Untersuchung von Libellen, Heuschrecken und Tagfaltern

Was fliegt und springt im Thalkirchner Moos? 

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Ein Goldener Scheckenfalter im Thalkirchner Moos

Landkreis Rosenheim - Im Thalkirchner Moos gibt es aktuell eine Bestandserhebung von Libellen, Heuschrecken und Tagfaltern. Die Ergebnisse zeigen, wie wirksam die durchgeführten Pflegemaßnahmen in diesem Gebiet sind.

Die Meldung im Wortlaut:

Das Thalkirchner Moos mit seinen Streuwiesen, den unberührten Uferbereichen am Simssee und der Antworter Achen ist ein besonderes Naturjuwel im Landkreis Rosenheim. Weil hier ganz besondere und seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen, hat das Gebiet eine landesweite Bedeutung und ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“. Viele Vogelarten wie der Große Brachvogel, die Bekassine, der Kiebitz oder das Braunkehlchen finden hier geeignete Brutplätze und Nahrung für die Aufzucht ihrer Küken. Zudem stellt das Moor eine bedeutende Raststation für Zugvögel dar, die sich hier ungestört für die lange Weiterreise stärken können.

Im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim werden bis September auf ausgewählten Flächen am Simsseeufer und im zentralen Wiesenbrütergebiet Bestandserhebungen von Libellen, Heuschrecken und Tagfaltern durchgeführt. Hierfür wurde ein Team von erfahrenen Biologen und Landschaftsökologen beauftragt, das in fünf Begehungen die Artausstattung der Flächen untersucht und auswertet. Auf Basis dieser Ergebnisse werden die in den letzten Jahren durchgeführten Pflegemaßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft, um den Lebensraum weiterhin für Wiesenbrüter und zahlreiche Insektenarten erhalten zu können.

Dass es die Streuwiesen im Thalkirchner Moos mit ihren wunderschönen Blütenpflanzen und seltenen Insektenarten noch gibt, ist vor allem der Verdienst der ortsansässigen Landwirte. Diese pflegen die Streuwiesen oft bereits seit Generationen extensiv, damit sie nicht verbrachen und verbuschen. Auch der Landschaftspflegeverband Rosenheim e.V. (LPV) pflegt einige Flächen im Einverständnis mit den Eigentümern. Weil diese Art der Pflege wirtschaftlich nicht sehr rentabel ist, können Bewirtschafter Förderungen über das Vertragsnaturschutzprogramm beantragen. Auskunft dazu erteilen der Landschaftspflegeverband unter 08031 392 3392 sowie die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim. Hier steht Anita Schmidleitner für Fragen zur Verfügung unter 08031 392 3324.

Wenn Sie Lust bekommen haben, sich das Gebiet einmal näher anzuschauen, bleiben Sie bitte auf den ausgeschilderten Wanderwegen und nehmen Sie Ihren Hund an die Leine. Wiesenbrüter fliehen vor Fußgängern und Hunden schon auf weite Distanzen. Das Aufscheuchen der Altvögel von ihren Nestern endet oft tödlich für den Nachwuchs, weil die Eier und Küken sehr schnell auskühlen.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

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