In der Stadt gelten die neuen Regelungen schon ab Freitag

Landkreis Rosenheim plant keinen vorgezogenen „Teil-Lockdown“

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt auch in Hessen rasant. Die Gastronomie könnte zum ersten Opfer eines zweiten Lockdowns werden (Symbolbild).
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Die Gastronomie wurde zum Opfer eines zweiten „Lockdown light“.

Landkreis Rosenheim - Die Corona-Zahlen steigen auch im Landkreis Rosenheim. Doch anders als die Stadt will der Landkreis keine Maßnahmen vorziehen. Die Regierung von Oberbayern hat die Stadt angewiesen, die Beschränkungen bereits ab Freitagabend in Kraft zu setzen.

Der “Lockdown light” kommt in der Stadt Rosenheim bereits ab Freitag, 30. Oktober 21 Uhrund damit dann drei Tage eher als im Rest von Bayern bzw. der Bundesrepublik. Das hat die Stadt am Donnerstag, 29. Oktober bekannt gegeben. Die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim liegt am Freitag, 30 Oktober bei 247,0, Die des Landkreis Rosenheim bei 200,5. Der Landkreis plant jedoch keinen vorgezogenen Teil-Lockdown.

Lockdown light nicht für den Landkreis Rosenheim

Wie Michael Fischer, Pressesprecher des Landkreises Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilte, wird es für den Landkreis keinen vorgezogenen Lockdown geben. „Der Landkreis erlässt heute eine Allgemeinverfügung, weil die bestehende am Wochenende ausläuft. Damit ist die neue Allgemeinverfügung mit einer aktualisierten Laufzeit eine Formalie. Der Landkreis hat am 20.10. eine Allgemeinverfügung erlassen, weil er in wenigen Punkten die landesweiten Vorgaben ergänzt haben wollte, dazu gehört die Besuchsregelung in Pflegeeinrichtungen. Neu in der heute veröffentlichten Allgemeinverfügung ist, dass in Kindertageseinrichtungen nach den Herbstferien Teile der Stufe 3 des Rahmen-Hygieneplans gültig werden.“, so Fischer.

Auch in Augsburg, mit rund 300.000 Einwohnern Bayerns drittgrößte Stadt werden die in dem Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch festgelegten Schutzmaßnahmen bereits ab diesem Freitagabend um 21 Uhr gelten. Während die schwäbische Rathauschefin Weber voll hinter den Maßnahmen steht, ist die Verwaltung im ähnlich stark von Neuinfektionen betroffenen Rosenheim von dem Schritt nicht überzeugt. Die Regierung von Oberbayern habe die Stadt Rosenheim angewiesen, die landesweit ab Montag geltenden Corona-Beschränkungen schon früher in Kraft zu setzen, teilte die Kommune mit.

„Ich bin über diese vorgezogenen Beschränkungen, speziell für den Bereich der Gastronomie, außerordentlich unglücklich. Im Hinblick auf den notwendigen Infektionsschutz der Bevölkerung war eine für die Gastronomie günstigere Lösung aber nicht mehr möglich“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März.

jb

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