Polizei zieht Bilanz

"Fuß vom Gas"! Hunderte Temposünder am Aktionstag erwischt

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Landkreis - Zu schnelles Fahren ist immer noch die Ursache Nummer eins bei schweren Verkehrsunfällen. Mehr als jeder dritte tödliche Verkehrsunfall wird von Rasern verursacht. Die immer noch hohe Zahl an Unfallopfern zeigt deutlich, dass weiterhin intensive und öffentlichkeitswirksame Geschwindigkeitskontrollen erforderlich sind, um einen dauerhaften Einstellungs- und Verhaltenswandel der motorisierten Verkehrsteilnehmer herbeizuführen.

Update, Donnerstag 11.55 Uhr: Polizei zieht Bilanz nach Aktionstag

Nicht nur in Bayern sondern auch im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ist nach wie vor überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache für tödliche Verkehrsunfälle. Bislang verunglückten in diesem Jahr 78 Verkehrsteilnehmer im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (63 Verkehrstote im Vergleichszeitraum bis 25.10.2017). Auch eine Steigerung bei den Geschwindigkeitsunfällen mit tödlichem Ausgang wurde festgestellt. Im Jahr 2017 lag der Anteil in Bayern bei 37,17 Prozent (226 von 608 Verkehrstoten) und in Oberbayern Süd bei 44,16 Prozent (34 von 77 Verkehrstoten). 

Um möglichst viele Verkehrsteilnehmer für die Risiken und die Gefährlichkeit von überhöhter Geschwindigkeit zu sensibilisieren und dadurch einen breiten Denk- und Lernprozess anzustoßen, wurde am 24. Oktober 2018 der flächendeckende Aktionstag „Fuß vom Gas“ durchgeführt. In der Zeit von 6 Uhr bis 24 Uhr mussten an rund 100 verschiedenen Messstellen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 629 Verkehrsteilnehmer wegen Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit beanstandet werden. 

Um das Thema „Geschwindigkeit“ noch besser im Bewusstsein der Fahrzeugführer zu verankern, nimmt auch der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, Stellung: „Der Polizei liegt besonders am Herzen, dass alle Verkehrsteilnehmer gesund und sicher nach Hause kommen. Mit diesem Aktionstag „Fuß vom Gas“ wollen wir nicht an den Geldbeutel der Auto- und Motorradfahrer, vielmehr ist unser Ziel, das Gefahrenbewusstsein der motorisierten Verkehrsteilnehmer für zu schnelles Fahren nachhaltig zu schärfen und auf die dramatischen Folgen der Raserei hinzuweisen.

Die Schwerpunktkontrollen gegen Raser finden im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 'Bayern mobil – sicher ans Ziel' statt. Das große Maßnahmenpaket reicht von verstärkter Öffentlichkeitsarbeit über Verkehrsüberwachung bis hin zur verbesserten Verkehrsraumgestaltung. Das Verkehrssicherheitsprogramm ist unter www.sichermobil.bayern.de abrufbar.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Vorbericht

Die Polizei hat für diesen Mittwoch in vielen größeren Kommunen Geschwindigkeitskontrollen angekündigt. Mit ihrem flächendeckenden Aktionstag "Fuß vom Gas" will sie bei allen Verkehrsteilnehmern "einen dauerhaften Einstellungs- und Verhaltenswandel'" herbeiführen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt. Nur so könne erreicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung, “die ursächlich durch überhöhte Geschwindigkeit verursachten Verkehrsunfälle mit Verkehrstoten zu reduzieren.”

Bayernweit seien überhöhte Geschwindigkeiten mit mehr als 40 Prozent die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle. Im Vorjahr starben insgesamt 548 Menschen auf Bayerns Straßen, davon 226 aufgrund zu hoher Geschwindigkeit. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd waren es 34.

Ziel der Aktion ist es, die ursächlich durch überhöhte Geschwindigkeit verursachten Unfälle mit Verkehrstoten zu reduzieren.

mh/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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