Ob Schüler, Lehrer oder Elternteil

Masken und Co.: Ausnahmebedingungen zum Schulstart - Erzählt uns Eure Geschichte

Eine Schülerin in einer Gesamtschule in Münster hebt ihre Mund- und Nasenmaske an um etwas zu trinken.
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Eine Schülerin in einer Gesamtschule in Münster hebt ihre Mund- und Nasenmaske an um etwas zu trinken. In Nordrhein-Westfalen läuft der Regelschulbetrieb bereits seit dem 12. August wieder.

Bayern - Nun ist der Ernst des Lebens wieder losgegangen, die Schule hat begonnen. Das vergangene Schuljahr endete aufgrund der Corona-Pandemie unter denkwürdigen Umständen, wochenlang mussten die Kinder und Jugendlichen zu Hause lernen. Auch das neue Schuljahr beginnt mit zahlreichen Auflagen - unter anderem einer Maskenpflicht. Doch wie habt Ihr den ersten Schultag erlebt? Erzählt uns Eure Geschichten.

Am Dienstag ging für 1,65 Millionen Schüler im Freistaat wieder der Unterricht los. Vor allem für viele ABC-Schützen ein besonderer Tag. Und auch die etwa 6.200 Schulen im Land mussten sich diesmal noch intensiver als sonst auf den Beginn des Schuljahrs vorbereiten, gibt es wegen der Corona-Pandemie doch zahlreiche Auflagen und Abweichungen vom gewohnten Ablauf.

Bayern: Auch Sport, Musik und Ernährung werden wieder unterrichtet

Anders als bei der Wiederaufnahme des Unterrichts nach dem Lockdown werden nun auch Fächer wie Sport, Musik oder Ernährung gelehrt. Dabei gelten zusätzliche Hygieneauflagen. So darf zum Beispiel die Spucke beim Blockflöten nicht wie üblich herausgeblasen werden.

Außerhalb des Klassenverbunds, für den es nun eine feste, frontale Sitzordnung gibt, müssen die Kinder und Jugendlichen Mindestabstände zueinander einhalten. Stifte, Lineale oder ähnliches dürfen nicht mehr an Klassenkameraden verliehen, die Tastaturen in Computerräumen müssen nach jeder Benutzung gereinigt werden.

Feste Zonen auf dem Pausenhof - Maskenpflicht für alle Personen

Auf dem Pausenhof können Zonen für feste Gruppen ebenso eingerichtet werden wie eine Wegeführung mit Bodenmarkierungen im Schulhaus. Selbstverständlich muss auch die Hygieneetikette beachtet werden. Sämtliche Räume sollen mindestens alle 45 Minuten intensiv gelüftet werden. Grundsätzlich besteht auf dem Schulgelände nun eine Maskenpflicht für alle Personen, die für die Schüler allerdings im Regelfall nicht während des Unterrichts gilt.

Alle Kinder ab der ersten Klasse müssen etwa auf dem Weg zur Toilette oder in der Pause eine Maske tragen. Nur zum Essen und Trinken oder aufgrund einer Behinderung/Krankheit darf sie abgenommen werden. Am Sitzplatz im Unterrichtsraum dürfen die Masken ebenfalls runter. Lehrer müssen ihre Maske tragen, sobald sie durch die Reihen gehen können sie diese aber bei entsprechendem Abstand zu den Schülern am Pult und an der Tafel ablegen.

Eine Sonderregel gilt während der ersten neun Schultage dieses Schuljahres: Mit Blick auf die Gefahren durch Reiserückkehrer müssen die Masken ab der fünften Jahrgangsstufe bis zum 18. September auch im Unterricht getragen werden.

Wie habt Ihr den ersten Schultag erlebt? Erzählt uns Eure Geschichte

Wie habt ihr den ersten Schultag erlebt? Welche Maßnahmen haltet Ihr für sinnvoll, welche Beschränkungen erfüllen Eurer Meinung nach nicht ihren Zweck? Egal ob Schüler, Lehrer oder Elternteil: Wir wollen von euch wissen, wie ihr diesen besonderen Tag erlebt habt. Erzählt uns, was Euch bewegt und schickt eine Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Schulstart“ im Betreff). Die OVB24-Redaktion freut sich über Eure Geschichten, Erlebnisse und Erfahrungen. 

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort. Auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Gerne könnt Ihr uns eure Nachricht auch über die Facebook-Seiten von rosenheim24.demangfall24.dewasserburg24.deinnsalzach24.dechiemgau24.de oder BGLand24.de zukommen lassen. Wir veröffentlichen Eure Leserbriefe anschließend in einem Artikel. 

Was passiert, wenn die Infektionszahlen wieder steigen?

Sollten die Infektionszahlen wieder steigen, gilt ein sogenannter Stufenplan. Sollte in einem Landkreis der Grenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche überschritten werden, müssen alle Schüler der weiterführenden Schulen auch am Sitzplatz einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bei mehr als 50 Neuinfektionen „gäbe es im Präsenzunterricht eine Maskenpflicht für alle, auch für Grundschüler“, wie Kultusminister Michael Piazolo sagte. 

Zudem wird dann der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern im Klassenzimmer wieder eingeführt, was in der Regel aufgrund der baulichen Beschränkungen dazu führen wird, dass die Klassen geteilt und erneut wochenweise im Wechsel zu Hause und in der Schule unterrichtet werden.

Grenzwert überschritten: Keine Maskenpflicht in Rosenheims Schulen

Allerdings können Gesundheitsamt und Schulaufsicht auch anders entscheiden, wenn der Anstieg der Infektionen etwa auf einzelne Gemeinden im Landkreis beschränkt ist.

So geschehen in Rosenheim: Hier wurde der kritische Wert von 50 am Montag deutlich überschritten. Da es sich laut Stadt bei über 80 Prozent der Neuinfizierte allerdings um Reiserückkehrer handelt, konnten die Infizierten schnell isoliert werden und so gebe es keine Befürchtung, dass die Infektionsketten bis in die Schulen reichen könnten.

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