Analyse der Zahlen im Landkreis Rosenheim

Corona-Infizierte der Kommunen: Lage scheint sich zu entspannen - nur wenige Ausnahmen

Die Zahl der „aktiv“ mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis Rosenheim sinkt insgesamt: In welchen Kommunen sich die Lage besonders entspannt, welche Orte am stärksten belastet sind und wo die Kurve trotzdem nach oben geht zeigt unsere Analyse.

Landkreis Rosenheim - Es geht in die richtige Richtung: 110 Menschen weniger als in der Vorwoche sind laut Landratsamt mit Stand vom 28. April aktuell mit dem Coronavirus infiziert. In Stadt und Landkreis Rosenheim sind es derzeit insgesamt 1189. Das entspricht im Schnitt 0,37 Prozent der Gesamtbevölkerung. In 28 der 47 Kommunen ging die Zahl der „aktiven“ Fälle im Vergleich zur Vorwoche zurück. Auch in den - in Relation zur Einwohnerzahl - am stärksten belasteten Gemeinden hat sich die Situation nicht oder kaum verschärft.

Zahl der Corona-Infizierten in vielen Gemeinden im Kreis Rosenheim leicht rückläufig

Bei den absoluten Zahlen der Kommunen liegt die Stadt Rosenheim mit aktuell 270 Fällen an der Spitze - 22 weniger als in der Vorwoche und außerdem der niedrigste Wert für die Stadt seit sieben Wochen. Auf den weiteren Plätzen folgen Bad Aibling (87 Fälle), Kolbermoor (83), Wasserburg (59) und Prien (42). Zwei Kommunen fallen hierbei auf: In Kolbermoor ging die Zahl um elf nach oben, dagegen sank sie in Prien deutlich um 24. Allerdings war die Zahl auch in Kolbermoor, zum Beispiel zum Monatsanfang, schon einmal höher.

Die momentan „aktiven“ Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim (rechte Spalte), Stand 28. April (zum Vergrößern zoomen oder unten rechts klicken).

Deutlich nach unten bei den „aktiven“ Fällen ging es aber nicht nur in Prien, sondern auch wieder in Bruckmühl. Im Vergleich zum 1. April konnte die Zahl inzwischen mehr als halbiert werden, momentan gibt es noch 36 Corona-Infizierte in Bruckmühl. Ein Minus von 14 Fällen verzeichnet im Vergleich zur Vorwoche auch Söchtenau, von wo jetzt 17 aktuelle Fälle gemeldet werden. Deutlich nach unten ging es erneut auch in Aschau oder Bernau. Vereinzelt verzeichnen Kommunen aber noch immer deutliche Anstiege an „aktiv“ Infizierten: In Feldkirchen-Westerham sind es jetzt 32 (plus acht), Frasdorf verdoppelt sich von sieben auf 14, das Plus in Kolbermoor wurde bereits genannt.

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegen nun alle Kommunen unter der Ein-Prozent-Hürde. Am stärksten ist die Belastung mit 0,83 Prozent jetzt in Flintsbach. Es folgen Söchtenau (0,64 Prozent), Oberaudorf (0,63 Prozent), Rimsting (0,6 Prozent) und Gstadt (0,58 Prozent). In Schonstett, Ramerberg und Prien, die prozentual vor zwei Wochen noch ganz vorne mit dabei waren, hat sich die Lage inzwischen entspannt. Die Stadt Rosenheim bewegt sich mit 0,43 Prozent etwa im Landkreis-Schnitt. Weiterhin „Corona-frei“ ist die Fraueninsel.

Zahlen der Todesfälle, Intensivpatienten und Geimpften

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben. Als Beispiel: Kleine Gemeinden mit einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim.

Seit Beginn der Pandemie wurden 16.583 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim gezählt. Als genesen gelten 14.890. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 504 Todesfälle in Stadt und Landkreis zu beklagen - die selbe Zahl wie in der Vorwoche. 19 Patienten werden derzeit auf einer Intensivstation behandelt. Mittlerweile wurden in Stadt und Landkreis Rosenheim 62.747 Personen mit der Erstimpfung versorgt, darüber hinaus haben 21.966 Personen auch schon die Zweitimpfung erhalten.

xe

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