Auf A8 und A93 fuhr er Schlangenlinien

Nach Verwüstungsfahrt auf Autobahn: Lkw-Fahrer in JVA eingeliefert

A93/A8 - Am Freitag, gegen 11.10 Uhr, gingen über den Notruf mehrere Mitteilungen über einen Schlangenlinien fahrenden Lkw ein, der im Baustellenbereich der A93, in Fahrtrichtung Rosenheim, zuerst seitlich ein Auto, dann mehrmals die rechte Leitplanke touchierte.

UPDATE, Samstag 19.45 Uhr: Nachtrag - Lkw-Fahrer in JVA eingeliefert

Der Beschuldigte 35-jährige ukrainische Lkw-Fahrer wurde am Samstag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Rosenheim vorgeführt. Dieser ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein die Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr an. Der Beschuldigte wurde daraufhin in die zuständige Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Erstmeldung, Freitag 18.41 Uhr:

Der Fahrer machte jedoch nach dem Unfall keine Anstalten, stehen zu bleiben. Er fuhr auf der A8 in Richtung München weiter, wobei das Fahrzeug - unter Benutzung von allen drei Fahrstreifen - immer wieder stark ins Schlingern geriet und teilweise sogar drohte, umzustürzen.

Wie durch ein Wunder ging dabei die Ladung des Lkw - zwei Zugmaschinen und ein Traktor - nicht verloren. Mehrere Spanngurte, zur Sicherung der Ladung, waren durch die starke Belastung bereits gerissen.

Im Steigungsbereich des Irschenbergs prallte der Sattelzug schließlich noch gegen die dortige Stützmauer und verursachte ebenfalls einen nicht unerheblichen Sachschaden, bevor er an der Anschlussstelle Irschenberg durch eine Streifenbesatzung der VPI Rosenheim gestoppt werden konnte.

Er fiel den Beamten entgegen

Bei der anschließenden Kontrolle fiel der Fahrer den Beamten förmlich aus dem Führerhaus entgegen. Der anschließende Alkoholvortest ergab einen Wert von über zwei Promille.

Es gleicht einem Wunder, dass bei diesem Vorfall lediglich Sachschaden entstand. Dieser wird auf insgesamt 25.000 Euro geschätzt. Der Fahrer des Sattelzuges, ein 35-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger, wird sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Verkehrsunfallflucht verantworten müssen.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Rufnummer 08035/9068-0 an die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim zu wenden.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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