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Europawahl 2019 im Landkreis Rosenheim: Ergebnis, Fazit, Stimmen

Grüne, AfD und FW: Kein regionaler Kandidat, aber trotzdem zufrieden

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Von links: Grünen-Kreisvorsitzende Steffi König, AfD-Kreisvorsitzender Andreas Winhart, MdL und Freie Wähler-Kreisvorsitzender Sepp Hofer.
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Landkreis Rosenheim - Auch wenn sie keinen regionalen Kandidaten bei der Europawahl aufgestellt haben, sind drei Parteien mit dem Ergebnis überaus zufrieden. 

>>>Hier im Ticker: Alle aktuellen Entwicklungen nach der Europawahl<<<

"Wir freuen uns sehr über die hervorragenden Ergebnisse für Bündnis 90/ Die Grünen bundesweit und insbesondere auch in Stadt und Landkreis Rosenheim. Hier sind wir überall zweitstärkste Kraft geworden, oft sehr deutlich. Das ist ein großer Erfolg und eine Bestätigung unserer Arbeit in den letzten Jahren", freuen sich Steffi König und Hubert Lingweiler, Kreisvorsitzende von  Bündnis 90/Die Grünen in Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Wählerinnen und Wähler hätten damit ein sehr eindeutiges Signal gesendet. "Mehr als 20 Prozent haben sich deutschlandweit für die Grünen entschieden und damit gegen eine Politik des 'weiter so'. Bei den drängenden Fragen der Zeit wie Klimawandel, Artenschwund und soziale Gerechtigkeit konnten wir vor allem auch junge Menschen mit unseren Inhalten und unseren kompetenten Kandidatinnen und Kandidaten überzeugen", so die Kreisvorsitzenden. Obwohl sie keinen regionalen Kandidaten hatten, konnten sich die Grünen im Landkreis erheblich von 12 auf 18 Prozent verbessern. In der Stadt um 7,5 Prozent auf 21,9 Prozent. "Ein Wermutstropfen bleiben aber bei aller Freude die Ergebnisse der antieuropäischen rechten Parteien." 

Das Ergebnis im Landkreis Rosenheim:

Ebenfalls keinen regionalen Kandidaten aber trotzdem ein zufriedenstellendes Ergebnis hatte die AfD. "Wir sind nach einem sehr, sehr harten Wahlkampf sehr zufrieden", erklärt Kreisvorsitzender Andreas Winhart, MdL. "Vor allem haben wir ein besseres Ergebnis als die SPD holen können." Auch im Vergleich zum restlichen Oberbayern sei im Landkreis Rosenheim ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis geholt worden. "Besser hat nur die Mühldorfer AfD abgeschnitten, aber dort gibt es ja auch unsere Hochburg in Waldkraiburg." Natürlich habe es auch in einigen Gemeinden Verluste gegeben. "Aber ich finde es bemerkenswert, dass beispielsweise die Kiefersfeldener CSU-Kandidatin dort Verluste hatte!"

Das Ergebnis für die Stadt Rosenheim:

Zuletzt auch die Freien Wähler traten ohne regionalen Kandidaten an, verbesserten sich aber in Stadt und Landkreis Rosenheim um ein beziehungsweise zwei Prozent. "Da merkt man an, was es ausmacht, dass wir nun in der Landesregierung sind", erklärt Kreisvorsitzender Sepp Hofer. "Hier wie überall konnten wir kleine, aber feine Zuwächse erzielen." Er sei optimistisch, dass die Freien Wähler bald auch in andere Landesparlamente einziehen und dann auch insgesamt sehr viel bessere Wahlergebnisse erzielen können würden.

Die Ergebnisse in Oberbayern:

Freud und Leid bei Parteien mit Kandidaten

Die Ergebnisse aller Gemeinden im Landkreis

Bei den übrigen Parteien, die auch eigene Kandidaten aufgestellt hatten, gab es, wie am Wahlabend berichtet, Freud und Leid. "Ich bin mit dem Ergebnis in Kiefersfelden sehr zufrieden", freute sich CSU-Kandidatin Isabella Ritter gegenüber unserer Redaktion."Das es Verluste gibt, davon bin ich ausgegangen. Aber das wir auf glatte 44 Prozent kommen, hätte ich nicht erwartet."

"Das ist schon eine kalte Dusche", bemerkte SPD-Kandidatin und Europaabgeordnete Maria Noichl gegenüber unserer Redaktion mit Blick auf das Ergebnis für die Kreisfreie Stadt Rosenheim. "Wir hatten uns mehr erhofft und an den Infoständen auch ein deutlich besseres Gefühl." Wichtig sei aber, dass es um den europäischen Blick gehe. "Die Europawahl wird nicht im Landkreis Rosenheim oder Bayern verloren oder gewonnen. Die Sozialdemokraten sind in einigen Ländern wieder sehr stark gewesen und im Parlament wieder die zweitstärkste Kraft!" Noichl wird, voraussichtlich, auf Grund der Kombination des SPD-Ergebnisses mit ihrem Listenplatz 4, als einziger regionaler Kandidat wieder ins EU-Parlament einziehen.

Bayernpartei-Chef Weber war sichtlich unzufrieden mit dem Ergebnis in seiner Heimatgemeinde Bad Aibling:"Offensichtlich ist es uns hier nicht gelungen, klar zu machen, dass wir Chancen bei der Wahl hätten!" Seine Partei verlor in Bad Aibling deutlich um 1,7 Prozent auf 1,9 Prozent. "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis", erklärte dagegen ÖDP-Kandidat Ludwig Maier am Wahlabend. In Soyen verlor seine Partei 0,7 Prozent im Vergleich zu 2014 und kam auf 6,6 Prozent der Stimmen. Damit liegt sie aber immerhin noch im Bereich der SPD, die sich um 3,7 Prozent auf 7,4 Prozent verschlechterte. "Allgemein hat sich die ÖDP bei dieser Wahl ja verbessert. Hoffen wir, dass ein zweiter Sitz herausspringt, auch wenn ich etwas meine Zweifel habe."

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