Keine Neuverschuldung in Kolbermoor

Kolbermoor - Ein erfreuliches Rechnungsergebnis für das Haushaltsjahr 2009 legte Stadtkämmerer Johann Roith dem Stadtrat in der letzten Sitzung vor:

Die Stadt Kolbermoor kam im vergangenen Jahr ganz ohne Neuverschuldung aus und musste auch nichts aus der allgemeinen Rücklage entnehmen. Insgesamt wurden rund zwei Millionen Euro weniger als ursprünglich veranschlagt ausgegeben. Gleichzeitig fielen die Ergebnisse bei der Einkommens- und Gewerbesteuer (hier machten sich Nachzahlungen aus den Jahren 2007/08 bemerkbar) unerwartet gut aus.

40,19 Millionen Euro hatte man für den Gesamthaushalt veranschlagt, das Ergebnis lag schließlich bei 39,9 Millionen Euro. Im Verwaltungshaushalt war man von Nettoeinnahmen in Höhe von rund 23,4 Millionen Euro ausgegangen - unterm Strich wurden es letztlich 25,1 Millionen Euro. Hingegen lag man bei den tatsächlichen Ausgaben (rund 19,61 Millionen Euro) um 204000 Euro unter dem Ansatz. Insgesamt wurde ein Überschuss von knapp zwei Millionen Euro erzielt.

Den größten Teil bei den Einnahmen machte die Einkommensteuer mit rund 7,2 Millionen Euro aus (ursprünglich veranschlagt: 7,5 Millionen), gefolgt von der Gewerbesteuer mit 5,4 Millionen Euro (Ansatz: 3,9 Millionen), den Schlüsselzuweisungen in Höhe von 2,6 Millionen Euro und den Mieten und Pachten sowie Verkaufserlösen (2,1 Millionen Euro).

Insgesamt lagen die Einnahmen im Vermögenshaushalt um zwei Millionen Euro niedriger als die veranschlagten 10,3 Millionen Euro.

Zu den größten Ausgabeposten des Verwaltungshaushalts zählten die Kreisumlage mit rund 6,6 Millionen Euro, die oben erwähnte Zuführung an den Vermögenshaushalt, 4,84 Millionen Euro kalkulatorische Kosten sowie Personalausgaben in Höhe von 4,5 Millionen Euro. Insgesamt lagen die Ausgaben mit 31,6 Millionen Euro um 1,7 Millionen Euro höher als im Ansatz.

Mit 4,36 Millionen Euro machten die Baumaßnahmen den größten Teil der Ausgaben des Vermögenshaushalts aus. Veranschlagt war wesentlich mehr, nämlich rund 7,5 Millionen Euro. "Wir konnten nicht alle geplanten Baumaßnahmen durchführen", erklärte dazu Bürgermeister Peter Kloo. Für die Tilgung von Krediten waren 1,17 Millionen Euro vorgesehen, tatsächlich konnte man dafür rund zwei Millionen Euro ausgeben.

Verhalten optimistisch gab sich Bürgermeister Peter Kloo beim Blick auf die nähere Zukunft. Was die Steuereinnahmen angehe, so hoffe man im Jahr 2010 ähnlich gut abzuschneiden. Wie sich die Krise jedoch auf die städtischen Finanzen letztlich auswirke, werde man wohl erst in den Jahren 2011/2012 erfahren. "Doch die Anzeichen stehen ganz gut, dass wir mit einem blauen Auge aus dem Ganzen herauskommen", so Kloo. Man habe das Jahr 2009 mit einem soliden Haushalt abgeschlossen und stehe auch 2010 auf einer soliden Basis. "Große Sprünge werden wir allerdings sicher nicht machen können. Doch das ist nichts Neues, das konnten wir noch nie", beendete der Bürgermeister seinen Ausblick.

Eva Langwieder/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © dpa

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