Bauarbeiten der Deutschen Bahn

"Wir fahren mit allem, was geht"

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Landkreis Rosenheim - Wie angekündigt, hat die Deutsche Bahn auf der Strecke Rosenheim-München mit den Arbeiten an den Oberleitungen begonnen. Alle Pendler brauchen jetzt wohl viel Geduld:

Wer aus dem Landkreis mit dem Zug nach München will, muss sich wohl auf starke Behinderungen einstellen. Wie ein Sprecher des Meridians auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte, sei im Rahmen der Arbeiten auf der Trasse München – Rosenheim im Abschnitt Grafing - Rosenheim ein Baustellenfahrplan in Kraft getreten. Mit ihrem Sonderfahrplan will die Bayerische Oberlandbahn die Auswirkungen für seine Fahrgäste möglichst gering halten. Auch die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass wegen der Bauarbeiten zahlreiche Fernzüge über Holzkirchen umgeleitet werden oder mit anderen Fahrzeiten verkehren.

Gleichzeitig wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. "Allerdings müssen sich die Fahrgäste auf längere Reisezeiten einstellen. Gerade im Berufsverkehr, kann es sein, dass ein Bus länger braucht als der Zug", so der Sprecher weiter. Es kann durchaus sein, dass sich die Fahrzeiten um bis zu einer Stunde verlängern. Der Meridian sei aber bemüht, die Pendlerstrecken so gut wie möglich zu bedienen. "Wir fahren mit allem, was geht", so der Sprecher gegenüber rosenheim24.de.

"Aktuell befinden wir uns noch im Beobachtungsmodus, was den geänderten Verkehrsfluss angeht. Was uns nicht so gut gefallen hat, war, dass ein Güterzug durch das Mangfalltal umgeleitet wurde. Der 6 Uhr Meridian hatte somit eine große Verspätung", so der Sprecher weiter.  

Vorerst nur ein Gleis befahrbar

Aufgrund der Arbeiten an den Oberleitungen kann auf dem Streckenabschnitt bis zum 27. Mai nur ein Gleis befahren werden. "Wir wollen die Strecke leistungsfähig halten. Die Strecken München-Salzburg und München-Kufstein sind mit die ältesten elektrifizierten Strecken Deutschlands. Irgendwann müssen wir deswegen mal ins Netz rein", begründete ein Bahnsprecher gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt die Maßnahmen. Insgesamt sollen die Baumaßnahmen, die alleine in diesem Bereich rund 7,9 Millionen Euro kosten sollen, bis Anfang August dauern.

Im Verlauf der Maßnahmen werden insgesamt 350 neue Masten aufgestellt und ein gut 30 Kilometer langes Tragseil verlegt. Immerhin stammen die Oberleitungen noch aus den 1930er Jahren. 

Weitere Einschränkungen im Juli

Die aktuelle Baumaßnahmen wird bis in den Juni dauern. Insbesondere vom 14. Juli bis 19. Juli ändern sich die Fahrzeiten noch einmal sehr. In dieser Phase werden noch mehr Züge durch das Mangfalltal fahren. Für diese fünf Tage gilt dann wiederum ein neuer Fahrplan. Aber auch dann würden Reisendenlenker in Rosenheim und Grafing Bahnhof eingesetzt, heißt es von Seiten des Meridians.

kil

Rubriklistenbild: © Bayerische Oberlandbahn

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