Warum Stadt und Landkreis dieser Forderung standhalten

Bündnis Rosenheimer Eltern: „Maskenpflicht im Unterricht unverzüglich aufheben!“

Symbolbild: Schule in Corona-Zeiten.
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Schule in Corona-Zeiten: Ab der ersten Klasse besteht in Stadt und Landkreis Rosenheim eine Maskenpflicht im Unterricht.

Rosenheim - Maskenpflicht bei Schülern ab der ersten Klasse - diese Anordnung um das Corona-Infektionsgeschehen in Stadt und Landkreis zu senken bringt vor allem Eltern auf die Palme. Das Bündnis Rosenheimer Eltern wünscht ein sofortiges Ende der Maßnahme.

Diese Forderung stellten die Unterstützer am Mittwoch, 21. Oktober, schriftlich an Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März. Darin verlangen sie eine sofortige Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht für Grundschüler, wie in auch schon den Städten München und Ebersberg passiere. Um ihr Anliegen zu untermalen fügten sie ein Zitat des Landrats von Ebersberg, Robert Niedergesäß, bei: „Auch im Landkreis Ebersberg sind die Grundschüler nicht Treiber des Infektionsgeschehens, aber von der Maskenpflicht besonders betroffen.“

Das Bündnis Rosenheimer Eltern geht noch weiter, möchte, dass sich Stadt und Landkreis für die Gesundheit der Kinder einsetze: Man solle „überprüfen, inwieweit Schüler an weiterführenden Schulen Treiber des Infektionsgeschehens“ seien. Sollten diese als Treiber des Infektionsgeschehens ausgeschlossen werden, verlangt das Bündnis auch dort „unverzüglich die Maskenpflicht im Unterricht aufzuheben“. Denn auch die älteren Kinder würden vom Tragen der Maske „erheblich beeinträchtigt“.

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Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht: Stadt Rosenheim hält dagegen

„Die Pflicht für Grundschüler, im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, kann in den Grundschulen in Stadt und Landkreis Rosenheim aus rechtlichen und fachlichen Gründen nicht aufgehoben werden“, betont Christian Schwalm, der Pressesprecher der Stadt, auf Nachfrage von rosenheim24.de und bezieht sich dabei auf die jüngste Presseerklärung von Stadt und Landkreis zur Maskenpflicht bei Schülern. Dies gelte trotz der grundsätzlichen Annahme, dass Kinder seltener von einer Infektion betroffen seien als Erwachsene, deswegen aber durchaus als Infektionsträger agieren können.

Rechtliche Grundlage sei dabei die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. In der unter anderem geregelt, dass bei Überschreiten Sieben-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auch Grundschüler im Klassenzimmer eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen. Dies unterstütze im Übrigen auch das Robert Koch-Institut als Präventivmaßnahme in der Corona-Pandemie.

Im Zeitraum vom 1. bis zum 20. Oktober wurden in elf Schulen im Landkreis und neun Schulen in der Stadt insgesamt 49 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet (Stichtag Dienstag, 20. Oktober). Von diesen 20 Schulen waren sieben Grundschulen mit zehn Fällen betroffen. Insgesamt mussten rund 1.200 enge Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt werden.

mb

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