Grenzkontrollen auf der A93 bei Rosenheim

Mutmaßlicher Schleuser verstrickt sich in Widersprüche

Rosenheim/A93 - Am Sonntag ging der Bundespolizei an der Grenze zu Österreich ein mutmaßlicher Schleuser ins Netz. 

Die Bundespolizei hat am Sonntag (15. April) drei nigerianische Staatsangehörige nach Österreich zurückgewiesen. Sie wurden von einem Landsmann offenbar von Norditalien aus in einem Pkw mitgenommen. Der mutmaßliche Schleuser verwickelte sich nach seiner Festnahme in Widersprüche und berichtigte später seine ersten Angaben.

Im Rahmen der Grenzkontrollen stoppten die Bundespolizisten auf der Inntalautobahn ein in Italien zugelassenes Fahrzeug mit insgesamt vier Insassen. Am Steuer saß ein Nigerianer, der sich mit einer italienischen Niederlassungserlaubnis ausweisen konnte. Seine drei nigerianischen Begleiter hatten hingegen nicht die erforderlichen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland dabei. Wie sich herausstellte, waren sie in der Vergangenheit bereits in Italien registriert worden. Die Migranten wurden wegen unerlaubter Einreise angezeigt und den österreichischen Behörden überstellt.

Fahrer verstrickt sich in Widersprüche

Der Fahrzeugführer gab in der Kontrollstelle auf der A93 an, die drei ihm unbekannten Personen im Straßengraben aufgelesen und aus Mitleid mitgenommen zu haben

In der Rosenheimer Dienststelle widersprach er jedoch dieser Schilderung. Er musste einräumen, dass er zumindest einen der drei schon vor einigen Tagen in Italien kennengelernt und mit diesem Mann die Fahrt nach Berlin geplant hätte. Zur Sicherung des anstehenden Strafverfahrens wegen Einschleusens von Ausländern hatte der 30-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft 500 Euro zu hinterlegen. Anschließend trat er die Rückfahrt nach Italien an

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Rosenheim

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