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Bauernpräsident Walter Heidl beim Kreisbauerntag in Höhenmoos

"Bauernfamilien brauchen starke Agrarpolitik"

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Höhenmoos - Anlässlich des Kreisbauerntags sprach Bauernpräsident Walter Heidl in Höhenmoos und honorierte die Leistungen der Rosenheimer Landwirtschaftsbetriebe.

„Dass Oberbayern eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland ist, daran haben unsere Bauernfamilien einen großen Anteil", wertschätzte Bauernpräsident Walter Heidl anlässlich des Kreisbauerntages im Landkreis Rosenheim die Leistungen der Familienbetriebe. Deren harte und wertvolle Arbeit erhalte die Kulturlandschaft so attraktiv: "Das wird jedem Besucher hier eindrucksvoll vor Augen geführt." Neben ausreichenden Erzeugerpreisen für "Milch und Fleisch müssten die Bauern auch in Zukunft über die verschiedenen Bausteine einer starken Agrarpolitik in München, Berlin und Brüssel unterstützt werden. „Bei Ministerpräsident Horst Seehofer habe ich mich Anfang Juli für die Eigentumsanliegen und für eine tatkräftige Unterstützung aller Bauernfamilien in Bayern eingesetzt", berichtete Heidl vom letzten Agrargipfel der Präsidentenkonferenz des Bayerischen Bauernverbandes.

Auch bei den unmittelbaren, nationalen Baustellen setze er sich ein, da hier für bayerische Betriebe einiges im Feuer stehe: Erhalt der baurechtlichen, Verschärfungspläne bei der Güllelagerung und der Düngeverordnung. Bei der Tierhaltung verlange er von der Politik eine wissenschaftsbasierte und praxisgerechte Befassung. „Traditionelle Tierhaltungsformen bei den Rindern müssen erhalten bleiben können. Außerdem muss die Enthornung angesichts von 200 Personenunfällen pro Jahr durch behornte Tiere weiterhin möglich bleiben. Eine züchterische Lösung ist zwar Ziel, wird aber noch einige Jahre dauern", erklärte Heidl. Von den zurückliegenden Preisabschlüssen des Lebensmitteleinzelhandels mit den Molkereien sei Heidl enttäuscht: .Angesichts der deutlich gestiegenen Betriebsmittelkosten brauchen die Milchbauern und alle anderen Betriebe ausreichende Erzeugerpreise“. Dafür würden aktuell intensiv Gespräche mit Erzeugerorganisationen und den verarbeitenden Unternehmen geführt.

Kreisbauerntag in Höhenmoos

 © Reisner
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In de nächsten Monaten stehe viel auf dem Spiel, wenn die europäischen Agrarminister und Europaparlament die Weichen für die gemeinsame EU-Agrarpolitik von 2014 bis 2020 stellen würden. Wichtig sei dabei, dass die erfolgreiche Agrarpolitik fortgeführt und weiter- entwickelt - nicht aber neu erfunden wird. „Wir fordern für die EU-Agrarpolitik nach 2013 ein wirksames Sicherheitsnetz gerade für unsere Milchbauern", betonte Heidl. Weiterhin müssen alle Leistungen, die bayerischen Bauernfamilien bereits jetzt erbringen, auch beim „Greening“ berücksichtigt werden. Die bisherigen Vorschläge aus Brüssel genügten diesen Ansprüchen nicht. „Wie für die Öko-Betriebe vorgesehen, müssen auch Betriebe mit viel Grünland vom Greening ausgenommen werden", erklärte Heidl. Eine weitere Forderung sei, dass die Befrei- kleinerer Betriebe sich an der durchschnittlichen Betriebsgröße im Mitgliedsstaat orientieren sollen.

Auch Betriebe mit klein strukturierten Flächen müssten außen vor bleiben: Es sei ein Unterschied ob ein Betrieb mit 100 Hektar fünf Schläge mit jeweils 20 Hektar oder 100 Flurstücke mit je einem Hektar nutze.

Josef Reisner

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