Pressemeldung Logistik Kompetenz Zentrum Prien GmbH

Innovationen für den Gütertransit am Brenner

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Teilnehmer der Pressekonferenz auf dem Podium: Karl Fischer, Geschäftsführer der LKZ Prien GmbH, Kurt Metz, Moderator, Mirko Pahl, Chief Executive Officer der TX Logistik AG, Dr. Frank Albers, Geschäftsführer/Managing Director Sales & Marketing der Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG (v.l.n.r.).

Landkreis Rosenheim - Um die gegenwärtige Stagnation bei der Verkehrsentwicklung im Inntal mit Blockabfertigung, Fahrverboten und dem Handlungsdruck von Transportwirtschaft und Bevölkerung zu beenden, sind zeitnah Lösungen notwendig.

Der Brennerkorridor ist einer der wichtigsten und höchstfrequentiertesten alpenquerende Übergang im europäischen Güterverkehr. Dabei hat der Lkw einen Anteil am Modalsplit am Brenner von 71 Prozent, die Bahn von 29 Prozent. Da in Österreich die Rollende Landstraße (RoLa) zwischen Wörgl und Brenner Lkw auf die Schiene verlagert, sind es im bayerischen Inntal nur 22 Prozent. Somit besteht ein riesiges Potenzial für die Verlagerung von der Straße auf die Schiene. 

Pariser Klimaziele müssen erreicht werden

Zudem zwingt das erwartete Wachstum des Gütertransports die Transportwirtschaft zur Neugestaltung der Logistikketten. Auch die Treibhausgasemissionen müssen gemäss der Pariser Klimakonferenz von 2015 um 95 Prozent gesenkt werden. Andere Wirtschaftszweige haben Beiträge zur CO2 Reduzierung erbracht, der Ausstoß im Verkehr stagniert auf hohem Niveau. Der Schienengüterverkehr ist hier die Lösung, da er 80 % weniger CO2 ausstößt. 

Für das Ziel des Bayerischen Verkehrsministeriums, am Brenner in den nächsten fünf Jahren jährlich zwei Prozent des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu verlagern, müssen zusätzlich 20 Güterzüge je Richtung und Tag für den Schienengüterverkehr angeboten werden. Damit ist die Kapazität auf dieser Strecke erreicht. 

Für die notwendige effiziente und wirtschaftliche Abwicklung der gesamten Transportkette vom Verlader bis zum Empfänger sind alle Akteure an einen runden Tisch zu bringen: Politik, Verbände, Verlader, Transporteure, Spediteure, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Terminal- und Infrastrukturbetreiber sowie Sattelanhänger- und Wagonhersteller. Nur so lassen sich die Komponenten einer effizienten Logistikkette erfolgreich bündeln, um die gleiche Qualität wie ein durchgehender Straßentransport zu erreichen.

Diese Projekte könnten eine Lösung sein

Die Projekte BRECO.Train, BRECO.Hub, BRECO.QM, Future Trailer und Future Wagon bringen diese notwendigen Optimierungen mit den verschiedenen Beteiligten auf den Weg. Die "Zutaten" sind dabei die passenden Rahmenbedingungen technischer, organisatorischer, betrieblicher, infrastruktureller sowie politischer und rechtlicher Art.

Mit dem Projekt „BRECO.Train“ wurde vom Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien GmbH, ein marktfähiges Konzept entwickelt, das die bereits gewonnenen Erkenntnisse aus den Projekten NiKRASA und Future Trailer einbezieht. Die heute nur zu ca. 80 Prozent ausgelasteten Güterzüge werden mit nicht-kranbaren Sattelanhängern und der Umschlagplatte NiKRASA aufgefüllt. Eine weitere gravierende Optimierung ist das Flügeln und Kuppeln. Dabei werden in BRECO.Hubs im Raum Oberbayern und Tirol durch Ankuppeln einzelner Wagengruppen die Zuglängen Richtung Norden von 550 m auf 740 m verlängert und Richtung Süden entsprechend verkürzt. Damit wird die Verlagerung von 240.000 Lkw-Fahrten innerhalb von fünf Jahren ohne bedeutende Investitionen in die Infrastruktur realisierbar.


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