Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Jemand daheim?

Ideen für das halbleere Einfamilienhaus: Wirtschafts-Forum Mangfalltal lädt zur Leerstandskonferenz ein

Wirtschafts-Forum Mangfalltal e.V. Leerstandskonferenz
+
Im September lädt das Wirtschafts-Forum Mangfalltal e.V. zur Leerstandskonferenz in Kolbermoor.

Kolbermoor - Das Wirtschafts-Forum Mangfalltal e.V. lädt von 21. bis 23. September zur hochkarätig besetzten Leerstandskonferenz in die Alte Spinnerei nach Kolbermoor.

Die Meldung im Wortlaut

Wie kann aus den halbleeren Häusern wieder aktiver Wohnraum werden und überhaupt:  Wie wohnt es sich in der Zukunft auf dem Land? Die Leerstandskonferenz „Jemand  daheim?“ leuchtet in dunkle Treppenhäuser, verstaubte Obergeschosse, ungenutzte  Gästezimmer und bringt im September Hauseigentümer:innen mit Ideengeber:innen, Projektumsetzer:innen und politischen Entscheider:innen in der Alten Spinnerei in  Kolbermoor (Oberbayern) zusammen. Veranstaltet vom Wirtschafts-Forum Mangfalltal  e.V., kuratiert von den Beteiligungsexpert:innen des Architekturbüros nonconform, moderiert von „Almost“-Autor Wojciech Czaja und nachverdichtet durch zahlreiche  Expertenreferate und Exkursionen, verspricht die Leerstandskonferenz 2022 einen neuen  Blick auf das Thema Zukunftswohnen im ländlichen Raum. Die Teilnahme ist kostenlos*,  verbindliche Anmeldung aufgrund des begrenzten Platzangebots unter: www.jemand-daheim.de.  

Der Traum vom Eigenheim oder ein Alptraum an Zersiedelung? Gebaut für die Familie mit  Kindern, wird das eigene Haus im Alter für Paare oder alleinstehende Senior:innen zur  Belastung. Gleichzeitig wächst der Wohndruck, leistbare Grundstücke sind Mangelware.  

„Die Siedlungsstruktur in vielen Teilen des Landes ist von der Wohnform des  Einfamilienhauses geprägt. Dieses Wohnmodell wird aber der Diversität der Gesellschaft  auch im ländlichen Raum längst nicht mehr gerecht. Als Siedlungsstruktur ist sie durch den  hohen Erschließungsaufwand enorm flächenintensiv, durch das kleinteilige Bauvolumen  nicht energieeffizient und daher aus ökologischen Gründen nur noch schwer vertretbar.  Gleichzeitig bleibt sie aber die beliebteste und nachgefragteste Wohnform“, wissen Roland  Gruber und Torsten Klafft vom Architekturbüro nonconform, die als Kuratoren der Konferenz fungieren.  

Ein Teufelskreis? Ziel der Leerstandskonferenz in Kolbermoor ist es, die Problematik  untergenutzter Gebäude zu erfassen, die Potentiale für zukünftiges Wohnen sichtbar zu  machen und gemeinsam mit Expertinnen und Experten über Lösungsansätze nachzudenken.  

„Wie sehen Modelle des Tauschens und Teilens aus? Wie könnte sinnvoll nachverdichtet und  im Sinne der Kreislaufwirtschaft Materialien wiederverwendet werden? Welche alternativen  Wohnmodelle schaffen die Transformation hin zu einem klimaneutralen Leben?“, fragen  Altbürgermeister Michael Pelzer und Bürgermeister Anton Wallner, Vertreter der fördergebenden LEADER Regionen.

Drei ideenreiche Leerstandskonferenz-Tage erwarten die Teilnehmer: innen. Den Auftakt  der interdisziplinär besetzten Veranstaltung bildet die Filmvorführung des österreichischen  Kinokabarett-Klassikers „Hinterholz 8“ mit anschließendem Leinwandgespräch. Der darauffolgende Vormittag bietet eine Reihe an Fachvorträgen und Diskussionsrunden mit  Expert:innen aus Deutschland, Skandinavien und Österreich. Am Nachmittag wird die  Leerstandskonferenz mobil: Unterwegs mit Ideenbussen lernen die Teilnehmer:innen vier  verschiedene Best Practice Wohnprojekte der Region kennen. Am Abend wird Erfolgsautor Daniel Furhop („Verbietet das Bauen“) ein Dinner Speech zum unsichtbaren Leerstand geben. Seine Anregungen bilden die Grundlage zum spielerischen Weiterdenken beim  gemeinsamen Essen und Trinken.

Der Abschlusstag ist für ein Ideenfeuerwerk reserviert, in den Hauptrollen: „Pyrotechniker“ in Form von Architekt:innen, Bürgermeister:innen, Quartiers- und Projektentwickler:innen  und Bewohner:innen bereits umgesetzter Projekte. Die Leerstandskonferenz endet mit einem gemeinsamen Suppenessen, vielen Erkenntnissen zur Mehrnutzung der traditionellen Wohnform des Einfamilienhauses und zukunftsweisenden Visionen zum „Allengerechten“ Wohnen auf dem Land.  

Über die Leerstandskonferenz

Veranstalter ist das Wirtschafts-Forum Mangfalltal e.V., finanziell gefördert von den beiden  LEADER Regionen (LAGs) Kreisentwicklung Miesbacher Land und Mangfalltal-Inntal sowie  von den fünf Gemeinden Bad Wiessee, Kolbermoor, Otterfing, Rohrdorf und Tuntenhausen  aus der Region.  

nonconform ist Organisator und direkter Ansprechpartner für Interessierte.  Das deutsch-österreichische Architekturbüro nonconform wurde mit der Kuratierung und  Organisation der Konferenz beauftragt und baut inhaltlich auf die Erfahrung und Umsetzung  von sieben Leerstandskonferenzen zu unterschiedlichen Facetten untergenutzter Gebäude in  den letzten 10 Jahren auf. Ganz nach dem Motto „miteinander weiterdenken“ sieht  nonconform die Aufgabe vor allem darin, die nachhaltige Entwicklung und Revitalisierung  von Gebäuden, öffentlichen Räumen und Infrastrukturen voranzutreiben.

Pressemitteilung Wirtschafts-Forum Mangfalltal e.V.

Kommentare