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Halbzeit der Pfingstferien

Kein Stress, kein Stau: So kommen Wanderer ohne Auto zu den Ausflugszielen im Raum Rosenheim

Am Klausenberg bei Aschau haben Wanderer einen herrlichen Ausblick in Richtung Inntal. Aerzbäck
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Am Klausenberg bei Aschau haben Wanderer einen herrlichen Ausblick in Richtung Inntal. Aerzbäck

Ohne Stress und ohne Stau kommen Wanderer und Erholungssuchende auch heuer wieder in die heimische Bergwelt. Möglich machen das mehrere Bus- und Bahnlinien in der Region dank umweltfreundlicher Anfahrt. Ein Überblick über die Möglichkeiten im Raum Rosenheim.

Rosenheim – Wer sich mit den Fahrplänen auseinandersetzt, spart sich nicht nur Parkplatzsuche und Gebühren, sondern entdeckt auch neue Möglichkeiten, Kombinationen und Rundtouren. Die OVB-Heimatzeitungen fassen pünktlich zur „Halbzeit“ der Pfingstferien die Angebote zusammen:

Rund um den Wendelstein: Viermal täglich umrundet die Wendelstein-Ringlinie (RVO-Linie 9583) den 1.838 Meter hohen Aussichtsberg. Die Busse verbinden die Landkreise Rosenheim und Miesbach. Unterwegs gibt es zahlreiche Ausflugs- und Besichtigungsmöglichkeiten, allen voran Zahnradbahn und Seilbahn zum Wendelstein. Daneben stehen das Jenbachtal bei Bad Feilnbach, der Wallfahrtsort Birkenstein, das Wasmeier-Museum in Schliersee, der Erlebnisberg Hocheck, die Tatzelwurm-Wasserfälle, die Tregler-Alm, das Sudelfeld und viele weitere Stationen im Fahrplan (täglich bis 31. Oktober 2021).

Almen und Gasthäuser

Mehrere Almen, Gasthäuser und Einkehrmöglichkeiten sind angeschlossen. Teilweise ist ein Fußweg notwendig, in einigen Fällen halten die Busse aber „direkt vor der Tür“, zum Beispiel am Café Winklstüberl in Fischbachau, beim Alten Wirt in Hundham, beim „Bauern in Agg“ oder in den Ortskernen von Bad Feilnbach, Elbach, Bayrischzell, Oberaudorf und Flintsbach, wo Biergärten und Restaurants darauf warten, ihre Gäste wieder verpflegen zu dürfen. Wer ausgedehnte Rundwanderungen oder sportliche Touren bevorzugt, für den empfiehlt sich eine Kombination mit den Bahnlinien von/nach Bayrischzell beziehungsweise Kufstein.

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Gegen Vorlage der Gästekarte aus den Orten Bad Aibling, Bad Feilnbach, Brannenburg, Bayrischzell, Fischbachau, Flintsbach, Oberaudorf, Raubling und Schliersee ist die Nutzung kostenfrei. Die Mitnahme von Kinderwagen, Fahrrädern und Rollstühlen ist möglich (soweit Kapazitäten frei). E-Bikes werden aus Sicherheitsgründen nur mit ausgebautem Akku transportiert.

Infos: www.wendelstein-ringlinie.de

Autofrei zum Samerberg: Der „Wanderbus Samerberg“ erfreut sich inzwischen besonders großer Nachfrage: Er bringt Bergfreunde und Ausflügler zuverlässig und schnell in die bekannte Hochtalgemeinde. An allen Sonn- und Feiertagen verkehren die Verbindungen umsteigefrei und zu besonders günstigen Preisen zwischen Bad Feilnbach, Bad Aibling, Kolbermoor, Rosenheim, Stephanskirchen und der Hochriesbahn sowie allen beliebten Wander-Startpunkten.

Spatenau, Waldparkplatz, Unterstuff, Schweibern, Duftbräu, Holzmann, Roßholzen und Törwang (Aussichtskapelle) stehen im Fahrplan. Auch der Heuberg samt Daffnerwaldalmen, das Feichteck und weitere sehenswerte Ziele sind damit erreichbar. Rundtouren, beispielsweise nach Aschau, Frasdorf und Nußdorf sind planbar.

Ticket für den Wanderbus

Das Wanderbus-Ticket gibt es schon ab einen Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt ab Rosenheim. Es berechtigt zudem zu ermäßigten Preisen bei einer Bergfahrt und in Kombination mit dem Bayern-Ticket ist es kostenlos. Kinder sowie Kur- und Urlaubsgäste der Gemeinden Samerberg, Bad Aibling und Bad Feilnbach fahren ebenfalls gratis. Auch Fahrräder erden je nach Platz mitgenommen; Anmeldung für Gruppen unter Telefon 08031/354950.

Die Busse fahren jeden Sonn- und Feiertag bis Sonntag, 24. Oktober, als Wanderbusse; von Montag bis Samstag und über Ende Oktober hinaus als reguläre RVO-Linie 9493.

Infos: www.samerberg.de/wanderbus-samerberg

Auch zum Chiemsee – hier das Ufer bei Übersee – kommen Ausflügler mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Rund um den Chiemsee: Die Chiemsee-Ringlinie ist ein Rad- und Wanderbus, der im Sommer mehrmals täglich das Bayerische Meer umrundet. Die Kurse verbinden die Schiffsanlegestellen und Bahnhöfe mit allen größeren Erholungs- und Badegebieten und leisten so einen Beitrag zum nachhaltigen Tourismus. Badegäste, Spaziergänger und Einheimische können ihr Auto problemlos zu Hause stehen lassen und auf einer gemütlichen Rundfahrt um den See alle Orte samt Umgebung kennenlernen. Die Busse (RVO-Linie 9586) sind mit einem Anhänger für Fahrräder und E-Bikes ausgestattet.

Mit der Ringlinie erreichen die Fahrgäste zudem acht Naturbeobachtungsstationen, darunter die Aussichtsplattform in Chieming und die umweltpädagogische Hütte an der Prienmündung. Entlang des Rundwegs finden „Biker“ zertifizierte Fahrradständer, Gepäckschließfächer und E-Tankstellen. Ebenfalls erreicht werden Gebiete abseits des Chiemseeufers, wie die Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte. Bahnanschlüsse bestehen in Bad Endorf, Prien, Bernau, Übersee, Traunstein.

Infos: www.chiemsee-alpenland.de

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Grenzüberschreitender Ausflugsbus: Kampenwand, Geigelstein, Klausenberg, Spitzstein und viele mehr: Der Ausflugsbus zwischen Chiemsee und Inntal (RVO-Linie 9502) erschließt jeden Tag nicht nur einige der schönsten Wanderwege in der Region, sondern auch die Gipfel mit den besten 360-Grad-Aussichten. Das ÖPNV-Angebot, das sich steigender Beliebtheit erfreut, verbindet das Inntal mit dem Chiemgau auf direktem Weg über Niederndorf in Tirol und das Bergsteigerdorf Sachrang.

Die Verbindungen eignen sich gut, um ausgedehnte Wanderungen und Bergtouren entgegen des Ausgangspunktes woanders zu beenden. Überschreitungen und Durchquerungen sind damit ohne allzu großen logistischen Aufwand planbar. Zinnenberg, Predigstuhl und Laubenstein werden dank des dichten Netzes an Haltestellen genauso erreicht wie Sonnwendwand, Weitlahnerkopf und die Priener Hütte auf der anderen Seite des Tals.

Ein Weg zur Entschleunigung

Ein weiterer „Trumpf“ sind Ausflüge zum „Bayerischen Meer“ oder zu eine der anderen Sehenswürdigkeiten: Erlebnisberg Hocheck, Grafenloch und Luegsteinsee in Oberaudorf, Raritätenzoo und Fohlenhof in Ebbs, das BernaMare Familienbad mit Sauna sowie der „Boarische Entschleunigungsweg“, Burg Hohenaschau und die Kampenwandbahn im preisgekrönten „Bankerldorf“ Aschau. Bahnanschlüsse gibt es in Aschau, Bernau und Oberaudorf. Im Winterhalbjahr verkehren die Busse im Abschnitt zwischen Bernau und Sachrang.

Infos: www.bernau-am-chiemsee.de, Rubrik „Service“

Weitere Verbindungen: Als weitere Ausgangspunkte für erholsame Stunden in der Natur sowie ausgedehnte Wander- und Mountainbike-Touren eignen sich die Bahnhöfe Brannenburg, Flintsbach, Oberaudorf, Kiefersfelden, Kufstein, Aschau, Bergen und Bernau. Zudem gibt es zahlreiche Buslinien, die Rosenheim und die benachbarten Gemeinden mit wichtigen Zielen verbinden, zum Beispiel Nußdorf (RVO-Linie 9490), Litzldorf und Bad Feilnbach (9578) sowie Frasdorf und Aschau (9496 bzw. 9494). Bad Feilnbach ist auch über Bad Aibling (9580) täglich zu erreichen.

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Im Chiemgau bestehen Verbindungen zwischen Prien, Bernau, Grassau, Unterwössen und Reit im Winkl (9505). Der Bernauer Ortsbus (9429) fährt bis 17. Oktober bis zum Parkplatz Hintergschwendt, der Überseer Bade-Shuttlebus (9509) bringt zwischen 4. Juni und 12. September immer freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen alle Sonnenanbeter und Wasserratten zum Strandbad. (aez)

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