Busunternehmen gründen neue Verkehrsgemeinschaft Rosenheim

"Das Einzelkämpferdasein alleine reicht nicht mehr aus" 

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Vertragsunterzeichnung durch die Vertreter der sechs Verkehrsunternehmen: v.l.: Ingmar Töppl, Kurt Margreiter, Julia Steinbrecher, Gerhard Reiter, Michael Schmidt, Claudia Hollinger
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Landkreis Rosenheim - Ende 2019 beschloss die Stadt und der Landkreis Rosenheim den neuen Nahverkehrsplan. Jetzt haben sich sechs Busunternehmen aus dem Landkreis zusammengetan und die neue Verkehrsgemeinschaft Rosenheim gegründet.

Über zwei Jahre nach Start des Projektes ist der Nahverkehrsplan für den Landkreis Rosenheim im November 2019 beschlossen worden. Nun haben sich sechs private Busunternehmen aus dem Landkreis zusammengetan und gründeten am 29. Januar 2020 die neue Verkehrsgemeinschaft Rosenheim. Am Mittwochvormittag unterzeichneten sie den gemeinsamen Gesellschaftsvertrag. 

ÖPNV soll noch attraktiver werden

Die Verkehrsgemeinschaft besteht aus sechs Verkehrsunternehmen (Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO), Stadtverkehr Rosenheim GmbH, Hollinger Omnibusunternehmen GmbH, Omnibusbetrieb Reiter GmbH, Chr. Margreiter Verkehrsunternehmen GmbH, Benno Steinbrecher Omnibusbetrieb). Das gemeinsame Ziel: Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ausbauen und den ÖPNV des Landkreises Rosenheim noch attraktiver und einheitlicher zu gestalten. Die Unternehmen möchten Fahrpläne besser aufeinander abstimmen, Parallelverkehre vermeiden und für ihre Kunden eine einheitliche Öffentlichkeitsarbeit und Fahrgastinformation anbieten. 

Erste Veränderung für April/Mai angestrebt

Michael Schmidt, RVO Niederlassungsleiter Marketing Ost machte am Mittwoch deutlich: "Das Einzelkämpferdasein alleine reicht nicht mehr aus. Wir müssen alles tun, dass wir die Kunden zufrieden stellen." Erstes Ziel der Verkehrsgemeinschaft ist die wechselseitige Anerkennung von Busfahrkarten in allen Partnerunternehmen. Später soll dann ein gemeinsames Ticket angeboten werden, das über die App "Wohin du willst" auch als Handyticket gelöst werden kann. Auch die Fahrplaninfos aller Linienbusunternehmen im Landkreis können dann über diese App abgerufen werden. Die Verantwortlichen streben an, dass es im April/Mai dieses Jahres schon erste spürbare Veränderungen geben wird. Ein gemeinsames Ticket soll noch in diesem Jahr kommen.

Basis für die Aktivitäten sei der neue Nahverkehrsplan. "Der enthält zahlreiche Anregungen für den Verkehr. Wir wollen jetzt zusammen mit der Verkehrsgesellschaft Rosenheim neue Wege gehen und ein maßgeschneidertes ÖPNV-Angebot schaffen", so Schmidt. Alle Beteiligten vertreten insgesamt 56 Buslinien im Landkreis, die jährlich etwa 15 Millionen Fahrgäste befördern. 

jb

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