"Burglind" brachte Orkanböen und Gewitter - Keine Hochwassergefahr

Maximal 40 Sturmeinsätze: Region kommt glimpflich davon

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Auch die Feuerwehr Holzham war bei Sturmtief "Burglind" gefordert und musste zur Beseitigung von Bäumen ausrücken.
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Landkreis - Auch unsere Region bekam am Mittwoch das Sturmtief "Burglind" zu spüren. Deswegen hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch eine Unwetterwarnung herausgegeben. Diese ist inzwischen aufgehoben. Es gab allerdings Verkehrsbehinderungen und kleinere Einsätze der Rettungskräfte:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Sturmtief "Burglind" erreichte am Mittwoch auch unsere Region.
  • Der DWD warnte vor Orkanböen in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land am Mittwoch. 
  • In der Zeit von 10.30 Uhr bis 14 Uhr wurde außerdem vor schweren Gewittern mit Orkanböen gewarnt.
  • Insgesamt kam es am Mittwoch bis 14 Uhr zu etwa 40 sturmbedingten Einsätzen 
  • Auch am Dienstagmorgen wurde bis 8 Uhr vor Sturmböen gewarnt. In zwei Fällen kam es zu Verkehrsbehinderungen durch einen auf die A8 gestürzten Ast und einen auf die B12 gestürzten Baum.

UPDATE, 11.50 Uhr - Polizeibilanz rund um Holzkirchen

Im Dienstbereich der Polizei Holzkirchen waren die Einsatzkräfte am Mittwochnachmittag durchaus in erheblicher Weise wegen des Sturms gefordert. Auch Feuerwehr und Straßenmeisterei mussten ran.

Durch Sturmböen wurden Bäume entwurzelt, die darauf auf Fahrbahnen stürzten. Betroffen waren die B13 zwischen Holzkirchen und Sachsenkam, die Staatsstraße 2073 von Holzkirchen Richtung Dietramszell, die Staatsstraße 2573 zwischen Otterfing und Arget sowie zwischen Holzkirchen und Otterfing. Die Straßen mussten zur Beseitigung der Bäume durch die Feuerwehren teilweise gesperrt werden.

UPDATE, Donnerstag, 8.15 Uhr: Keine Hochwassergefahr

Anders als im Norden Bayerns besteht in unserer Region keine Hochwassergefahr. Dies teilt der Hochwassernachrichtendienst Bayern auf seiner Homepage mit. 

UPDATE, Donnerstag, 6.30 Uhr - Weniger als 40 Einsätze

Die Region ist in Sachen Sturm relativ glimpflich davon gekommen. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd registrierte in seinem Dienstbereich am Mittwoch bis 14 Uhr lediglich etwa 40 sturmbedingte Einsätze, hauptsächlich wegen Ästen und Bäumen, die auf Straßen gefallen waren. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt. In Stadt und Landkreis Rosenheim waren die Einsatzkräfte weniger als ein Dutzend Mal beschäftigt.

Update, 22 Uhr: Entwarnungen offiziell aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst hat die amtliche Unwetterwarnung für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land am Mittwochabend, um 22 Uhr, offiziell mit einer Mitteilung aufgehoben. Die Warnung galt am 3. Januar, von 6 Uhr bis 22 Uhr. Betroffen sind Lagen über 1.500 Meter gewesen. Es bestand die Gefahr des Auftretens von Orkanböen der Stufen 3 von 4.

Update, Bilder:

Bilder: Sturmtief "Burglind" zieht durch die Region

Update, 14.10 Uhr - Auch Gewitterwarnung aufgehoben

Auch die Warnung vor schwerem Gewitter für die Landkreise der Region besteht nicht mehr. Der Deutsche Wetterdienst meldet Entwarnung.

Update, 13.55 Uhr - DWD hebt Warnungen auf

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die bis dato gültigen Warnungen vor Orkanböen für die Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land soeben mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Update, 12.20 Uhr - Autobahn, B15 und B472 wieder frei

Die Behinderungen auf der A8, der B472 und der B15 konnten laut Verkehrsmeldungen inzwischen beseitigt werden. Hier fließt der Verkehr nun wieder normal. Lediglich auf der B12 gibt es zwischen Reichertsheim und Ramsau noch Störungen.

Update, 11.40 Uhr - Bäume stürzen auch auf Autobahn

Auch auf den Autobahnen gibt es nun Schwierigkeiten. Betroffen ist vor allem die A8 (Rosenheim - Salzburg). Gleich zweimal wurden soeben von dort umgestürzte Bäume gemeldet. Und zwar einmal in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Bernau und Frasdorf und einmal in Fahrtrichtung Salzburg zwischen den Ausfahrten Traunstein/Siegsdorf und Neukirchen.

Wie "groß" die Hindernisse sind und wann diese beseitigt sind, ist derzeit unklar. Weitere Verkehrsinformationen gibt es auch auf www.bayerninfo.de.

Update, 11.30 Uhr - Bäume und Äste auf B12, B15 und B472

Sturmtief "Burglind" ist nun endgültig in der Region angekommen. Es gibt nun auch erste Auswirkungen auf den Verkehr in der Region.

So gibt es derzeit Probleme auf der B12 (München - Mühldorf). Zwischen Reichertsheim und Ramsau besteht in beiden Fahrtrichtungen Gefahr durch umgestürzte Bäume. Ebenso betroffen ist die B472 zwischen Irschenberg und Bad Tölz. Nach der Abzweigung nach Sperlasberg sind ebenfalls Bäume auf die Straße gestürzt.

Darüber hinaus werden auch Behinderungen von der B15 (Rosenheim - Landshut) gemeldet. Zwischen Pfaffenhofen und Westerndorf St. Peter sind wohl zahlreiche Baustellenschilder umgestürzt und auf die Straße gefallen.

Update, 10.50 Uhr - Herreninsel gesperrt

Jetzt ist auch die Herreninsel aufgrund der aktuellen Sturmwarnung für Besucher komplett gesperrt worden. Es bestehe die Gefahr von Astbrüchen und umstürzenden Bäumen, hieß es von Seiten der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Die Sperre gilt für Mittwoch, 3. Januar.

Update, 10.25 Uhr: Warnmeldung aktualisiert

Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnmeldung vor Schwerem Gewitter aktualisiert. Diese gilt nun bereits ab 10.30 Uhr.

Update, 10.15 Uhr: Kein Skibetrieb am Wendelstein

Der Skibetrieb am Wendelstein ist bereits nach wenigen Tagen wieder eingestellt worden. Durch Regen und milde Temperaturen wurde die Skipiste am vergangenen Samstag aufgeweicht. Das berichtet Radio Charivari.

Nach Informationen der Betreiber sei die Schneedecke derzeit zwar in einem akzeptablen Zustand. Man warte aber, wieder bis es kalt genug ist. Erst dann können die Pisten wieder für Wintersportler freigegeben werden. 

Update, 9.50 Uhr: Warnung vor schwerem Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern mit Orkanböen in der Region im Zeitraum von 11.30 bis 14 Uhr. Dabei gibt es Orkanböen mit Geschwindigkeiten um 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) sowie kleinkörnigen Hagel.

Der Wetterdienst warnt vor möglichen Gefahren. Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie Abstand besonders von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Update, 9.30 Uhr: Burglind erreicht Bayern

Sturmtief „Burglind“ macht auch vor den bayerischen Zoos nicht Halt. "Zur Sicherheit von Besuchern, Tieren und Mitarbeitern haben wir entschieden, den Tierpark heute nicht zu öffnen", erklärte der Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn gegenüber unserem Partnerportal merkur.de. "Bei orkanartigen Böen besteht beim alten Baumbestand Hellabrunns eine starke Gefahr vor herunterfallenden Baumteilen. Gefährliche Tiere wie Großkatzen und Bären bleiben in ihren Ställen." Auch der Augsburger Zoo teilte mit, dass er aufgrund der aktuellen Wetterwarnung geschlossen bleibe.

Die Betreiber der Zugspitzbahn teilten laut merkur.de mit, dass die Zahnradbahn ausschließlich zwischen den Zugspitzbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Eibsee verkehren sollte - auf Deutschlands höchsten Berggipfel geht es aber nicht. Auch das Skigebiet Garmisch-Classic bleibe geschlossen. Andernorts könnten ebenfalls Liftanlagen wegen des drohenden Sturms den Betrieb einstellen, hieß es in einer Mitteilung weiter.

Update, 9.25 Uhr: Sturmtief erreicht Hessen

"Burglind" hat auch Hessen kräftige Böen beschert und den Verkehr teilweise lahmgelegt. Vielerorts stürzten Bäume um und behinderten den Verkehr. Bei Limburg fiel ein Baum auf die Oberleitung der Bahn und bremste Züge auf der Strecke Limburg-Frankfurt aus. Das Polizeipräsidium Westhessen registrierte zahlreiche umgestürzte Bäume. Es gingen laufend Meldungen ein, vor allem für den Rheingau, Hochtaunus und Limburg, sagte ein Sprecher. Die Polizei riet auch über den Kurznachrichtendienst Twitter, vorsichtig zu sein, gerade bei Fahrten durch Waldgebiete.

Update, 7 Uhr: Orkanböen sorgen für Verkehrsbehinderungen in NRW

Orkanartige Böen sind am Mittwochmorgen mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde über den Westen Deutschlands gefegt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. In Nordrhein-Westfalen kam es zu vielen Verkehrsbehinderungen durch Tief "Burglind". Laut Polizei standen etwa Straßen in Essen und Mülheim unter Wasser, Gegenstände flogen umher. Ein umgestürzter Baum blockierte die wichtige Regionalbahnlinie zwischen Aachen und Düsseldorf. Auch auf den Autobahnen A44 zwischen Jülich und Aldenhoven und auf der A59 bei Duisburg kam es laut WDR und Radio Duisburg zu Behinderungen. Auf der A44 stürzte ein Hochsitz auf die Fahrbahn. Die Polizei in NRW bat Autofahrer, besonders vorsichtig zu fahren.

Am Vormittag sollte die Kaltfront in Richtung südliches Hessen, Baden-Württemberg und Bayern weiterziehen. Der Wind soll Spitzengeschwindigkeiten zwischen 100 und 130 Stundenkilometern erreichen. Die Unwettergefahr nehme im Laufe des Vormittags vom Westen aus ab, so ein Meteorologe gegenüber der dpa. An der Nordseeküste könne es am späten Vormittag orkanartige Böen geben.

dpa

Update, Mittwoch 5.15 Uhr: Weiterhin Warnung

Ausgangs der Nacht nimmt der Wind deutlich zu. Ab dem Vormittag sind von Nordwesten her verbreitet schwere Sturmböen um 100 km/h (Bft 10) wahrscheinlich. Bei kräftigen Schauern und Gewittern treten vorübergehend orkanartige Böen bis 115 km/h (Bft 11) auf, gebietsweise sind auch Orkanböen über 120 km/h (Bft 12) nicht ausgeschlossen. Im Schwarzwald und in den Alpen kommt es zudem oberhalb von 600 m zu extremen Orkanböen über 140 km/h (Bft 12+). Am Nachmittag nimmt die Unwettergefahr ab, wenngleich sich weiterhin Schauer und Gewitter mit teils schweren Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) bilden können.

Der Wetterdienst warnt, dass möglicherweise vereinzelt zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden können. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände.

Außerdem treten oberhalb 1500 Metern Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 km/h (25m/s, 48kn, Bft 10) und 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit extremen Orkanböen bis 140 km/h (39m/s, 76kn, Bft 12+) gerechnet werden.

Daher warnt der Wetterdienst, dass oberhalb von 1500 Metern unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich sind. Bäume können zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Update, 19.25 Uhr: Amtliche Unwetterwarnung

Der Deutsche Wetterdienst hat nochmals eine amtliche Unwetterwarnung für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land herausgegeben. Die Warnung gilt am 3. Januar, von 6 Uhr bis voraussichtlich 22 Uhr. Betroffen sind Lagen über 1.500 Meter. Es besteht die Gefahr des Auftretens von Orkanböen der Stufen 3 von 4.

Update, 10.25 Uhr: Vorabwarnung vor Orkanböen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vorab vor Orkanböen am Mittwoch in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land. Die Warnung gilt am Mittwoch, im Zeitraum von 6 bis 16 Uhr. 

Ausgangs der Nacht nimmt der Wind deutlich zu. Ab dem Vormittag sind von Nordwesten her verbreitet schwere Sturmböen um 100 km/h wahrscheinlich. Bei kräftigen Schauern und Gewittern treten vorübergehend orkanartige Böen bis 115 km/h auf, gebietsweise sind auch Orkanböen über 120 km/h nicht ausgeschlossen. Im Schwarzwald und in den Alpen kommt es zudem oberhalb von 600 m zu extremen Orkanböen über 140 km/h. Am Nachmittag nimmt die Unwettergefahr ab, wenngleich sich weiterhin Schauer und Gewitter mit teils schweren Sturmböen bis 100 km/h bilden können.

Der DWD weißt daraufhin, dass dies  ist ein erster Hinweis auf erwartete Unwetter ist. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Die Prognose werde in den nächsten 18 Stunden konkretisiert. Es wird darum gebeten, die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit zu verfolgen.

Update, 8.05 Uhr: Warnung vor Windböen noch bis 16 Uhr

Um 8 Uhr hat der DWD seine Warnung vor Sturmböen in der Region überwiegend aufgehoben. Bis 22 Uhr ist noch die Warnung vor Sturmböen oberhalb von 1.500 Metern im Berchtesgadener Land und dem Landkreis Traunstein gültig.

Bis 16 Uhr wird außerdem noch in der gesamten Region vor Windböen mit bis zu 60 km/h gewarnt. 

Update, 6.05 Uhr: Ast beseitigt

Der Ast auf der A8 bei Frasdorf konnte inzwischen beseitigt werden. Der Verkehr fließt wieder normal.

Update, 5.50 Uhr: Warnung vor Ast auf der A8

Aktuell liegt eine Warnung vor einem auf der A8 Salzburg Richtung München zwischen Chiemsee und Frasdorf auf der Fahrbahn liegenden Ast vor. Die B12 - München Richtung Mühldorf zwischen Hohenlinden und Maithenbeth war zudem zwischen 5.30 und 5.50 Uhr zwischenzeitlich wegen eines umgestürzten Baums gesperrt worden.

Die Wetterwarnung:

Im Zeitraum bis 8 Uhr treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) gerechnet werden.

Der Wetterdienst weist dabei auf mögliche Gefahren hin. Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände.

Bis 16 Uhr am Dienstagnachmittag treten außerdem Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) gerechnet werden.

Speziell im Berchtesgadener Land und dem Landkreis Traunstein treten bis 22 Uhr außerdem oberhalb 1500 m schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) und 90 km/h (25m/s, 48kn, Bft 10) aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen um 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden.

Darüber hinaus muss mit Glätte durch verbreitet überfrierende Nässe sowie geringfügigen Schneefall gerechnet werden.

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