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Landkreis Rosenheim, Traunstein, Altötting

Blackout–Leuchttürme: Wie die Landkreise sich für den Stromausfall rüsten

Stromausfall ist nur dann ein Problem, wenn er mehre Stunden andauern sollte.
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Als Vorsorge für Stromausfälle werden „Leuchttürme“ eingerichtet.

Vor allem Kommunikation ist bei Stromausfall ein großes Thema: Wie Notrufe auch im Blackout-Fall funktionieren erklären Stadt Rosenheim und ILS Traunstein.

Landkreise Rosenheim, Traunstein, Altötting – In vielen bayerischen Landkreisen laufen aktuell Vorbereitungen des Katastrophenschutzes für mögliche Blackout-Szenarien. Vor allem das Thema „Kommunikation“ ist ein wichtiges, denn bei Stromausfall können auch die Mobilfunkanlagen betroffen sein. Damit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst weiterhin verlässlich erreicht werden können, haben die Behörden Konzepte für sogenannte „Leuchttürme“ erarbeitet.

Was sind Leuchttürme?

Dabei handelt es sich um Gebäude, die im Notfall in Betrieb genommen werden. „Sie sind mit Notstromversorgung und alternativen Kommunikationsmöglichkeiten ausgestattet“ so der Pressesprecher der Stadt Rosenheim. „Die genauen Standorte werden im Katastrophenfall über mobile Warnanlagen bekannt gegeben.“ Josef Geschwendner, Geschäftsführer der Integrierten Leitstelle Traunstein (ILS) bestätigt dieses Verfahren: „Die Leuchttürme werden beispielsweise an Feuerwehrhäusern oder Rathäusern aufgestellt, von wo aus Logistik, Notstrom und Kraftstoffverteilung gesteuert werden kann.“ Auch Notrufe an die ILS können von den Leuchttürmen aus erfolgen. Die ILS wiederum seien redundant abgesichert, so Gschwendner. Die Traunsteiner Leitstelle habe Batteriepuffer für einen halben Tag sowie eine Notstromversorgung über ein Dieselaggregat für eine Woche. „Sollte der Strom länger weg sein, gibt es auch noch die Möglichkeit Aggregate von extern einzuspeisen“, so Gschwendner.

Wie kann man die Leitstellen erreichen?

„Bei einem Blackout sind Integrierte Leitstellen auch mit digitalen Funkgeräten nicht erreichbar, sondern ausschließlich über ein eigenes Digitalfunknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS),“ so der Pressesprecher der Stadt Rosenheim. „Beim Ausfall von Telefon- und Handynetz können Bürger zur Abgabe von dringenden Notrufen das Rathaus oder das nächstgelegene Feuerwehrgerätehaus aufsuchen. Informationen im Falle eines Blackouts erfolgen über Radiodurchsagen (batterie- oder solarbetriebenes Radio bzw. Autoradio), und gegebenenfalls über Sirenenwarnsignale oder Lautsprecherdurchsagen.“

Funk statt Mobilfunk?

Laut Gschwendner arbeite die Telekom derzeit an Lösungen dafür, dass das Handynetz so lange wie möglich aufrechterhalten werden kann. Auch an Lösungen für den Digitalfunk arbeite man. Aktuell würden Satellitentelefone beschafft. „Die Beschaffung digitalfunkfähiger Geräte für Privatpersonen ist aber nicht möglich.“ Privatnutzern empfiehlt der ILS-Geschäftsführer ein batteriegepuffertes Modem, welches bei kurzfristigem Stromausfall helfen könne, das Festnetztelefon funktionsfähig zu halten.

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