Grafik: In diesen Ländern haben sie sich angesteckt

Bald zweiter Test gefordert - 90 Prozent aller Getesteten seit August sind Reiserückkehrer

Coronavirus-Test
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Landkreis Rosenheim - Die steigenden Zahlen von positiv auf das neuartige Corona-Virus getesteten Personen sind in der Region überwiegend auf Reiserückkehrer zurückzuführen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Auffallend ist, dass ein Teil von ihnen sich nicht in einem vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebiet aufgehalten hatte. Landrat Otto Lederer und Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März empfehlen daher allen Reiserückkehrern, sich freiwillig testen zu lassen. Zu den Reisezielen, die nicht Risikogebiete sind, in denen sich Urlauber infiziert haben, zählen unter anderem Italien sowie Teile Rumäniens und Kroatiens.

Landrat Lederer appelliert, die Testmöglichkeiten am Flughafen oder den Autobahnen anzunehmen. Da sich allerdings etwa drei Viertel aller infizierten Reisenden in einem Risikogebiet aufhielten, entschied der Landkreis, analog zur Stadt Rosenheim, einen verpflichtenden zweiten Test fünf bis sieben Tage nach Reiserückkehr anzuordnen.

Die Exposition der bestätigten COVID19-Fälle seit August in Stadt und Land Rosenheim.

Eine darüberhinausgehende Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmen im Bereich des öffentlichen Lebens, wie sie in der Stadt Rosenheim eingeführt wird, ist unter Berücksichtigung der Neuinfektionen im Landkreis nicht verhältnismäßig.

„Mit einer 7-Tages-Inzidenz von 13,8 Erkrankten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Stand 23.08.20, 24 Uhr) sind im Gegensatz zur Stadt Rosenheim weder der Schwellenwert von 50 noch der Signalwert von 35 überschritten“, sagte der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl.

Der Landkreis Rosenheim empfiehlt aber dennoch den Bürgerinnen und Bürgern, sich in der Öffentlichkeit nur in Gruppen aufzuhalten, wenn diese auf maximal fünf Personen oder auf Angehörige aus zwei Hausständen beschränkt sind.

Positiv getestete Reiserückkehrer seit August in Stadt und Landkreis Rosenheim.

Ebenfalls eine Empfehlung ist, in nicht öffentlichen Veranstaltungen auf eine Obergrenze der Teilnehmer in geschlossenen Räumen von 50 und im Freien auf 100 zu achten.

Sollte auch im Gebiet des Landkreises Rosenheim der Schwellenwert von 50 überschritten werden, wird eine verpflichtende Einführung geprüft. Dr. Hierl kündigte an, dass das Gesundheitsamt die Lage sehr genau beobachten und überprüfen werde.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

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