Mehrere Landkreise waren betroffen

Warnungen in der Region aufgehoben - Unwetterfront zieht weiter

+
"Gewitterwolken in Übersee" schreibt Leserin Rosemarie Schneider zu diesem Bild.
  • schließen
  • Katja Schlenker
    Katja Schlenker
    schließen

Landkreis - Die schrecklichen Bilder nach der Sturzflut in Simbach 2016 sind noch nicht verblasst. Behält Wetterexperte Dominik Jung recht, könnte die Unwetterserie  diese Woche extremere Ausmaße annehmen als in den vergangenen Jahren!

Service:

Update, 22.10 Uhr - Warnung für Mühldorf aufgehoben

Soeben hat der Deutsche Wetterdienst auch die Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für den Landkreis Mühldorf am Inn aufgehoben. Somit normalisiert sich die Situation langsam.

Die Gewitter ziehen in Richtung Norden ab.

Update, 21.40 Uhr - Warnung für Altötting aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst hat nun auch die Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für den Landkreis Altötting aufgehoben.

Update, 20.55 Uhr - weiterhin Gewitterrisiko in Mühldorf

Die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für den Landkreis Mühldorf am Inn ist bis 22 Uhr verlängert worden. Darüber informiert der Deutsche Wetterdienst.

Update, 20.30 Uhr - Warnung vor extremem Gewitter aufgehoben

Nun ist auch die Warnung vor extremem Gewitter in den Landkreisen Traunstein und Altötting vom Deutschen Wetterdienst aufgehoben worden. Unterdessen gilt noch bis 21.30 Uhr eine Warnung vor schwerem Gewitter für den Landkreis Altötting.

Update, 20.05 Uhr - Gewitter im Landkreis Mühldorf

Nun ziehen die Gewitter auch über den Landkreis Mühldorf am Inn. Wir der Deutsche Wetterdienst soeben mitteilt, gilt dort aktuell eine Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter. Diese ist zunächst bis 21 Uhr gültig. Es können Gewitter der Stufe 3 von 4 auftreten.

Update, 19.45 Uhr - Unwetterwarnung verlängert

Soeben hat der Deutsche Wetterdienst die Warnung vor extremem Gewitter für den Landkreis Berchtesgadener Land zu einer Warnung vor starkem Gewitter herab gestuft. Diese gilt bis 21 Uhr.

Die Warnung vor extremem Gewitter in den Landkreisen Altötting und Traunstein ist bis 20.30 Uhr verlängert worden.

Update, 19.25 Uhr - auch Altötting betroffen

Soeben hat der Deutsche Wetterdienst noch eine amtliche Unwetterwarnung vor extremem Gewitter für den Landkreis Altötting ausgegeben. Dies ist ebenfalls bis 20 Uhr gültig.

Es besteht die Gefahr des Auftretens von extremen Gewittern der Stufe 4 von 4.

Update, 19.20 Uhr - Hagel möglich

Es treten Gewitter auf, heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Dabei gibt es extrem heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Litern pro Quadratmeter pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde und Hagel mit Korngrößen um vier Zentimeter.

Update, 19 Uhr - extreme Gewitter erwartet

Der Deutsche Wetterdienst hat soeben eine amtliche Unwetterwarnung vor extremem Gewitter für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land ausgegeben. Diese gilt zunächst bis 20 Uhr. Es besteht die Gefahr des Auftretens von extremen Gewittern der Stufe 4 von 4.

Hinweis auf mögliche Gefahren:

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr, warnt der Deutsche Wetterdienst. Bäume können entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände müsse besonders geachtet werden.

Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten.

Anwohner werden angehalten, alle Fenster und Türen zu schließen sowie Gegenstände im Freien zu sichern. Zudem wird geraten, Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu halten. Wer kann, solle den Aufenthalt im Freien vermeiden.

Detaillierte Warninformationen erhalten Sie hier.

Weitere Hinweise zur Hochwassersituation finden Sie hier.

Update, 18.35 Uhr - weitere Unwetterwarnungen

Unwetterwarnungen für Rosenheim, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Berchtesgadener Land bis 19 Uhr: Am Dienstag entwickeln sich in feucht-warmer Luft ab den Mittagsstunden zum Teil schwere Gewitter. Es besteht erhöhte Unwettergefahr durch heftigen Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter pro Stunde und größeren Hagel, auch Böen bis Sturmstärke können auftreten.

Punktuell kann es durch langsam ziehende Gewitterzellen auch zu Regenmengen von 60 bis 70 Liter pro Quadratmeter oder mehr in kurzer Zeit kommen. Die Gewitter halten bis in die Nacht zum Mittwoch an, schwächen sich jedoch zunehmend ab.

Vorbericht

Bei den Bildern die wir in diesen Tagen zu Gesicht bekommen werden in der Tat Erinnerungen an den Mai bzw. Juni 2016 wach, als eine lang anhaltende Unwetterserie in vielen Regionen Deutschlands für schwere Verwüstungen gesorgt hat. Ganz besonders blieben uns hier wahrscheinlich die Bilder aus Simbach und Braunsbach in Baden-Württemberg in Erinnerung. Am Sonntag hat es am Nachmittag und frühen Abend ganz besonders den die Region rund um den Ort Fischbach bei Idar-Oberstein im Hunsrück (Rheinland-Pfalz) getroffen. Ein nur sehr langsam ziehendes Unwetter hat dort geschätzt rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter gebracht und eine Sturzflut ausgelöst wie dieses Video zeigt: 

"Unwetterserie wird größere Ausmaße als in den vergangenen Jahren annehmen"

„Die Unwetterserie setzt sich in dieser Woche fort und wird aufgrund der sehr heißen und feuchten Luft sogar noch größere Ausmaße als in den vergangenen Jahren annehmen. Möglicherweise bekommen wir hier erneut die extremen Wettererscheinungen des Klimawandels zu spüren. Wir erwarten besonders am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag regional extreme Unwetterlagen. Nach einem sonnigen und warmen, später auch heißen Tagesverlauf werden sich in einigen Regionen immer wieder markante Unwetter bilden. 

Eine besondere Gefahr geht dabei von den Sturzfluten aus. Binnen weniger Stunden können 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel kommen und das regional eng begrenzt. Aber auch die Gefahr von großem Hagel (über 4 Zentimeter) und die Bildung von Tornados ist in dieser Woche sehr hoch. Leider kann man erst nach Bildung der Gewitterzellen exakt sagen, welche Region bzw. welchen Ort es treffen wird. Beachten Sie daher in den kommenden Tagen unbedingt die aktuellen Unwetterwarnungen. Es werden sich lokal wieder weltuntergangsähnliche Szenen abspielen“ warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

  • Montag: 25 bis 33 Grad
  • Dienstag: 25 bis 34 Grad
  • Mittwoch: 26 bis 35 Grad
  • Donnerstag (Fronleichnam): 25 bis 32 Grad
  • Freitag: 24 bis 32 Grad
  • Samstag: 24 bis 31 Grad
  • Sonntag: 26 bis 33 Grad

Regensoll erst zu 50 Prozent erfüllt

Das sehr warme Wetter dauert offenbar über die gesamte Woche hinweg an. Auch nach dem kommenden Wochenende scheint es sehr warm bis heiß weiterzugehen. Es ist derzeit keine markante Abkühlung in Sicht. Der Mai weist bisher übrigens eine mittlere Temperatur von 15,1 Grad auf und ist damit auf dem besten Weg der wärmste Mai seit über 100 Jahren zu werden und das nachdem wir gerade erst den wärmsten April aller Zeiten hinter uns haben. 

Trotz der markanten Sturzfluten hat der Monat Mai sein langjähriges Regensoll deutschlandweit gesehen erst zu 50 Prozent erfüllt. Es gibt aber auch Regionen in denen es noch deutlich trockener war. Im Bremen fielen bisher erst 2,3 Liter Niederschlag. In Hannover waren es bisher nur 2,4 Liter auf den Quadratmeter. Dagegen ist das Sonnenscheinsoll des Monats schon zu 115 Prozent erfüllt, es gab also schon jetzt 15 Prozent mehr Sonnenschein als normal im Mai üblich ist. Mit bisher 235 Stunden schien die Sonne schon deutlich mehr im am vergangenen Sommermonat Juli. Dort gab es nur 197 Stunden Sonnenschein.

Unwetter hauptsächlich in Nachmittags- und Abendstunden

Auf jeden Fall sollte man in dieser Woche auf der Hut sein. Es können sich extreme Unwetter bilden und das kann überall der Fall sein, vorwiegend in den Nachmittags- und Abendstunden. Es ist durchgehend recht schwül. Selbst in den Nächten sinken die Temperaturen manchmal kaum unter die 20-Grad-Marke. Bei Tiefstwerten von 20 Grad und mehr sprechen die Meteorologen auch von einer tropischen Nacht. „Bitte beachten Sie die Unwetterwarnungen. Bei Starkregen weg von Bach- und Flussläufen und bei Sichtung eines Tornados ebenfalls im rechten Winkel von seiner Zugbahn wegbewegen, um nicht von ihm erfasst zu werden“ warnt Wetterexperte Jung.

mh/Pressemitteilung wetter.net

Zurück zur Übersicht: Landkreis Rosenheim

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT