Landratsamt bezieht Stellung zur Teststrategie von Kontaktpersonen

Als Kontaktperson 1 ohne Auto mit dem Bus zum Corona-Test?

Coronavirus - Teststation am Tropeninstitut München
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Medizinisches Personal demonstriert in einer neuen Teststation für Menschen mit Covid-19 Verdacht die Entnahme von einem Nasenabstrich.

Als Kontaktperson, die engen Kontakt zu einem COVID-19 Fall hatte, muss man zwei Wochen in Quarantäne und sich testen lassen. Doch wie kommt man zum Test, wenn man kein eigenes Auto hat?

Landkreis Rosenheim - Hatte man Kontakt zu einem nachweislich Corona-Infizierten, gilt man in Bayern als Kontaktperson der Kategorie 1 (KP1) und muss in Quarantäne. Von Seiten der Bayerischen Staatsregierung heißt es hierzu: „Für alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen engen Kontakt zu einem COVID-19-Fall hatten, gilt: Sie sind aufgrund staatlicher Anordnung verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben – so lange, bis sicher ist, dass Sie niemanden mit dem Coronavirus anstecken werden.“

Laut der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege endet die häusliche Isolation erst, wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall mindestens 14 Tage zurückliegt, während der Isolation keine für COVID-19 typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind und eine frühestens 14 Tage nach dem letzten engen Kontakt durchgeführte Testung (PCR-Test oder Antigentest, durchgeführt durch medizinische Fachkräfte oder vergleichbare, hierfür geschulte Personen) ein negatives Ergebnis zeigt, mit dem Vorliegen des negativen Testergebnisses. Die Kontaktpersonen müssen sich also testen lassen.

Frau wird mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum testen geschickt

rosenheim24.de ist ein Fall bekannt, bei dem eine Mitarbeiterin einer Einrichtung in der Corona ausgebrochen war, ohne eigenes Auto mit einer Kollegin (beide galten als Kontaktperson 1) zum Testen fahren wollte. Dies sei ihr von Seiten des Gesundheitsamtes Rosenheim jedoch verboten worden, sie solle den Bus nehmen. rosenheim24.de hat das Landratsamt Rosenheim zu diesem Fall befragt.

Ob eine Aussage, die Frau dürfe nicht mit der Kollegin mitfahren, sondern solle den Bus nehmen, so vom Gesundheitsamt getätigt wurde, könne man nicht prüfen, so Landratsamt-Pressesprecher Michael Fischer gegenüber rosenheim24.de. Grundsätzlich sei aber ein privates Auto mit einer Kollegin dem ÖPNV zu bevorzugen. Laut Pressesprecher dürfe man mit einer Kollegin im Auto zum Testen fahren. Aber „nur mit FFP-2 Maske und ohne Symptome/Krankheitszeichen“, so Fischer.

Wo können sich Kontaktpersonen Kategorie 1 testen lassen?

„Die Testungen von asymptomatischen KP1 können grundsätzlich an der Loretowiese vorgenommen werden.  Zudem haben sich einige niedergelassene Ärzte bereit erklärt, diese Testung in ihren Praxen durchzuführen“, erklärt Fischer weiter. „Die Kontaktdaten der Ärzte sind über die Arztsuche des KVB zu finden. Vorteil der Testungen bei diesen Ärzten: KP1 mit Symptomen werden auch getestet (bitte sicherheitshalber in allen Fällen immer nur nach telefonischer Voranmeldung und Klärung).“

Wenn man kein eigenes Auto hat oder keinen Führerschein, aber Kontaktperson 1 ist, soll man laut Gesundheitsamt entweder mit dem Taxi oder einem Bekannten mit Pkw und beide mit FFP-2 Maske zum Testen fahren. Wichtig hierbei: Es betrifft nur asymptomatische KP1.

jb

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