Analyse der Entwicklung zur Vorwoche

Corona-Zahlen der Rosenheimer Kommunen: Diese drei Dörfer sind am stärksten belastet

Die Infiziertenzahlen im Landkreis bewegen sich seit Wochen auf einem stabil hohen Niveau - bei der Analyse der Gemeindezahlen fallen aber nicht die Städte besonders auf, sondern drei Dörfer, die relativ am stärksten belastet sind. Und: Eine Gemeinde ist seit langem „Corona-frei“.

Landkreis Rosenheim - 1257 Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim gelten momentan als „aktiv“ mit dem Coronavirus infiziert. Im Landkreis-Schnitt sind das 0,39 Prozent der gesamten Bevölkerung. Die Zahlen stammen vom Landratsamt, Stand 16. April. Setzt man die Infiziertenzahlen jeder Kommune ins Verhältnis zur Einwohnergröße sind es drei kleine Gemeinden, die herausstechen: Am stärksten mit dem Virus belastet ist demnach Söchtenau. Die 31 aktuell positiven Fälle machen 1,16 Prozent der Bevölkerung aus.

Corona-Zahlen auf Gemeindeebene im Landkreis Rosenhein

Nach Söchtenau folgen auf Platz 2 und 3 weitere kleine Gemeinden: 1,02 Prozent sind derzeit in Schonstett infiziert, nämlich 14 Personen und die zwölf Infizierten in Ramerberg machen dort 0,88 Prozent aus. Auch Frasdorf, Flintsbach, Bernau und Prien sind mit 0,6 bis 0,7 Prozent momentan verhältnismäßig stark mit dem Coronavirus belastet. Eine Gemeinde im ganzen Landkreis kann heute - wie schon seit Wochen - „Corona-frei“ vermelden, nämlich Frauenchiemsee. Auch in Bad Feilnbach, Breitbrunn, Feldkirchen-Westerham oder Soyen ist momentan nur 0,1 Prozent der Bevölkerung „akut“ mit dem Coronavirus infiziert.

Die momentan „aktiven“ Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim (rechte Spalte), Stand 16. April (zum Vergrößern zoomen oder unten rechts klicken).

Prien, Ramerberg, Söchtenau und Schonstett fallen auch bei der Entwicklung über die vergangenen Wochen auf. In Prien hat sich die Anzahl der „aktiv“ Coronainfizierten seit Monatsbeginn von 37 auf jetzt 76 mehr als verdoppelt, ebenso in Ramerberg von fünf auf nun zwölf. Und in Söchtenau und Schonstett hat sich die Zahl seit 25. März in etwa vervierfacht. Auffallend positiv ist die Entwicklung dagegen in Brannenburg: Waren es dort am 25. März noch 44 aktuelle Corona-Fälle sind es jetzt nur noch halb so viele.

Betrachtet man nur die absoluten Zahlen ist die Stadt Rosenheim natürlich Spitzenreiter: Mit den 272 Fällen bewegt man sich aber - im Verhältnis zur großen Bevölkerungszahl - aber im Landkreis-Schnitt. Die zweitmeisten Fälle hat Kolbermoor (78), gefolgt von Prien (76), Bad Aibling (70), Bruckmühl (58) und Wasserburg (54).

Zahlen der Todesfälle, Intensivpatienten und Geimpften

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben. Als Beispiel: Kleine Gemeinden mit einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim.

Seit Beginn der Pandemie wurden 15.815 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim gezählt. Als genesen gelten 14.064. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 494 Todesfälle in Stadt und Landkreis zu beklagen.. 19 Patienten werden derzeit auf einer Intensivstation behandelt. Mittlerweile wurden in Stadt und Landkreis Rosenheim 46.544 Personen mit der Erstimpfung versorgt, darüber hinaus haben 21.296 Personen auch schon die Zweitimpfung erhalten.

xe

Rubriklistenbild: © Stadt Rosenheim

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