Aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit Rosenheim

Immer mehr Pendler in der Region

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Die Auspendlerströme der Region

Landkreis Rosenheim - Zahlreiche Menschen pendeln in die Region, um zu arbeiten. Noch mehr pendeln aber aus, wie aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit zeigen:

„Unser Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, in den vergangenen Jahren immer weiter auf zuletzt knapp 188.600 (Vorjahr: 183.600) gestiegen (Zähltag Juni 2017)“, sagt Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur. 

Fast 37.000 Personen pendeln in die Region

„Wir konnten im vergangenen Jahr seit April in jedem Monat eine Arbeitslosenquote von unter 3,0 Prozent verzeichnen. Auch im Januar 2018 ist die Arbeitslosenquote – vor allem aufgrund von Kündigungen in witterungsabhängigen Außenberufen – lediglich auf 3,0 Prozent angestiegen. Dennoch nehmen die Arbeitnehmer verstärkt einen weiteren Arbeitsweg in Kauf, da die richtige Stelle wohl seltener direkt vor der Haustür liegt.“

Die Einpendlerströme der Region

Cujai dazu: „36.940 Personen pendeln täglich oder wöchentlich in unseren Agenturbezirk ein, um einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen. Das sind 1.140 mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie. Von den Einpendlern stammen mit 9.240 Personen die meisten aus dem Agenturbezirk Traunstein, gefolgt von 9.090 Arbeitnehmern aus dem Agenturbezirk München (Stadt und Landkreis München) und 4.630 Einpendlern aus dem Agenturbezirk Weilheim. 1.550 weitere sind Grenzgänger und kommen aus einem anderen Staat, in der Regel aus Österreich.“

Mehr Aus- als Einpendler

Die Agenturleiterin erklärt weiter: „151.380 der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze werden von Männern und Frauen besetzt, die im Bezirk arbeiten und wohnen. Aber auch ihr Arbeitsplatz liegt häufig nicht in der Gemeinde, in der sie gemeldet sind. So haben Menschen, die in der kreisfreien Stadt Rosenheim wohnen, beispielsweise häufig ihren Arbeitsplatz im Kreis Rosenheim und Einwohner aus dem Landkreis Miesbach arbeiten im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, um ein Beispiel zu nennen.“

Rund 213.210 (5.380 mehr als im Vorjahr) Personen, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, haben ihren Wohnsitz im Bezirk der Arbeitsagentur Rosenheim. Immer mehr von ihnen, zuletzt 61.820, sind sogenannte Auspendler und arbeiten außerhalb des Agenturbezirkes. Cujai dazu: „Knapp 37.000 Menschen, also rund 60 Prozent der Auspendler, sind im Agenturbezirk München angestellt. 

An zweiter Stelle steht der Agenturbezirk Weilheim mit 6.030 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die dorthin auspendeln, gefolgt vom Agenturbezirk Freising mit 4.870 Personen. Daraus ergibt sich, dass 24.880 mehr Arbeitnehmer aus- als einpendeln, was die Sogwirkung der Landeshauptstadt unterstreicht.“

Ein- und Auspendler für die einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim

Die Stadt Rosenheim zählt 35.440 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 23.871, das heißt mehr als zwei Drittel davon, werden durch Einpendler besetzt. Die meisten davon kommen aus dem Landkreis Rosenheim (17.383), dem Landkreis Traunstein (1.109) und der Stadt München (980). 24.779 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben die Stadt Rosenheim als ihren Wohnort gemeldet. 13.238 Personen, also mehr als die Hälfte der Anwohner, arbeiten außerhalb. Die meisten davon pendeln in den Landkreis Rosenheim (7.680), die Stadt München (2.437) und den Landkreis München (637).

Im Landkreis Rosenheim sind 81.449 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze registriert. 25.049 davon, also knapp ein Drittel der Stellen, werden durch Einpendler besetzt. Die meisten davon kommen aus der Stadt Rosenheim (7.680), dem Landkreis Traunstein (4.597) und dem Landkreis Mühldorf am Inn (2.013). 100.009 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben den Landkreis Rosenheim als ihren Wohnort gemeldet. 43.785 davon sind Auspendler. Die meisten davon arbeiten in der Stadt Rosenheim (17.383), der Stadt (8.360) und dem Landkreis München (3.866).

Auch in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen zahlreiche Pendler

Im Landkreis Miesbach sind 34.994 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze registriert. 12.263, das heißt knapp ein Drittel davon, werden durch Einpendler besetzt. Die meisten davon kommen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (2.613), der Stadt Rosenheim (2.350) und der Stadt München (2.169). 

38.631 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben den Landkreis Miesbach als ihren Wohnort gemeldet. 15.925 davon – und damit mehr als 40 Prozent - arbeiten außerhalb des Landkreises. Die meisten pendeln in die Stadt München (6.431), den Landkreis München (3.102) und den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (1.465).

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind 36.699 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze registriert, 9.996 davon werden durch Einpendler besetzt. Die meisten davon kommen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau (1.906), der Stadt München (1.750) und dem Landkreis Miesbach (1.465). 

49.789 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen als ihren Wohnort gemeldet. 23.116 davon arbeiten außerhalb des Landkreises. Die meisten pendeln in die Stadt München (7.841), den Landkreis München und den Landkreis Weilheim- Schongau (2.917).

Bundesweiter Pendleratlas der Agentur für Arbeit

Nähere Angaben zu diesen Pendlerdaten hat die Bundesagentur für Arbeit in einem bundesweiten Pendleratlas mit interaktiver Kartendarstellung zusammengefasst. Im Pendleratlas können Informationen zu den Aus- und Einpendlern und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung am Wohn- und am Arbeitsort für jeden Kreis in Deutschland abgerufen werden

Dabei werden die zehn Kreise des unmittelbaren Nahbereiches (ca. 150 km) ausgewiesen, in denen die meisten Auspendler arbeiten oder aus denen die meisten Einpendler kommen. Den Pendleratlas findet man unter statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistische- Analysen/Interaktive-Visualisierung/Pendleratlas/Pendleratlas-Nav

Pressemeldung Agentur für Arbeit Rosenheim

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