Droht ein Rekordjahr bei Zecken?

2018 bereits 52 Borreliose-Fälle im Landkreis Rosenheim gezählt

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Zecke
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Landkreis - Immer wieder wird vor Zecken in der Region gewarnt. Doch die Zahl der Erkrankungen ist konstant niedrig. Auch Tiere sind mittlerweile gut versorgt, sagt Dr. Cosima Butenandt von der gleichnamigen Tierklinik in Rosenheim.

Zahlreiche Patienten kommen immer wieder in die Hausarztpraxen der Region, da sie Angst haben, an einem Zeckenbiss erkrankt zu sein. Immerhin haben Experten 443 Zecken pro standardisierter Fläche von 100 Quadratmeter für diesen Sommer prophezeit - statt 180 der Krabbeltierchen wie zum Beispiel im  vergangenen Sommer.

Eine deutliche Zunahme der Zeckenpatienten etwa im Vergleich zum Vorjahr sieht Dr. Fritz Ihler, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Rosenheim sowie Praxen in Rosenheim und Schechen betreibt, aber nicht, wie er gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt erklärt.

2018 sind im Landkreis Rosenheim bisher 52 Fälle von Borreliose-Erkrankungen gemeldet worden, wie das Landratsamt auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen mitteilt, und nennt als Vergleichszahl zum Vorjahr 99 Fälle sowie 2016 immerhin 114.

Ein weiteres Problem bei Zecken ist das FSME-Virus. Der Anteil an solchen Zecken liegt in der Region unter fünf Prozent, weshalb die Zahl der Erkrankungen mit 13 im Vorjahr und sieben im Jahr 2016 deutlich geringer ist als bei Borreliose - 2018 liegt sie bislang bei fünf bekannten Fällen, heißt es in dem Bericht.

Was sind Borreliose und FSME?

Bei Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die beim Biss der Zecke übertragen werden kann, wie Dr. med. Lothar Schmidt, Facharzt für Neurologie und Nervenheilkunde, von der Apotheken-Umschau zitiert wird.

Demnach zeigt sich Borreliose mit folgenden Symptomen:

  • Wanderröte: charakteristische ringförmige Rötung, deren Durchmesser anwächst
  • Nervenschmerzen
  • Lähmungen
  • Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, aber auch Rückenmark und peripheren Nerven
  • Gelenkbeschwerden
  • Hautveränderungen

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Virusinfektion, die ebenfalls fast ausschließlich von infizierten Zecken übertragen wird, wie Dr. med. Lothar Schmidt, Facharzt für Neurologie und Nervenheilkunde, gegenüber der Apotheken-Umschau erklärt.

Das FSME-Virus löst nicht immer Symptome aus. Die meisten Menschen spüren gar nichts von der Infektion, nur etwa ein Drittel der Betroffenen ist von Symptomen betroffen.

Demnach zeigt sich FSME mit folgenden Symptomen:

  • grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen (auch wiederholt)
  • Hirnhäute und Gehirn können sich entzünden
  • in manchen Fällen ist auch das Rückenmark betroffen
  • je nach Schwere der Krankheit kommt es zu starken Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder Lähmungen.

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ksl

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