Grüne scheitern mit Solar-Antrag

Rosenheim - Die Grünen scheiterten im Kreistag mit einem Antrag durch Installation von Solaranlagen auf lankreiseigenen Gebäuden. Laut Bauverwaltung sind diese nicht geeignet.

Auf den meisten Gebäuden des Landkreises können keine Solar- oder Photovoltaikanlagen installiert werden. Dem Antrag der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die Dächer für eine solche Nutzung zur Verfügung zu stellen, konnte der Kreisausschuss daher nicht folgen.

Stattdessen beauftragten die Ausschussmitglieder die Landkreisverwaltung, bei künftigen Neubauten und Umbauten landkreiseigener Gebäude unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit die Errichtung von Solar- oder Photovoltaikanlagen einzuplanen.

Vor knapp einem Jahr hatte die ÖDP im Kreistag einen ähnlich lautenden Antrag gestellt. Die Bauverwaltung hatte deshalb die Verwaltungsgebäude, Schulen und Bauhöfe auf ihre Eignung zur nachträglichen Installation von Solaranlagen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass vor allem die statischen Reserven für die zusätzliche Gewichtsbelastung der Solaranlagen von etwa 18 bis 25 Kilogramm pro Quadratmeter in der Regel nicht vorhanden sind. Die technischen Vorschriften zur Bemessung der Schneelasten auf Gebäudeflächen waren nach dem Extremwinter 2005/2006 mit mehreren Halleneinstürzen verschärft worden. Besonders betroffen sind vor allem die weitgespannten flachgeneigten Konstruktionen der Turnhallen. Bei ihnen ist zudem zu beachten, dass die Räumung von Schnee möglich sein muss, um den ungestörten Schulbetrieb aufrecht erhalten zu können. Solaranlagen erschweren bzw. machen die Räumung von Schneemassen unmöglich. Aus diesem Grund scheiden auch die Schulen und Verwaltungsgebäude für die Installation von Solaranlagen aus.

Die Dächer der Bauhöfe in Riedering und Raubling sowie der Kompostieranlage Aham müssten nachträglich verstärkt werden. Dies wäre sehr aufwändig und unwirtschaftlich.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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