Krippenkunst in Kiefersfelden und dem Inntal

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Mit viel Liebe zum Detail arbeiten die Krippenfreunde in geselliger Runde monatelang an ihren ganz individuellen Kunstwerken. Da muss auch die letzte Kleinigkeit passen.

Kiefersfelden - „Nichts bringt Jung und Alt mehr in Weihnachtsstimmung als liebevoll gestaltete Krippendarstellungen.“ Davon ist Roland Schmidt vom Kieferer Bündnis für Familien überzeugt.

Zu den besonders beeindruckenden und einzigartigen Ausstellungswerken gehören die Figuren-Krippen von Professor Emil Hipp, die er von 1953 – 1958 für die Hl.-Kreuz-Kirche schuf

Roland Schmidt kam auf die Idee, in der Dorfstraße einen Kieferer Krippenweg zu gestalten. Schnell waren Krippenfreunde aus dem Ort und dem Inntal beidseits der Grenze zum Mitmachen bereit. Somit wird vom 03.12. 10 bis 06.01.11 der erste Kieferer Krippenweg mit rund 50 Exponaten in der stimmungsvollen Umgebung der Dorfstraße angeboten.


Auf eine lange Krippentradition kann das altbayerische und Tiroler Inntal zurückschauen. So wurde mit der Aufstellung von Hauskrippen seit jeher ein Mittelpunkt für die Weihnachtsfeier in der Familie geschaffen.

Die Kieferer Kirchenkrippe erfuhr ihre amtliche Erwähnung 1822, als von „volkstümliche Schaufreude“ und einer ungeheuren Weihnachtskrippe die Rede war, die die Hälfte der Kirche ausfüllte.


Mit viel Liebe und handwerklicher Kunst entstanden über viele Jahre bis in die heutige Zeit im Inntal Krippen verschiedenster Formen und Stilrichtungen, kleine und große, alte und moderne, wahre Kunstwerke und handwerkliche Meister- und Liebhaberstücke. Sie alle bezeugen die dörfliche Gläubigkeit und Tradition, Advent und Weihnachten zu feiern.

Die Faszination der Menschen für den Krippenbau und die Lust am Krippenschaun veranlasste nun das Kieferer Bündnis für Familie, einen Krippenweg ins Leben zu rufen und die Kunstwerke entlang der Kieferer Dorfstraße auszustellen. Krippenfreunde vom Tirol und Albbayern, von Breitenbach bis Wasserburg stellen ihre wertvollen Krippen zur Verfügung. Die Ladenbesitzer der Dorfstraße machen ihre Schaufenster dafür frei. Jede der Krippen ist ausführlich beschrieben und die Herkunft erläutert.

Schmidt: „Wir laden alle, insbesondere Familien mit Kindern ein, vom 03.12.10 bis 06.01.11 beim Gang durch die Dorfstraße und bei der Betrachtung der liebevollen Darstellungen der Alltagshektik zu entfliehen und in Ruhe und Besinnlichkeit inne zu halten. Lassen Sie sich von den zahlreichen Krippen in den Schaufenstern der Dorfgeschäfte und den Kirchen auf das anstehende Fest einstimmen.“

Roland Schmidt

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