„Keiner will Jugendtreff als Nachbar“

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Sehr gut angenommen werden die neu erworbenen Skatergeräte. Dominique (rechts) und Alex nützen den Platz fast täglich sowohl mit ihren BMX-Rädern als auch mit ihren Skateboards.

Großkarolinenfeld - Trotz intensiver Suche findet Jugendbeauftragte Irmi Huber keinen Raum für die Jugendlichen, um in Großkarolinenfeld einen neuen Jugendtreff zu realisieren.

"Keiner will den Treff als Nachbar haben. Wenn nicht bald etwas passiert, werden die motivierten Jugendlichen wieder weg brechen", berichtete Irmi Huber dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung.

Vor drei Jahren musste der Jugendtreff in der Ortsmitte von Großkarolinenfeld geschlossen werden. Um die Jugendlichen nicht ganz im Regen stehen zu lassen, veranstaltet Jugendbeauftragte Irmi Huber "als Kompromisslösung" seitdem in regelmäßigen Abständen Ausflüge und Aktionen. Doch ohne feste Anlaufstelle wird es von Monat zu Monat schwieriger, die begeisterten Jugendlichen zu motivieren, wie Irmi Huber dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung berichtete.

Alle Bemühungen, neue Räumlichkeiten für einen Jugendtreff zu finden, schlugen bisher fehl. "Ich bin ständig auf Standortsuche, aber ein neuer Raum fehlt an allen Ecken und Enden", klagte Irmi Huber in ihrem Tätigkeitsbericht. Auch in Tattenhausen gebe es einen Jugendtreff, der freitags genutzt werden könne.

Viel haben sich die Verantwortlichen wieder als Programmpunkte für die Jugend einfallen lassen. Vom Segelausflug und Kartfahren über einen Dart-Kegel-Nagel-Abend bis hin zum Reifenrutschen, Klettern und Bowlen war wieder alles an Aktionen geboten. "Doch ich kann nicht jedes Jahr die gleichen Veranstaltungen durchführen. Deshalb brauchen wir einen Treffpunkt für die Jugend", betonte Irmi Huber.

Neben ihren Bemühungen um eine neue Unterkunft nahm die Jugendbeauftragte außerdem an Fortbildungen wie etwa ein Seminar vom Kreisjugendring sowie an zahlreichen gemeindlichen und sportlichen Veranstaltungen teil. Das Patenprojekt "Jugend in Arbeit" unterstützte Irmi Huber mit großer Freude, wie sie dem Gremium erzählte: "Dadurch werden den Jugendlichen Paten an die Seite gestellt, durch deren Hilfe ihre beruflichen Chancen erhöht werden."

Auch Gespräche mit Vereinsvorständen, der Jugendsozialarbeiterin Sabine Weigl oder Rektor Swen Friedl gehörten zu den Terminen der Jugendreferentin im vergangenen Jahr.

Ihren Dank sprach Irmi Huber Zweiter Bürgermeisterin Lilo Wallner sowie Gemeinderat Albin Schenk aus, die der Referentin "stets hilfreich zur Seite gestanden haben". Ein Lob hatte die Rednerin für den fleißigen Jugentreff-Vorstand und die engagierten Jugendleiter der Vereine parat. Und auch die Unterstützung von Seiten der Gemeinde mit Bürgermeister Bernd Fessler hob Irmi Huber gebührend hervor.

Sehr gut angenommen werden die vor kurzem erworbenen Skatergeräte, die auf dem Volksfestplatz aufgestellt wurden. Ein eigener Skaterplatz wäre nach wie vor der Wunsch vieler Jugendlicher. Auf positive Resonanz sei im Winter auch die neu geschaffene Eisfläche auf dem Volksfestplatz gestoßen. Ob Schlittschuhlaufen, Eisstockschießen oder Eishockeyspielen - Alt und Jung hatten dabei viel Spaß. Deshalb soll auch heuer wieder in der kalten Jahreszeit der Volksfestplatz in eine Eisfläche verwandelt werden.

dli/Oberbayerisches Volksblatt

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