Karriere und Familie miteinander verbinden

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Prof. Bernd Gussmann, Manfred Kappel, Andres Duschl, Gerd Maas, Dr. Deindl, Vorsitzender der ASU Südostbayern und Richard Diebald (v.l.)

Rosenheim - Vertreter von Familienunternehmen der Region Rosenheim standen Studierenden der Hochschule Rosenheim Rede und Antwort über die Besonderheiten der Unternehmensführung.

Zum Thema „Gründung eines Familienunternehmens“ referierte der Gesellschaftergeschäftsführer der „agenda Informationssysteme“, Manfred Kappel aus Rosenheim. Als hilfreichste Eigenschaften eines Gründers nannte er Widerstandsfähigkeit in der Krisenbewältigung, Ausdauer, Enthusiasmus und Risikobereitschaft.

Andreas Duschl, Gesellschaftergeschäftsführer der „Duschl Ingenieure“ aus Kolbermoor betonte in seinem Vortrag die erweiterte Verantwortung der Familienunternehmer, sowohl haftungsrechtlich für sich selbst und die Familie, als auch als wesentlichen Impulsgeber für das Unternehmen und für die jeweilige Region. Die Übergabe bzw. Übernahme eines Familienunternehmens war Gegenstand des Referates von Richard Diebald. Der Gesellschaftergeschäftsführer der Diebald Lackierung Logistik, Rosenheim, verwies auf die Notwendigkeit einer Nachfolgeregelung in einem Familienunternehmen und empfahl den Abschluss eines Ehevertrags der Eigentümer von Familienunternehmen.

Gerd Maas, stellvertretender Regionalvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Unternehmer, referierte abschließend über die Diskrepanz zwischen der wirtschaftlichen Bedeutung der Familienunternehmen und deren politischer Beachtung. Er verwies darauf, dass fast 60 Prozent der sozialversicherten Arbeitsplätze in Deutschland durch Familienunternehmen erbracht werden. „Häufig werden Verfehlungen in Großunternehmen pauschal der „Wirtschaft“ angekreidet, ohne die unterschiedlichen Haftungsrisiken und Verantwortlichkeiten der Unternehmen bzw. Unternehmer zu differenzieren“, führte Maas aus.

Professor Bernd Gussmann, der die Vertreter der Familienunternehmen eingeladen hatte, zeigte sich erfreut über die rege Diskussionsrunde: „Wir wollen unseren Studierenden die ganze Bandbreite von Unternehmensführung auch an praxisnahen Beispielen nahe bringen. Experten aus der Praxis können das am besten“, so der Professor für Betriebswirtschaft.

Pressemeldung  Fachhochschule Rosenheim

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