Nach tödlicher Attacke auf Feuerwehrmann in Augsburg

Feuerwehren von Rosenheim bis Marktschellenberg: "Zivilcourage muss..."

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Landkreis/Augsburg - Ganz Deutschland steht seit Freitag unter Schock. Sieben junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 19 Jahren gerieten mit einem 49-jährigen Mann in Augsburg in Streit. Wenig später folgte ein tödlicher Schlag gegen den Kopf des älteren Mannes. Feuerwehren in der ganzen Republik trauern um den Kollegen und drückten am Montagabend um 18 Uhr gemeinsam ihre Verbundenheit aus. 

Am Freitagabend, 6. Dezember,  wurde ein Feuerwehrmann in Augsburg bei einem gewaltsamen Streit in der Innenstadt getötet. Der 49-Jährige war zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Pärchen unterwegs, als es zu der Auseinandersetzung mit einer Gruppe von sieben jungen Männern kam. Der Feuerwehrmann starb nach einem Schlag gegen den Kopf noch im Rettungswagen.

Augsburg: Sieben junge Männer nach Attcke in U-Haft

Nach der tödlichen Attacke auf den 49-jährigen Feuerwehrmann sitzen sieben Tatverdächtigen in Untersuchungshaft. Die Verdächtigen sind zwischen 17 und 19 Jahre alt. Der Hauptverdächtige sei libanesischer Herkunft, die anderen sechs Verdächtigen haben die deutsche Staatsangehörigkeit.

Worum es bei dem Streit ging und was genau zu dem Angriff geführt hat, sagten die Ermittler zunächst nicht. Der 49-Jährige habe sich aber „regelkonform“ verhalten, berichtete unser Partnerportal merkur.de.

Feuerwehrleute aus ganz Deutschland und aus unserer Region trauern derweil gemeinsam mit den Augsburger Kollegen. „Unser Beruf ist etwas Besonderes, der Zusammenhalt und die Kollegialität sind über die Grenzen unserer Feuer- und Rettungswachen hinaus bekannt. Wir sind in unterschiedlichen Städten tätig, aber uns verbindet der Beruf“, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Feuerwehr-Gesellschaft.

Feuerwehren aus der Region setzen Zeichen

Als Zeichen der Verbundenheit entzündeten zahlreiche Feuerwehrler vor Feuer- und Rettungswachen im ganzen Land am Montagabend um 18 Uhr Kerzen.

So auch die Freiwillige Feuerwehr Bruckmühl, Kolbermoor oder Marktschellenberg.

"Auch wir kommen dem Traureraufruf der deutschen Feuerwehr Gewerkschaft nach... Zivilcourage muss ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft bleiben", heißt es auf der Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr Bruckmühl. 

Ebenfalls die Freiwillige Feuerwehr Kolbermoor setzte ein Zeichen.

"In stillem Gedenken entzündeten wir vor unserem Gerätehaus um 18 Uhr eine Kerze."

Neben den zwei Feuerwehren aus dem Landkreis Rosenheim zündeten zum Beispiel auch die Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Marktschellenberg "in den schweren Stunden des Abschieds" Kerzen an.

"Wir sind in Gedanken bei der Familie, den Freunden und den Kameraden/-innen des verstorbenen Berufsfeuerwehrmannes aus Augsburg."

mz

Rubriklistenbild: © screenshot Facebook

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