Lärmschutzwand wird Wirklichkeit

Oberaudorf - Nach langem Hin und Her hat der Oberaudorfer Bauauschuss nun einen Antrag zur Errichtung von Lärm- und Sichtschutzanlagen entlang der Autobahn gestellt. Geplanter Baubeginn: 2012.

Dies ist schon seit Jahren ein Thema, das mit dem Bau der Erler Lärmschutzwand entlang der Autobahn im vergangenen Jahr nochmals an Schärfe zugenommen hat.

In jüngster Sitzung hat jetzt der Oberaudorfer Bauausschuss Bauanträge zur Errichtung von Lärm- und Sichtschutzanlagen im Bereich der Erlenausiedlung und nördlich von Reisach gestellt. Bauamtsleiter Rainer Ostermayer präsentierte die von der Autobahndirektion Südbayern erstellte Planung. Bei allem Jubel über einen voraussichtlichen Baubeginn im nächsten Jahr und die damit verbundenen Verbesserungen für das Dorf, verwies Bürgermeister Hubert Wildgruber auch auf die Kosten von rund 200.000 Euro, die die Gemeinde zu tragen habe.

Für die enormen Erdbewegungen im Außenbereich und zum Teil Naturschutzgebiet ist diese baurechtliche Genehmigung, in die auch die Untere Naturschutzbehörde integriert ist, erforderlich.

Die Wälle werden beide etwa eine Höhe von drei Metern erreichen. Insgesamt werden 30.000 Kubikmeter Aushubmaterial benötigt. Die Arbeiten sollen im Zusammenhang mit der Fahrbahnsanierung der Autobahn durchgeführt werden, hieß es bei der Sitzung. Das Gesamtprojekt werde zudem in den Luftreinhalteplan eingebracht, "wird es doch hoffentlich positive Auswirkungen auf die Schadstoffbelastung haben", betonten die Gemeinderäte. Woher das erforderliche Material kommt, ist derzeit noch nicht geklärt, hieß es gestern aus dem Oberaudorfer Bauamt.

Bauamtsleiter Ostermayer stellte im Zusammenhang mit dem Bebauuungsplan "Sudelfeld-Waldkopf" die eingearbeiteten Ergänzungen und Änderungen nochmals vor. Wegen der Verkehrsregelung im Bereich der Bushalteparkplätze sind noch Absprachen mit der Polizei und den Vorhabenträgern nötig. Generell wurden Medienberichte zurückgewiesen, die durch eine etwas saloppe Formulierung den Eindruck entstehen ließen, die Gemeinde würde nicht mit dem nötigen Idealismus ans Werk gehen. Der Gemeinderat setze sich vielmehr konstruktiv mit dem Vorhaben auseinander und unterstütze das Projekt nach Kräften.

Der Ausschuss hatte auch Stellungnahmen zur Errichtung und den Betrieb einer Beschneiungsanlage für den Skilift Rosengasse (hier ging es um das Ableiten von Wasser aus dem Gassenbach und von Quellwasser zur Befüllung eines Löschwasser- und Speicherteiches), zu Pistenverbesserungen im Bereich Waldkopfbahn (Ertüchtigungsmaßnahmen 2011 durch die Bergbahnen GmbH) sowie zur Parkplatzvergrößerung Waldkopfbahn abzugeben. Generell wurde seitens der Gemeinde auf die umfangreichen Gutachten verwiesen, die derzeit im Rahmen des angestrebten Ausbaus des Skigebiets Sudelfelds erstellt werden. Bei allen Stellungnahmen nahm der Verweis auf die naturschutzrechtlichen und ökologischen Belange breiten Raum ein.

ge/Oberbayerisches Volksblatt

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