Pickerlpflicht für Feuerwehren in Österreich

Kreisbrandrat Josef Kaltner hofft auf Sonderregelung für Einsatzwagen

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Kreisbrandrat des Kreisfeuerwehrverbands Berchtesgadener Land Josef Kaltner
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Landkreis Rosenheim - Eine neue Regelung in Österreich sieht seit November 2017 vor, dass Feuerwehrfahrzeuge aus Bayern unter bestimmten Umständen mautpflichtig sind. 

Update, 16.00 Uhr: Josef Kaltner fordert Sonderregelung

Josef Kaltner, Kreisbrandrat des Kreisfeuerwehrverbands Berchtesgadener Land äußert sich auf Anfrage von BGLand24.de wie folgt: "Für die österreichischen Feuerwehrfahrzeuge gibt es mittlerweile eine Vereinbarung mit der ASFINAG. Fahrzeuge, die in der österreichischen Zulassungsbescheinigung (früher Zulassungsschein) mit dem Code „63“ als „ausschließlich oder vorwiegend für die Feuerwehr bestimmt“ gekennzeichnet und damit als Feuerwehrfahrzeuge zugelassen wurden, sind nach wie vor von der Maut ausgenommen." 

Er hofft, dass auch für Deutsche Feuerwehrfahrzeuge eine solche Ausnahmeregelung in Kraft tritt. "Ich habe über den Landesfeuerwehrverbandes Salzburg vor wenigen Tagen die Anfrage an die ASFINAG senden lassen, ob der im deutschen KFZ-Schein vermerkte Zusatz "SO.KFZ FEUERWEHRFZ“ von der ASFINAG als gleichwertig anerkannt wird und diese Fahrzeuge ebenfalls von der Maut befreit sind. Die Anfrage ist noch in der Bearbeitung."

Kalter sieht das Problem weniger bei den Einsatzfahrzeugen, sondern vielmehr das Hindernis bei gemeinsamen Übungen und Ausbildungsveranstaltungen. Speziell im Jugendbereich fänden immer wieder gemeinsame Manöver statt, die hin und wieder auch eine Fahrt über die Autobahn notwendig machen. 

Update,  13.20 Uhr: ASFINAG zeigt sich gesprächsbereit

Kreisbrandrat Richard Schrank erklärte vor wenigen Augenblicken gegenüber rosenheim24.de, dass sich aufgrund der Berichterstattung "etwas bewegt". 

Die in Österreich zuständige Autobahn- und Schnellstraßen-Finanzierungsaktiengesellschaft (ASFINAG) habe sich gemeldet und verlauten lassen, dass in den nächsten zehn Tagen ein Treffen mit Bayerns Innenministerium bevor steht. Dann soll eine für beide Seiten einvernehmliche Lösung gefunden und beschlossen werden. 

Vorbericht: 

Kreisbrandrat Richard Schrank erfuhr eher zufällig von dieser doch etwas absurden Idee. Als er in der Fachzeitschrift "Florian kommen" auf diese neue Vorschrift stieß, konnte er es erst gar nicht glauben. „Eine lächerliche Regelung, die die Grenzen des Anstandes verletzt“, sagt der fassungslose Kreisbrandrat gegenüber der OVB-Heimatzeitung. 

Seit Anfang 2017 gilt die neue Mautregelung für Einsatzfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf österreichischen Autobahnen. Zwar seien die Einsatzwagen von der Maut befreit, sofern sie im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ausrücken, bei der Rückfahrt allerdings gelte die junge Satzung. 

Kreisbrandmeister Joachim Buchmann bringt an der Windschutzscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr Kiefersfelden eine Vignette an

20 Fahrzeuge betroffen

Allein im Landkreis Rosenheim seien von der Neuregelung etwa 20 Einsatzfahrzeuge der Wehren Kiefersfelden, Mühlbach, Oberaudorf, Aschau und Sachrang betroffen, rechnet der Kreisbrandrat vor. Schrank wendete sich bereits an den zuständigen Landtagsabgeordneten Otto Lederer, der wiederum bereits Kontakt zu Bayerns Innenminister Joachim Herrmann aufnahm. 

Bleibt abzuwarten wie sich diese Sachlage entwickelt. Im Laufe des Tages wird rosenheim24.de noch ein Gespräch mit Kreisbrandrat Richard Schrank führen, um weitere Details zu erfahren. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

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