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So denken die Menschen in der Region über den Lockdown

„Die Stimmung? Beschissen! Der Geduldsfaden ist mehr als überspannt“

Beim Kaufland in Bad Aibling ist einen Tag nach Verkündung des bevorstehenden Corona-Lockdowns alles ganz normal.
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Beim Kaufland in Bad Aibling ist einen Tag nach Verkündung des bevorstehenden Corona-Lockdowns alles ganz normal.

Landkreis - Ab Montag greifen in ganz Deutschland drastische Beschränkungen. Besonders hart trifft es Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Viele Bürger in der Region haben wenig Verständnis für die Beschlüsse der Regierung. Wir haben einige Stimmen aus der Bevölkerung der Region zum Lockdown.

Donnerstag, 9.30 Uhr in Bad Aibling: Knapp einen halben Tag ist es her, als Bundeskanzlerin Angela Merkel die neuen strengen Corona-Maßnahmen verkündet hat. In den Supermärkten in der Kurstadt herrscht reges Treiben, doch Situationen wie im Frühjahr, als sich Menschen um Klopapier und Tomatensoße stritten, bleiben aus. Die Regale sind gut gefüllt, die Atmosphäre ruhig. Alles scheint normal. „Wir beobachten aktuell keine flächendeckende Veränderung des Einkaufsverhaltens der Kunden. Wir können auch weiterhin eine ausreichende Versorgung mit allen Produkten des täglichen Bedarfs sicherstellen“, heißt es beispielsweise von Seiten EDEKA Südbayerns auf Nachfrage von rosenheim24.de.

So sehen die Menschen aus der Region den bevorstehenden Lockdown

Doch die Stimmung in der Bevölkerung ist ob der bevorstehenden Maßnahmen gespalten. rosenheim24.de hat sich bei den Menschen in der Region umgehört: „Die Stimmung? Beschissen! Der Geduldsfaden ist mehr als überspannt“, sagt Simona S. aus Rosenheim. „Laut RKI infizieren sich nur 0,5% in der Gastronomie, wo bleibt die Sinnhaftigkeit? Genau die, die in den letzten Monaten das Hygienekonzept akribisch und korrekt umgesetzt haben (siehe Zahlen RKI), die, die sowieso schon so unter neuen Regelung/Auflagen leiden mussten, genau die sollen jetzt wieder bestraft werden? Die unter 0,5 % Ansteckungsrate in Gastronomie hat wohl kaum was mit verfrühten Sperrstunden zu tun, sondern mit dem täglichen Einsatz von Gastronomen und seinen Mitarbeitern und den treuen Gästen natürlich die alles mitmachen.“

Katrin L. aus Kolbermoor findet die Maßnahmen der Regierung vollkommen unverhältnismäßig: „Meine eigene und die Stimmung meines ganzen Umfelds macht mir schon lange Angst und Bange. Die Sorgen um die Menschen, die zusehends extrem unter den Maßnahmen der Regierung leiden, werden von Tag zu Tag unerträglicher. Mit dem jetzigen Lockdown bestätigt sich die schon lang vermutete Sorge, dass es sich hier weder um Schutz der Bevölkerung noch um Gesundheit handelt. Ich fühle mich von der gesamten Regierung durch ihre widersprüchlichen Aussagen, ihr nicht nachvollziehbares Handeln und ihr menschenunwürdiges Verhalten enorm im Stich gelassen und hintergangen. Was hier gerade passiert ist das vermutlich größte Verbrechen in allen Bereichen an der Menschheit.“

„Die jungen Leute halten sich nicht mehr an die Regeln“

Rosemarie L. aus Bad Aibling ist da anderer Meinung. Sie gehört selbst zur Risikogruppe und kann die Maßnahmen verstehen. „Irgendwas muss man machen. Die Zahlen sind so hoch wie noch nie und irgendwann packt unser Gesundheitssystem das nicht mehr. Man sieht ja, dass vor allem die jungen Leute sich schon gar nicht mehr an die Regeln halten. Und jetz im Herbst ist man noch anfälliger.“

Julia K. aus Bad Aibling, die selber in der Hotelerie arbeitet, sieht vor allem die Schließung der Gastronomie kritisch: „Es reicht! Seit Monaten arbeiten wir an extremen Hygienekonzepten und setzten diese mit akribischer Genauigkeit um und dokumentieren alles bis ins kleinste Detail. Probleme wie enorme Müllproduktion oder Schmerzen durch Haut welche sich von den Handflächen löst, wegen ständigem putzen, desinfizieren und tragen der Einweghandschuhe, gehören zu unserem Tagesgeschäft. Es ist mehr als anstrengend ständig auch gereizte Gästen an die Vorgaben zu erinnern, um die Einhaltung so zu gewährleisten. Nach all diesen Strapazen zu hören, in der Gastronomie sei die Ansteckungsgefahr zu hoch, ist einfach Schwachsinn…

jb

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