Vorstandschaft der Jungbauernschaft Riedering an der Hoffnung fest, den Festzug durchführen zu können. Bis zuletzt beobachtete man den Himmel, ob sich denn nicht doch noch gegen Nachmittag die Sonne zeigen würde. Schließlich musste aber doch die Absage erfolgen.

Das Festzelt blieb damit auch für den Rest des gestrigen Sonntags der Mittelpunkt für die Feierlichkeiten. Festleiter Christian Leberfinger zeigte sich trotz des schlechten Wetters mit dem Verlauf der Festwoche sehr zufrieden. Alle Veranstaltungen, angefangen beim Bieranstich, waren nach seinen Worten bestens besucht. Einen wahren Besucheransturm erlebte der Verein am vergangenen Samstag, als die Band "Shark" musikalisch für Stimmung sorgte.

Die Festivitäten gehen am heutigen Montag zu Ende. Um 19 Uhr beginnt das Kesselfleischessen. Für musikalische Unterhaltung ist dann die Kapelle "Bast Scho" zuständig.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare