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Corona-Wochenbericht Stand 13. Mai

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim im Überblick

Symbolbild
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Corona in Rosenheim (Symbolbild)

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 13.05.2021 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Die Mitteilung im Wortlaut:

Aktuelle Lage

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass der seit Mitte Februar erfolgte Anstieg des Infektionsgeschehens im Landkreisgebiet abgebremst wurde und die Zahl der Neuinfektionen im Stadtgebiet und Landkreis erfreulicherweise rückläufig sind.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 14. Mai (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 110,15 (am: 6. Mai 171,52), für den Landkreis Rosenheim bei 88,78 (am: 6. Mai 102,55). 

Besorgniserregende Varianten

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 2683 Fälle (Landkreis 2017, Stadt 666) (am 6. Mai: 2487) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die südafrikanische Variante (B1.351), über den bereits berichtet wurde, in 3 Fällen (familiäre Häufung im Landkreisgebiet) um die brasilianische Variante (P.1) und in allen anderen Fällen um die britische (B.1.1.7). Hiervon wurden dem Gesundheitsamt seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 6. Mai, 24 Uhr 197 Fälle gemeldet. Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID-19-Fällen enthalten.

Auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts sind die Gebiete mit einem erhöhten Auftreten der Virusvarianten ausgewiesen.

Aktuelle Lage in den Kliniken:

78 (am 6. Mai: 73) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 21 Patienten (am 6. Mai: 21) auf einer Intensivstation

Infektionsschutzmaßnahmen

Das Gesundheitsamt kann weiterhin die positiv Gemeldeten tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.

„Das Infektionsgeschehen scheint im Landkreisgebiet, und nun auch im Stadtgebiet abgebremst zu sein, was uns Anlass zu vorsichtigem Optimismus gibt. Insgesamt ist es aber noch zu früh, um für die Region Entwarnung zu geben.“ Trotz der rückläufigen Neuinfektionen dürfen wir nicht riskieren, dass durch Unachtsamkeit, Unvernunft oder Leugnung der Realität die Infektionszahlen wieder durch die Decke gehen und so schweren Erkrankungen den Weg bereiten.

Auch wenn die Impfungen in der Region schon weit fortgeschritten sind, so gibt es weiterhin eine sehr große Zahl vulnerabler Personen aufgrund Alters oder schwerer chronischer Grunderkrankungen. Die dominierende britische Variante bewirkt nicht nur eine schnellere Infektionsübertragung, sondern sie ist von der Schwere der Erkrankungen auch gefährlicher. 

Bedeutsam  für die Neuinfektionen ist weiterhin die Tatsache, dass aktuell über 66 Prozent aller Übertragungen  im privaten Umfeld Familie und Freundeskreis stattfinden. 

Das Gesundheitsamt appelliert daher zum wiederholten Mal an jeden Bürger, die bekannten AHA-L-Regeln einzuhalten, sich impfen zu lassen und weiterhin auf Reisen zu verzichten. Wir haben die Waffen, den unsichtbaren Feind zu bekämpfen und zu besiegen, geben Sie sich einen Ruck, seien Sie konsequent, rücksichtsvoll und mitmenschlich in Ihrem Verhalten, damit wir alle aus der Pandemie herauskommen hin zu einem Frühlingserwachen mit geöffneten Geschäften und Gastronomiebetrieben, Präsenzunterricht in Schulen und erweiterten sozialen Aktivitäten. 

Infektionen unter Kindern und Jugendlichen

Über 20 Prozent der neu gemeldeten Fälle seit 1. April entstammen aus der Altersgruppe der 0 bis 19-Jährigen. Wiederholt ereignen sich Fälle und vereinzelt auch Ausbruchsgeschehen in Kitas und Schulen.

In der Regel zeigen Kinder und Jugendliche einen asymptomatischen oder milden Krankheitsverlauf. Jedoch treten auch in diesen Altersgruppen schwere Verläufe, insbesondere bei chronischen Vorerkrankungen, insbesondere der Lunge und des Herzens auf. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern sind auch schwere Verläufe beschrieben. In einer europaweiten Studie waren ein Alter unter einem Monat, das Vorliegen einer Vorerkrankung sowie Anzeichen einer Infektion der unteren Atemwege Risikofaktoren für eine Aufnahme auf die Intensivstation. In seltenen Fällen entwickeln Kinder ein Krankheitsbild, welches als „paediatric inflammatory multisystem syndrome (PIMS)“ in Kombination mit einem „toxic shock syndrome“ (TSS) bezeichnet wird. Der Großteil der Kinder muss intensivmedizinisch versorgt werden. Es ist unstrittig, dass Kinder und Jugendliche auch durch die Infektionsschutzmaßnahmen mit Kontaktbeschränkungen und die Einschränkungen, z.B. bei der Kinderbetreuung und im Schulunterricht, stark belastet sind.

Insofern wird auch von Seiten des Gesundheitsamtes Rosenheim grundsätzlich ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche begrüßt. Das ist aber noch ein weiter Weg: Zunächst muss von Seiten der Impfstoffhersteller die Zulassung eines Impfstoffs für Kinder bei der Zulassungsbehörde (für die EU die European Medical Agency - EMA) beantragt werden. Diese muss die Unterlagen prüfen, damit sichergestellt ist, dass der Impfstoff wirksam ist sowie ein sehr gutes Sicherheitsprofil aufweist. Ein solcher potenzieller Impfstoff würde dann durch die Ständige Impfkommission (STIKO) bewertet werden. Die STIKO würde in der Folge darüber entscheiden, ob ein solcher Impfstoff für Kinder zu empfehlen ist oder nicht.

Impfungen 

Insgesamt sind circa 100.670 Impfungen seit Impfstart vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese erfolgt. 73.476 davon waren Erstimpfungen, 27.198 Zweitimpfungen. Insgesamt 9.576 dieser Impfungen wurden in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis Rosenheim verabreicht.

Seit dem 29. März 2021 ist das zweite Impfzentrum auf der Loretowiese in Betrieb, sodass – abhängig von der verfügbaren Menge an Impfstoff – die Impfkapazität des gemeinsamen Impfzentrums Rosenheim deutlich erhöht werden konnte. Seit dem 19. April wird dem Impfzentrum kein Impfstoff der Firma AstraZeneca mehr für Erstimpfungen geliefert. Für Erstimpfungen stehen dem Impfzentrum die Impfstoffe von Biontech/ Pfizer und Moderna zur Verfügung.

Seit dem 31. März werden in Stadt und Landkreis Rosenheim auch Impfungen gegen COVID-19 in Arztpraxen durchgeführt. Bis einschließlich 11. Mai konnten durch die niedergelassenen Ärzte bereits 31.606 Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt werden. Die Arztpraxen handeln dabei nicht im Auftrag des Impfzentrums Rosenheim - bei Fragen zur Impfung gegen das Coronavirus in einer Arztpraxis wenden Sie sich daher bitte direkt an Ihren Hausarzt. 

Es werden nun auch explizit jüngere impfwillige Bürger gebeten, sich für die Impfung gegen COVID-19 im Impfzentrum unter https://impfzentren.bayern zu registrieren. Besteht ausnahmsweise keine Möglichkeit zur Internetnutzung, ist auch eine telefonische Registrierung bei der Impfhotline unter der Rufnummer 08031/ 365 8899 möglich. Die bayerische Software errechnet automatisch nach bestimmten Algorithmen die Priorisierung gemäß der jeweils geltenden Coronavirus-Impfverordnung anhand der erfolgten Angaben des Bürgers. Das Impfzentrum oder das Gesundheitsamt können hierauf keinen Einfluss nehmen. Bitte sehen Sie daher von Anfragen zur Höherpriorisierung oder vorgezogenen Impfungen an das Impfzentrum oder das Gesundheitsamt ab. Neben dem jeweiligen Alter werden von der Software auch berufliche und medizinische sowie Einrichtungsindikationen entsprechend berücksichtigt. Der Zeitpunkt der Registrierung bzw. die Wartezeit hat keinen Einfluss auf die Priorisierung.

Bereits registrierte Personen können einsehen, welcher Priorität diese von der Software zugeordnet worden sind. Hierfür muss man sich mit dem bei der Registrierung vergebenen Passwort im Account unter https://impfzentren.bayern einloggen. Anschließend können auch die eingegebenen Daten überprüft und ggf. aktualisiert sowie der gesamte Account oder einzelne Personen in einem Account gelöscht werden. Sollten Sie bereits in einer Arztpraxis die Impfung erhalten haben, wird um zeitnahe Löschung des Accounts im bayerischen Registrierungsportal gebeten. 

Die Impfberechtigung muss am Impftag zwingend im Impfzentrum ausreichend belegt werden (z. B. mittels eines gültigen Ausweisdokuments, einer Arbeitgeberbescheinigung und/ oder eines ärztl. Attests). Grundsätzlich ist für jede Angabe in BayIMCO ein entsprechender Nachweis bei der Erstimpfung im Impfzentrum vorzulegen. Ein Formblatt für eine Arbeitgeberbescheinigung und eine Bestätigung für enge Kontaktpersonen von schwangeren und nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person kann auf der Homepage des Landkreises Rosenheim heruntergeladen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass Schwangerschaft und Pflegebedürftigkeit gesondert nachgewiesen werden müssen. Eine Vorab-Übersendung von ärztlichen Attesten ist weder notwendig noch gewünscht. Die jeweils vorhandenen Erkrankungen sind in der Registrierungssoftware von jedem Bürger entsprechend auszuwählen und das ärztliche Attest muss anschließend am Tag der Erstimpfung im Impfzentrum vorgelegt werden.

Um Warteschlagen vor dem Impfzentrum zu vermeiden, werden die Bürger mit Termin gebeten, pünktlich zu erscheinen. Aufgrund vermehrter Nachfragen wird darauf hingewiesen, dass sich Bürger über die tägliche Zahl an Impfungen je Bundesland sowie den Fortschritt bei den einzelnen Zielgruppen auf der Seite des Impf-Dashboards des Bundesministerium für Gesundheit informieren können. 

Geimpfte Personen können ggf. auftretende Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Impfstoffen) dem Paul-Ehrlich-Institut digital melden. Hierfür hat das PEI die App „SafeVac 2.0“ entwickelt. Ebenso kann diese Meldung online unter https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html erfolgen. Teilnehmer an dieser Beobachtungsstudie tragen so aktiv dazu bei, weitere Erkenntnisse über COVID-19-Impfstoffe zu gewinnen.

Fallzahlenentwicklung

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 6. Mai, 24 Uhr, wurden dem Gesundheitsamt 302 neue Fälle (am 6. Mai: 437) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 17312 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 13484, Stadt: 3828). Mittlerweile wurde bei mindestens 15742 Personen eine Genesung dokumentiert. 510 Personen (am 6. Mai: 509) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 450, Stadt: 60). Von den Verstorbenen waren 19 (am 6.Mai: 19) Personen unter 60 Jahren. 344 (am 6. Mai: 344) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurde eine Person (am 6. Mai: 5) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben ist. Die Person war zwischen 60 und 80 Jahre alt und war nicht in einem Heim betreut worden.

Infektionsquellen

Übersicht über Infektionsumfeld und Testanlass für den Zeitraum 7. Mai bis 13. Mai (Tag nach letztem Wochenbericht bis Tag heutiger Wochenbericht) bei neu gemeldeten Fällen (Stand 13. Mai, 24 Uhr):

InfektionsumfeldProzent
Arbeitsplatz6,8
Kita, Schule, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen2,1
Privater Haushalt66,0
Freizeit3,7
Medizinische Einrichtungen1,0
Sonstiges3,7
Nicht ermittelbar/Quelle unbekannt16,8
Gesamt100,0
TestanlassProzent
Verdachtsmeldung34,6
Kontaktpersonennachverfolgung43,2
Testung/Reihentestung12,0
Einreise aus Risikogebiet0,4
Sonstiges9,8
Nicht ermittelbar0,0
Gesamt100,0
7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner.
Gemeldete Covid-19-Fälle pro Tag in Stadt und Landkreis Rosenheim.
Altersstruktur der Fälle ab 1. April 2021.
Gemeldete Covid-19-Verstorbene pro Tag in Stadt und Landkreis Rosenheim.
Altersstruktur der Todesfälle.

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

GemeindeFälleGeneseneDifferenz der Fälle zur Vorwoche
Albaching9490+1
Amerang156142+1
Aschau im Chiemgau286256+0
Babensham142116+14
Bad Aibling1136999+29
Bad Endorf408377+2
Bad Feilnbach514459+17
Bernau am Chiemsee356313+8
Brannenburg367324+9
Breitbrunn am Chiemsee7068+0
Bruckmühl759718+7
Chiemsee2*+0
Edling237218+6
Eggstätt171161+3
Eiselfing142137+1
Feldkirchen-Westerham434388+6
Flintsbach am Inn213193+0
Frasdorf129115+1
Griesstätt127118+4
Großkarolinenfeld304284+3
Gstadt am Chiemsee8576+0
Halfing139133+2
Höslwang7574+0
Kiefersfelden446403+5
Kolbermoor1003929+12
Neubeuern150137+1
Nußdorf am Inn165157+0
Oberaudorf322297+5
Pfaffing189177+5
Prien am Chiemsee470439+0
Prutting138124+1
Ramerberg5753+2
Raubling583521+17
Riedering345307+2
Rimsting148121+8
Rohrdorf am Inn321287+12
Rosenheim38283479+69
Rott am Inn167152+8
Samerberg156149+0
Schechen331291+6
Schonstett6360+1
Söchtenau202185+6
Soyen175158+1
Stephanskirchen417399+1
Tuntenhausen341312+11
Vogtareuth130119+6
Wasserburg am Inn753666+7

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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