Online-Kampagne der Jusos Rosenheim Land

„Braune Blätter“ im freien Handel: Jusos starten Aktion gegen Verkauf von rechtsextremen Zeitschriften

Landkreis Rosenheim - Die Jusos Rosenheim Land wollen mit ihrer „Aktion gegen rechtsextreme Publikationen“ ein Zeichen gegen die Verbreitung von rechten Magazinen im freien Handel setzen.

Die Meldung im Wortlaut

Die Jusos Rosenheim Land haben am 1. November eine Online-Kampagne mit dem Titel „Aktion gegen rechtsextreme Publikationen“ ins Leben gerufen, um auf die Verbreitung von rechten Magazinen im ganz gewöhnlichen Zeitungshandel aufmerksam zu machen.

„Braune Blätter“ im Landkreis Rosenheim

In diesen Publikationen, die teils den Anschein ganz normaler Geschichtsmagazine erwecken, werden u.a. systematisch NS-Kriegsverbrecher als Helden inszeniert und glorifiziert und sämtliche Verbrechen relativiert. SS-Mitglieder die hauptbeteiligt am Holocaust waren, werden für ihre Pflichterfüllung verehrt und die Kriegsschuld Deutschlands 1939 anderen Akteuren der Geschichte untergeschoben.

Solche „braunen Blätter“ sind den Jusos auch in der Stadt und im Landkreis Rosenheim mehrfach im freien Handel (Supermärkte, Tankstellen & Zeitschriftläden) aufgefallen. Doch das Problem erstreckt sich leider bundesweit. Die SPD-Jugendorganisation ruft über die Social-Media-Kanäle alle Demokraten dazu auf, die Inhaber*innen betroffener Geschäfte hinzuweisen, solche Publikationen aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Jusos Rosenheim-Land möchten deshalb dazu aufrufen, die Aktion zu unterstützen. Hierzu wurde eine Liste mit Verlagen und Zeitschriften, die in diese Kategorie fallen, zum Abgleich erstellt und auf der Webseite www.jusos-ro-land.de veröffentlicht. Die Aktion fand in den ersten 24 Stunden bereits bundesweit großen Anklang und zahlreiche Organisationen, sowie Abgeordnete und sogar Ministerpräsident*innen der SPD sprechen sich positiv für die Aktion aus und teilten diese auf ihren Kanälen.

Keine rechtsextreme Hetze in einer Demokratie

Gerade in diesen turbulenten Zeiten, in denen der Zuspruch für rechte Verschwörungstheorien und Rassismus wächst, ist es den Jusos ein großes Anliegen aufzuklären und gegen die Verlage, die Derartiges publizieren, zu kämpfen. Wichtig ist, dass sich die Aktion nicht gegen die jeweiligen Läden und deren Inhaber wie Mitarbeiter richtet, die sich häufig nicht darüber im Klaren sind, was sie da eigentlich verkaufen, sondern um die Verbreitung wie das Geschäft der Verlage mit rechtsextremer Hetze.

Die „Aktion gegen rechtsextreme Publikationen“ will in erster Linie über diesen Zustand aufklären und hofft, dass die angeschriebenen Läden die Publikationen selbst aus ihrem Sortiment nehmen. Muss das eine demokratische Gesellschaft in Deutschland aushalten, dass solche Verbrechen umgedeutet und verklärt werden? Nein, das muss sie nicht! Die Jusos sind fest davon überzeugt, dass solche rechtsextremen Zeitschriften, die Hass, Hetze, Rassismus, Antisemitismus und Lügen verbreiten, nichts in Zeitschrifthandlungen verloren haben.

Pressemitteilung der Jusos-Rosenheim-Land

Rubriklistenbild: © (c) dpa (Symbolbild)

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