Überflutungen und Hochwasser in der Region

Hochwasser hält Region noch in Atem - Lichtblick: Wetterwarnungen aufgehoben

Lkw Stau Hochwasser Bayern A8 Symbolbild
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Lkw Stau Hochwasser Bayern A8 Symbolbild

Landkreis - Vielerorts herrscht seit Montagmorgen in der Region Dauerregen. Dies führte vielerorts zu Hochwasser und Überschwemmungen. Die Niederschläge waren deutlich schlimmer als erwartet. Die aktuelle Wetter-Lage im News-Ticker:

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Unwetter führt zu Hochwasser und Überschwemmungen in Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land
  • DWD ruft höchste Warnstufe (Stufe 4) für Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land aus
  • Zahlreiche Straßen aufgrund Hochwassers gesperrt
  • Flußpegel erreichen Meldestufen, höchster Stand an Mangfall mit Warnstufe 4
  • Großeinsatz nach Hangrutsch in Anger - auch Haus betroffen - Hangrutsch in Siegsdorf droht

Update, 22 Uhr - Lichtblick: DWD hebt auch Warnungen für restliche Landkreise auf

Die Gefahr von weiter anhaltendem ergiebigen Regen scheint gebannt. Die zu dieser Zeit noch geltenden Warnungen vor starkem Dauerregen wurden nun um 20 Uhr vom deutschen Wetterdienst aufgehoben. Somit können nun auch die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land vorerst durchschnaufen und sich der Behebung der Schäden zuwenden, die die Niederschläge der letzten Tage verursacht haben.

Schon am Nachmittag meldete die Stadt Traunstein:

Die Hochwasserlage in Traunstein hat sich entspannt: Es kann Entwarnung gegeben werden. Der Pegel der Traun sank um 15.15 Uhr auf 1,78 Meter und liegt damit unter der Meldestufe 1 von 4. Weiterhin werden keine Anstiege mehr vorhergesagt – die Große Kreisstadt Traunstein hat das Hochwasser überstanden. Die verschiedenen Wege und Straßen werden vorerst weiterhin gesperrt bleiben, da sie nach dem vollständigen Rückgang des Wassers zunächst gereinigt werden müssen, bevor sie wieder genutzt werden können. „Ich danke allen Kräften von Feuerwehr, DLRG, Bauhof und Stadtverwaltung, die stundenlang im Einsatz waren, von Herzen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. „Die Investitionen in den Hochwasserschutz haben sich bezahlt gemacht und die verschiedenen Vorkehrungen haben sich bewährt.

Dank ihnen sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. “Hervorzuheben sei auch die Auf der A8 ist dennoch nach wie vor mit erheblichen Behinderungen, Stau und gesperrten Aus- und Auffahrten zu rechnen. Hier wird sich die Lage voraussichtlich erst in den kommenden Tagen entspannen.. Egal, ob nachbarschaftliche Hilfe für andere Kommunen oder zusätzliche Schläuche zum Auspumpen von Kellern: „Die Traunsteiner Feuerwehren sind stets vor Ort und helfen, wo sie können.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Triebwerksbetreibern verlief einwandfrei.

Auf der A8 ist dennoch nach wie vor mit erheblichen Behinderungen, Stau und gesperrten Aus- und Auffahrten zu rechnen. Hier wird sich die Lage voraussichtlich erst in den kommenden Tagen entspannen.

Update, 20.10 Uhr - Aktueller Stand der Sperrungen auf der A8

Die momentane Situation nach ergiebigem Starkregen in der Region führt zu mehrfachen Teil- und Vollsperrungen auf der A8 in beiden Richtungen. Folgende Stellen sind laut kürzlicher Meldungen des ADAC betroffen:

  • München Richtung Salzburg -Ausfahrt Anger: Ausfahrt gesperrt wegen Hochwasser
  • München Richtung Salzburg zwischen Bad Aibling und Dreieck Inntal: wegen Überflutungen rechter und mittlerer Fahrstreifen gesperrt
  • München Richtung Salzburg Ausfahrt Grabenstätt: Ausfahrt und Auffahrt gesperrt wegen Hochwasser
  • München Richtung Salzburg zwischen Irschenberg und Bad Aibling: 8 km Stau keine Umleitungsempfehlung die Umleitungsstrecken sind überlastet
  • München Richtung Salzburg Ausfahrt Neukirchen Ausfahrt: bis 4. August 20 Uhr gesperrt wegen Überflutungen
  • München Richtung Salzburg zwischen Übersee und Grabenstätt: rechter Fahrstreifen gesperrt wegen Hochwasser
  • Salzburg Richtung München in Höhe Grabenstätt Ausfahrt: gesperrt wegen Hochwasser
  • Salzburg Richtung München zwischen Anschlussstelle Bergen und Anschlussstelle Grabenstätt: 1 km stockender Verkehr bei mittlerer Geschwindigkeit 30 km/h undmindestens einer Minute Zeitverlust

Update, 19.30 Uhr - 4000 Sandsäcke gegen das Hochwasser - A8 bei Grabenstätt noch immer gesperrt

Die 4000 Sandsäcke sind verbaut. Auf der Autobahn A8 zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg bemühen sich die Einsatzkräfte nun, das Wasser von der Fahrbahn zu pumpen. Aktuell ist eine Fahrspur frei. Die Lkw stauen sich bis Weyarn zurück, die Pkw bis Irschenberg.

Im weiteren Verlauf ist die A8 bei Grabenstätt weiterhin vollständig gesperrt. Von dort werden drei Kilometer Stau gemeldet. Im Raublinger Ortsteil Kirchdorf werden die Einsatzkräfte vor Ort bleiben. Sie richten sich auf einen noch länger andauernden Einsatz ein.

Update, 18.04 Uhr - Warnung für die Landkreise Altötting und Mühldorf aufgehoben - A8 zu großen Teilen gesperrt

Um 17.36 Uhr hob der Deutsche Wetterdienst die Warnung vor ergiebigem Dauerregen für die Landkreise Altötting und Mühldorf am Inn auf. Bisher wurde auch keine neuerliche Warnung ausgesprochen. In den restlichen Landkreisen der Region heißt es derzeit also nach wie vor noch Aushalten.

Die Umfahrungen der A8 sind wie die A8 selbst noch stark ausgelastet. Deshalb fordert das Landratsamt Rosenheim dazu auf, wenn es möglich ist, die Autobahn sowie die dazugehörigen Umleitungsstrecken zu meiden.

Auf der Autobahn A8 zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg ist aktuell ein Fahrstreifen langsam befahrbar. Einsatzkräfte sind damit beschäftigt dort 4000 Sandsäcke zu verbauen. Im weiteren Verlauf in Richtung Salzburg ist die Autobahn auf Höhe Grabenstätt vollständig gesperrt worden. Der Verkehr wird in Bernau abgeleitet und über Prien und Obing nach Traunstein umgeleitet.

Update, 17.40 Uhr - A8: Richtungsfahrbahn zwischen Bernau und Bergen gesperrt

Die Richtungsfahrbahn zwischen Bernau und Bergen wurde aufgrund von Überflutungen für Pkw gesperrt. Die empfohlene Umleitung lautet: Prien - Seebruck - Traunstein - Anschlussstelle Bergen.

Update, 17.03 - A8 überflutet, Umleitungsstrecken überlastet - Unwetter-Chaos auf Rosenheims Straßen

Pressemitteilung im Wortlaut:

Die teilweise überflutete Autobahn A8 zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg wird die Einsatzkräfte wohl noch einige Stunden beschäftigten. 4.000 Sandsäcke sollen auf der Autobahn A8 verbaut werden. Die Einsatzleitung im Rosenheimer Landratsamt will so versuchen, die überflutete Fahrbahn zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg wenigstens zum Teil frei zu halten.

Dr. Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim vermutet, dass der Wasserdruck aus dem benachbarten Moorgebiet auf die Autobahn noch einige Stunden anhalten dürfte. Die Staatsstraße durch das an die Autobahn angrenzende Moorgebiet Wasserwiesen ist vollständig gesperrt. 

Auf der Autobahn hat sich bereits ein erheblicher Rückstau gebildet. Die Umleitungsstrecken sind überlastet. Die Polizei meldet zudem zunehmende Probleme mit Gaffern.

Die B 15 bei Rott bleibt voraussichtlich bis morgen Früh gesperrt. Eine Unterführung ist vollständig überflutet. Sie muss leergepumpt und gereinigt werden. 

Angespannt ist auch die Situation im Ortsteil Kirchdorf in Raubling. Dort transportiert der Ammerbach Wasser aus einem Moorgebiet. Die Einsatzkräfte müssen sämtliche Keller leerpumpen.

An der Mangfall in Feldolling steigen die Pegel seit einiger Zeit nicht mehr an. Der Scheitelpunkt scheint erreicht. Dies gilt derzeit noch nicht für die Mangfall in Rosenheim und den Inn in Wasserburg. Hier sorgt nachfließendes Wasser aus dem Oberlauf für weiterhin leicht steigende Pegel. 

Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim

Update, 16.22 Uhr - Über 550 Einsätze wegen Dauerregen im Landkreis Traunstein

Pressemitteilung im Wortlaut:

„Keller unter Wasser“ – dieses Alarmierungsstichwort war mit Abstand das häufigste, das die Feuerwehren am Dienstag aus ihren Piepsern zu hören oder auf Alarmfaxen zu lesen bekamen. Der Dauerregen, der bereits am Montag einsetzte, Flüsse und Bäche anschwellen und über die Ufer treten ließ, Felder, Wiesen sowie viele Straßen überflutete und Hunderte von Kellern überschwemmte, bescherte den Wehren im Landkreis Traunstein einen Mega-Einsatz. Fast alle der 80 Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz. Allein am Dienstag waren es bis 12 Uhr Mittag mehr als 550 Einsätze, die von den Floriansjüngern abgearbeitet wurden.

Ab 5 Uhr morgens stieg die Zahl der Notrufe bei der Integrierten Leistelle stark an. Teilweise wurden innerhalb nur einer Minute bis zu fünf Alarme und Hilfeersuchen an die Feuerwehr weitergegeben. Betroffen war zunächst vor allem der südliche Landkreis, das Achen- und Trauntal. Kreisbrandrat Christof Grundner beorderte die Mitglieder der Kreisbrandinspektion zum Gerätehaus Grabenstätt. Dort wurde ein Einsatzstab formiert, der die unzähligen Einsätze koordinierte. Auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) wurde dorthin alarmiert. Sie sorgte für die Sicherstellung der Kommunikation mit allen eingesetzten Wehren und die Dokumentation des Einsatzgeschehens.

Am Dienstagnachmittag entspannte sich die Lage. So schnell, wie der Wasserstand der Traun anstieg, sank er auch wieder. Der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle wurde am Pegel Hochberg mit 2,68 m über Pegelnullpunkt um 9 Uhr erreicht; um 14.30 Uhr lag er mit 1,87 m nur noch knapp über Meldestufe 1. Auch die Tiroler Achen schwächten sich am Montagnachmittag ab, wenn auch deutlich langsamer. Dagegen werden die Feuerwehren an der Alz oder im östlichen Landkreis, zum Beispiel an der Götzinger Ache bei Fridolfing erst am späten Montagabend auf Entspannung und weniger Einsätze hoffen dürfen. 

Kreisbrandrat Christof Grundner erwartete beim Gespräch am Montagnachmittag, dass die Feuerwehren auch noch am Mittwoch jede Menge Arbeit haben werden, um alle Notrufe und Hochwasserschäden abarbeiten zu können. Am Ende wird das Regenunwetter seiner Einschätzung nach zu mehr als 700 Einsätzen geführt haben.

Kreisfeuerwehrverband und Kreisbrandinspektion Landkreis Traunstein - die gesamte Pressemitteilung hier nachlesen

Update, 15.30 Uhr - DWD warnt weiter mit höchster Warnstufe für mehrere Kreise in Oberbayern

Mit Niederschlagsmengen von bis zu 50 Liter/Quadratmeter warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) aktuell noch bis 20 Uhr für die Landkreise Bad Tölz, Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land. Es gilt in diesen Kreisen noch immer die höchste Warnstufe vor extrem ergiebigem Dauerregen.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich (www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen!

Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Update, 15.05 Uhr - Landratsamt Rosenheim: In Kirchdorf sind alle Keller vollgelaufen

Vom Moorgebiet Wasserwiesen drückt Wasser auf die Fahrbahn der Autobahn A8 zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg. Die Einsatzkräfte vor Ort versuchen, die Fahrbahn zumindest zum Teil offen zu halten. 

Bis auf einen Ortsteil in Raubling hat sich die Lage im gesamten Landkreis Rosenheim entspannt. Im Ortsteil Kirchdorf sind alle Keller vollgelaufen. Um ein Abpumpen des Wassers aus den Kellern zu ermöglichen, sind drei Hochwasserpumpen im Einsatz. Sie transportieren das Wasser aus dem Regenwasserkanal über die Kreisstraße RO7 in die so genannte Arzer Wiese. 

Die Zahl der Einsätze ist auf knapp 600 angestiegen. Gut 400 entfallen auf den Landkreis Rosenheim, knapp 60 auf die Stadt Rosenheim und über 130 auf den Landkreis Miesbach

Update, 14.45 Uhr - Behinderungen auf B15 Mangfallbrücke

Verkehrsbehinderungen gibt es derzeit in der Nähe der Mangfallbrücke, etwa auf Höhe der Jet-Tankstelle: Hier steht das Wasser auf der B15, eine Fahrspur ist nicht mehr befahrbar. Die Einsatzkräfte sind vor Ort, der Verkehr wird wechselseitig vorbeigeleitet.

Hier findet Ihr die Bilder von vor Ort.

Update, 14.37 Uhr - Mehrere Erdrutsche rund um Wandergebiet Garmisch-Partenkirchen

Auf Grund des Unwetters kam es rund um die Partnachklamm, Partnachalm und Graseck in Garmisch-Partenkirchen kam es zu mehreren kleinen Erdrutschen. Feuerwehr und Mitarbeiter des Bauhofs sind seit Stunden zum Teil mit schwerem Gerät im Einsatz. Meldungen über Verletzte liegen aktuell nicht vor.

Es wird darum gebeten, dieses Gebiet zu meiden!

Update, 14.07 Uhr - Hochwasser-Scheitelpunkte wohl erreicht - Lage entspannt sich leicht

Die Pegel an den kleineren Bächen und Flüssen haben zu sinken begonnen. Lediglich an Inn und Mangfall wird das Wasser voraussichtlich bis in den Nachmittag hinein noch leicht ansteigen. Dr. Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim sprach in Zusammenhang mit der Lage an der Mangfall von einem 10- bis 20-jährigen Hochwasser.

Viele Einsatzkräfte haben mit den Aufräumarbeiten begonnen bzw. sind bereits abgerückt. Beobachtet wird noch der Wuhrbach bei Wasserburg. In Kirchdorf bei Raubling sind die drei Hochwasserpumpen inzwischen im Einsatz, um den Regenwasserkanal zu entlasten. In dem Ortsteil waren einige Keller vollgelaufen.

Insgesamt waren und sind nach Angaben des Landratsamtes Rosenheim knapp 1.200 Kräfte im Einsatz, unter anderem von den Feuerwehren, dem Technischen Hilfsdienst, der Bergwacht, dem Rettungsdienst und der Wasserrettung. Die Integrierte Leitstelle meldet bisher rund 580 Einsätze. Davon entfallen knapp 400 auf den Landkreis Rosenheim, 55 auf die Stadt Rosenheim und knapp 130 auf den Landkreis Miesbach.

Update, 13.35 Uhr - Wasserburger Innbrücke gesperrt: Bürgermeister berichtet über aktuelle Lage

Die Wasserburger Innbrücke ist aktuell sowohl für Auto- als auch Fußgänger- und Fahrradverkehr gesperrt. „Grund ist, dass die Gefahr einer „Verklausung”, einer Verstopfung des Durchflusses durch angeschwemmtes Gehölz gab. Es ist dort nun ein Bagger im Einsatz, der Stämme und Äste, die sich verkeilt haben, auf die andere Seite der Brücke schaufelt”, so stellvertretender Feuerwehrkommandant Stefan Gartner.

In einem Pressegespräch gab Bürgermeister Kölbl Auskunft über die aktuelle Lage.

Update, 13.11 Uhr - Entwarnung in Traunstein, Hangrutsch in Siegsdorf droht

Die Stadt Traunstein vermeldet nun ebenfalls auch vorsichtige Entwarnung: Der Pegel der Traun sank inzwischen auf 2,25 Meter (Stand 12.30 Uhr) und liegt damit in der Meldestufe 2 von 4. Die Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Lage entspannt und der Scheitelpunkt erreicht wurde. Dies teilte die Stadt soeben mit.

Im Laufe des Vormittags wurden weitere Wege gesperrt: Aktuell ist der Weg vom Wochinger Spitz Richtung Gfallermühle nicht benutzbar, da sich der Hang lockern könnte. Gesperrt sind ebenfalls der Weg von der Kammerer Brücke zum Viadukt und die Straße vom Neulinger Berg bis zur Gemeindegrenze Vachendorf. Sobald die Gefahr vorüber ist, werden die Wege und Straßen wieder freigegeben.

Die massiven Regenfälle der letzten Tage haben auch in Teisendorf (Landkreis Berchtesgadener Land) zu Überschwemmungen und Strassensperren geführt. Die Sur hat sich in kürzester Zeit aus einem träge dahinplätschernden Gewässer in einen reißenden Fluß verwandelt, der an vielen Stellen über die Ufer getreten ist und Felder, Gärten, Strassen und auch angrenzende Gebäude überschwemmt hat. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Innsalzach-Gebiet sind zur Unterstützung auf dem Weg ins Berchtesgadener Land.

Die Holzhauser Strasse war zeitweilig für den Verkehr gesperrt. An der Ausfallstrasse nach Wimmern zum Beispiel war die Brücke über die Sur nicht mehr zu erkennen, sondern Teil eines großen „Sees“, der sich über die Strasse und das Gelände des ehemaligen Sägewerks erstreckt hat. In einem angrenzenden Wohnhaus ist das Wasser ins Erdgeschoss eingedrungen und hat die Zimmer überschwemmt.

Wassermassen führen in Teisendorf zu Überschwemmungen und Straßensperren.

Auch rund um Siegsdorf waren bzw. sind verschiedene Feuerwehren aus dem Landkreis ebenfalls im Dauereinsatz. In Wernleiten im Gemeindegebiet Siegsdorf droht ein Hang abzurutschen. Hier wurden Sicherungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Örtlichen Bauhof getroffen.  

Update, 12.55 Uhr - 530 Einsätze für ILS Rosenheim

Während im Raublinger Ortsteil Kirchdorf weiterhin drei Hochwasserpumpen des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz sind (in Raubling gab es am Vormittag auch einen kurzzeitigen Stromausfall), entspannt sich die Lage an anderen vormaligen Einsatzschwerpunkten wie in Tuntenhausen, Prien und Bernau langsam. Einige Bäche stehen aber noch unter Beobachtung wie die Glonn in Bad Aibling oder der Muhrbach bei Wasserburg.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes klingen die Regenfälle im Laufe des Nachmittags ab. Die Zahl der Einsätze stieg im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle (ILS) Rosenheim auf etwa 530. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehören Stadt und Landkreis Rosenheim sowie der Landkreis Miesbach.

Update, 12.40 Uhr - Meldestufe 4 an Mangfall: Die Lage vor Ort

Die Einsatzleitung der Freiwilligen Feuerwehr Feldkirchen-Westerham berichtet gegenüber mangfall24.de, dass die Lage trotz Meldestufe 4 bei der Mangfall aktuell noch relativ entspannt sei. „Die Hochwasserschutzmaßnahmen, die in den vergangenen Jahren getroffen wurden, greifen sehr gut. Wir kontrollieren regelmäßig die Gewässer.“

In den vergangenen Stunden hatte die Feuerwehr diverse Wassereinsätze wie vollgelaufene Keller. Aktuell befülle man auch Sandsäcke. Für den Landkreis Rosenheim sei aktuell der Artikel 15 („koordinierungsbedürftiges Ereignis“) ausgerufen. Das ist eine Stufe vor dem Katastrophenfall.

Update, 12.13 Uhr - Hochwasserpumpen in Raubling im Einsatz

Der Ammerbach und der Litzldorfer Bach im Raublinger Ortsteil Kirchdorf haben sich zu einem Schwerpunkt für die Einsatzkräfte entwickelt. Das Technische Hilfswerk hat eine Hochwasserpumpe vor Ort in Betrieb. Der Örtliche Einsatzleiter beorderte zwei weitere Hochwasserpumpen der Feuerwehr nach Kirchdorf. Gemeinsam sollen sie eine Überflutung von Kirchdorf verhindern. 

Der Ammerbach, der in den Litzldorfer Bach mündet, und ein Regenwasserkanal bringen so viel Wasser mit sich, dass es sich an einer Brücke über den Litzldorfer Bach am Ortsrand von Kirchdorf staut. Die Einsatzleitung will mit den Hochwasserpumpen für eine Entlastung sorgen. 

Die Bundesstraße 15 bei Rott ist noch gesperrt, die Autobahn A8 kann zwischen Achenmühle und Frasdorf in beiden Fahrrichtungen in Schrittgeschwindigkeit befahren werden. Insgesamt wurden die Einsatzkräfte bisher zu rund 480 Einsätzen gerufen. 

B15 wegen Hochwasser im Kreis Rosenheim gesperrt

Update, 11.43 Uhr - Wasserburger Innbrücke wird in Kürze gesperrt

Dauer- und Starkregen lassen den Pegel des Inns rasant steigen. Erste Sicherheitsvorbereitungen wurden bereits getroffen, Sandsäcke werden in der Stadt positioniert – auch damit die Einsatzkräfte in der Innstadt Nachbarfeuerwehren unterstützen können, sollte es brenzlig werden. Die Lage ist laut Stefan Gartner von der Feuerwehr Wasserburg am Inn jedoch „ganz entspannt“: Es laufe ein routinemäßiges Programm ab, das mit einem fixen Einsatzplan hinterlegt sei. Derzeit sei die Wehr präventiv damit beschäftigt, diverse Maßnahmen zu organisieren.

Zum aktuellen Stand erklärt Gartner: „Die Innbrücke wird in Kürze gesperrt, die Polizei ist bereits auf Abruf auf der Brücke positioniert. Wir warten nur mehr auf den Bagger, der den Abfluss unter der Roten Brücke frei halten wird von Baumstämmen und Ästen. Aktuell um 11 Uhr misst der Inn einen Pegel von 5,45 Metern. Es wurde Meldestufe 3 erreicht.“
Wichtig für alle Bürger ist Gartner zufolge, dass sich die Leute unbedingt vom Innufer, dem Deich sowie der Brücke fern halten sollen. „Hier herrscht akute Lebensgefahr!“ Gartner rechnet auch damit, dass die Wuhr übergehen wird. Hier werde man ebenfalls Kräfte bündeln. Aktuelle Infos zur Hochwasserlage in Form eines Live-Tickers gibt es auf der Homepage der Stadt Wasserburg und der Homepage der Feuerwehr Wasserburg.

Bilder der Hochwasserlage in Wasserburg findet Ihr hier.

Update, 11.30 Uhr - Zwei Häuser bei Hangrutsch teilweise verschüttet

Nun gibt es erste weiterführende Informationen zum Hangrutsch in Vachenlueg bei Anger: Dort wurden zwei Doppelhäuser, also insgesamt vier Haushälften, nach Informationen von vor Ort auf einer Höhe bis zu zweieinhalb Metern teilweise von den Erdmassen verschüttet. Ein Anbau wurde offenbar vollständig vom Geröll begraben. Ersten Erkenntnissen zufolge gab es aber glücklicherweise wohl keine Verletzten.

Update, 11.22 Uhr - Zwei weitere Staatsstraßen gesperrt

Jetzt wurde auch die Staatsstraße 2359 zwischen Wasserburg und Rosenheim wegen Überflutung gesperrt. Betroffen ist laut Verkehrsmeldungen der Abschnitt zwischen Oed und der Abzweigung am Schloßberg.

Auch auf der Staatsstraße 2010 (Miesbach - Rosenheim) rollt der Verkehr derzeit nicht. Dort kam es im Bereich von Wasserwiesen ebenfalls zu großflächigen Überschwemmungen.

Update, 10.51 Uhr - Großeinsatz nach Hangrutsch in Anger - auch Haus betroffen

In Vachenlueg in der Gemeinde Anger (Landkreis Berchtesgadener Land) ist es soeben zu einem Hangrutsch gekommen. Davon ist mindestens auch ein Haus betroffen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben in einer Vorausmeldung mitteilte. Das genaue Ausmaß des Hangrutsches ist derzeit noch völlig unklar. Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Zwei Häuser in Vachenlueg bei Anger bei Hangrutsch teilweise verschüttet.

Update, 10.45 Uhr - Prien in Aschau wird zu reißendem Strom

An vielen kleineren Bächen und Flüssen im Kreis Rosenheim ist der höchste Pegelstand inzwischen erreicht. Das gilt beispielsweise für die Prien in Aschau, den Jenbach in Bad Feilnbach, den Steinbach in Nußdorf oder die Bernauer Ache. Im Raublinger Ortsteil Kirchdorf wird aus dem Litzldorfer Bach Wasser abgepumpt um ein Wohngebiet zu schützen. In Bad Feilnbach ist der Jenbach an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Der Campingplatz dort steht mehrere Zentimeter unter Wasser. Die Bundesstraße 15 ist bei Rott wegen Überflutung gesperrt.

Fluss Prien wird bei Aschau zu reißendem Strom

Die Verkehrslage im Raum Achenmühle – Frasdorf entspannt sich langsam. Inzwischen konnte auch die parallel zur Autobahn A8 verlaufende Kreisstraße RO 5 wieder für den Verkehr freigegeben werden. >> Die aktuelle Lage auf der A8 lest Ihr hier <<

An den großen Gewässern Inn und Mangfall steigen die Pegel derzeit noch an. Das liegt an den längeren Fließzeiten der Wassermassen aus den jeweiligen Oberläufen. Die Zahl der Einsätze ist auf rund 400 angestiegen. Rund 900 Kräfte sind im Einsatz.

Update, 10.23 Uhr - Traun erreicht Meldestufe 3 von vier – Krisenstab im Einsatz

Die ausgiebigen Regenfälle der vergangenen Nacht haben in der Großen Kreisstadt Traunstein zu Überschwemmungen geführt. Aktuell, Stand 9.30 Uhr, ist laut Landratsamt Traunstein die Lage angespannt, aber unter Kontrolle. Gegen 5.30 Uhr am Morgen wurde mit einem Pegelstand von 2,50 Metern die Meldestufe 3 von insgesamt vier Meldestufen erreicht. Aktuell (Stand 9 Uhr) hat die Traun einen Pegelstand von 2,68 Meter

Der Grundbach trat im Laufe der Nacht weit über seine Ufer hinaus und überschwemmte Teile der Bundesstraße 304 in Richtung Freilassing. Die Feuerwehr sicherte den Bereich mit Sandsäcken ab und konnten so in der dortigen Siedlung Schlimmeres verhindern. Die Lage entspannt sich derzeit. Weiters sind die Sportplätze in Empfing, die Schrebergärten in der Nähe der Kläranlage und Teile des städtischen Wertstoffhofs überschwemmt.

Gesperrt sind aktuell die B304 in Richtung Teisendorf, die Zufahrtsstraße am Röthelbach, die Straße von Leiderting nach Mühlthal, der Empfinger Hohlweg und der Viaduktsteg. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer appelliert an alle Bürger, die überschwemmten Gebiete zu meiden und die Einsatzkräfte nicht bei ihrer Arbeit zu behindern.

Update, 10.15 Uhr - Behelfsbrücke an St2080 (Gemeinde Tuntenhausen) wegen Überflutung gesperrt

Aufgrund des Starkregens ist an der St2080 bei Weiching (Ortsteil der Gemeinde Tuntenhausen im Kreis Rosenheim), die Behelfsbrücke über die Moosach derzeit überflutet und kann nicht benutzt werden. Das Staatliche Bauamt Rosenheim bittet Autofahrerinnen und Autofahrer dringend draum, die beschilderte Umleitung zu nutzen, da es auf Höhe der Brücke kein Durchkommen gibt.

Die Umleitung führt von Ostermünchen über Tuntenhausen, Beyharting, Schönau, Hohenthann und Dorfen nach Aßling. Entsprechend also von Aßling kommend über Dorfen, Hohenthann, Schönau, Beyharting, Tuntenhausen nach Ostermünchen.

Update, 10.12 Uhr - Mangfall/Feldolling überschreitet höchste Warnstufe (Meldestufe 4)

Um 10 Uhr hat die Mangfall nun die höchste Meldestufe erreicht. Das meldet der Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) nun auf seiner Homepage. Seit 9.15 Uhr bis 10 Uhr ist der Pegel damit um rund 10 Zentimeter auf 247 Zentimeter angestiegen. Laut Vorhersage des HND könnte die Mangfall heute noch einen Pegelstand von über 533 erreichen.

Hochwassernachrichtendienst meldet höchste Meldestufe für Mangfall / Feldolling

Update, 9.54 Uhr - Über 300 Einsätze im Raum Rosenheim - 900 Kräfte gefordert

Die Zahl der Unwetter-Einsätze ist im Landkreis Rosenheim inzwischen auf knapp 300 angestiegen. Ein Grund ist die zunehmende Zahl von Unfällen aufgrund von Aquaplaning. 

In Achenmühle (Landkreis Rosenheim) stehen Gebäude im Wasser, zum Teil ist Heizöl ausgelaufen. Auf der Inntalautobahn (A93) wurde die Anschlussstelle Brannenburg in Fahrtrichtung Süden wegen Überflutung gesperrt.

Derweil steigen die Pegel an Inn und Mangfall noch an. Kleinere Bäche und Flüsse wie die Prien in Aschau, der Steinbach in Nußdorf oder die Bernauer Ache sind massiv angestiegen. Im Mühlbach in Prien wurde der Zulauf von der Prien gedrosselt. Derzeit sind 900 Kräfte im Landkreis im Einsatz. Das Technische Hilfswerk wurde in Alarmbereitschaft versetzt.

Update, 9.41 Uhr - Mehr als 500 Feuerwehrler in Salzburg im Einsatz - Murenabgänge im Lungau

Die intensiven Regenfälle trafen in der Nacht auf Dienstag auch den Raum Salzburg. „Die Salzach hat uns in Mittersill etwas überrascht, sie stieg mehr und schneller als erwartet auf 5,10 Meter. Die Regenmenge lag bei prognostizierten 100 Liter pro Quadratmetern, aber der Boden war schon sehr gesättigt, konnte nichts mehr aufnehmen. Die Lage wird genau beobachtet”, erklärt Hans Wiesenegger vom Hydrographischen Dienst. Um Mitternacht waren zirka 250 Freiwillige Feuerwehrleute im Raum Salzburg im Einsatz, die Anzahl stieg bis zum Morgen auf mehr als 500.
Im Lungau verlegten zwei Muren die Muhrer Landesstraße, die Aufräumarbeiten begannen sofort, wurden dann aber in der Nacht unterbrochen und wurden in den Morgenstunden fortgesetzt. Verletzt wurde niemand.
Sowohl Saalach und Salzach haben die Warngrenze im Raum Salzburg überschritten, die Pegel steigen aktuell noch.

Murenabgang im Lungau: Die Muhrer Landesstraße (L211) ist in beiden Fahrrichtung teilweise gesperrt.

Update, 9.08 Uhr - Bahnstrecke Rosenheim - Mühldorf gesperrt

Jetzt ist der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Rosenheim und Mühldorf unterbrochen. Die Verbindung musste zwischen Wasserburg und Rosenheim wegen Überflutung gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Update, 8.58 Uhr - DWD ruft höchste Warnstufe aus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat soeben die Unwetterwarnungen für die Region noch einmal verschärft. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein sowie in Teilen des Berchtesgadener Landes wurde nun die höchste Warnstufe 4 ausgerufen. Es besteht dort die Gefahr des Auftretens von extrem ergiebigem Dauerregen (Stufe 4 von 4). Die Warnung gilt ab sofort bis vorerst Dienstag, 20 Uhr.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich (www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen!

Update, 8.24 Uhr - Bahnunterführungen in Prien und Bad Endorf überflutet

Nun werden auch die ersten Störungen aus dem regionalen Bahnverkehr gemeldet. Wie die Bayerische Regiobahn (BRB) soeben auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, kommt es derzeit vor allem im Netz Chiemgau - Inntal zu Überflutungen von Unterführungen und teilweise auch von Bahnsteigen. Besonders betroffen sind laut BRB aktuell Prien und Bad Endorf. Konkrete Störungsmeldungen der Bahnstrecken liegen aktuell noch nicht vor.

Update, 8.15 Uhr - Verkehrschaos nach Sperre von A8

Die A8 bleibt wegen Überflutung zwischen den Anschlussstellen Achenmühle und Frasdorf nach Angaben des Landratsamtes Rosenheim wohl noch für mehrere Stunden in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. In Fahrtrichtung München staut sich der Verkehr bereits bis hinter die Anschlussstelle Felden zurück, in der Gegenrichtung bereits bis hinter das Inntal-Dreieck (Stand: 8 Uhr).

Auch die Umleitungsstrecken sind bereits vollkommen überlastet und zum Teil ebenfalls überflutet. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Stau auf A8 nach Überflutung zwischen Anschlussstellen Frasdorf und Achenmühle

Update, 8.02 Uhr - Überschwemmungen auch im Berchtesgadener Land

In den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land spitzt sich die Lage weiter zu. Wie der Radiosender Bayernwelle berichtet sind dort inzwischen zahlreiche Bäche und kleinere Flüsse über die Ufer getreten und sorgen für Überschwemmungen. Das Video zeigt Überschwemmungen in Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land):

Update, 7.55 Uhr - Staatsstraße 2098 gesperrt

Die Staatsstraße 2098 ist zwischen Siegsdorf und Ruhpolding (Landkreis Traunstein) weiterhin gesperrt. Wie die Feuerwehr Eisenärzt auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, ist die Ortsdurchfahrt von Eisenärzt überflutet und dementsprechend derzeit unpassierbar.

Update, 7.50 Uhr - 12 Kinder aus Jugendcamp im Jenbachtal gerettet

Die ergiebigen Regenfälle in der Region werden voraussichtlich bis Mittag andauern. Einsatzschwerpunkte im Raum Rosenheim sind derzeit der östliche Landkreis mit Bernauer Ache und Prien sowie Teile der Gemeindegebiete von Tuntenhausen und Rohrdorf. Die Zahl der Einsätze steigt weiterhin an. Die Integrierte Leitstelle in Rosenheim ist deswegen inzwischen personell aufgestockt worden. Die Feuerwehren registrierten bisher rund 200 Einsätze

Die Bergwacht rettete außerdem am Morgen gegen 4 Uhr 12 Kinder aus einem Jugendcamp im Jenbachtal (Gemeinde Bad Feilnbach). Die Kinder hatten gezeltet und wurden zu einer Bergwachthütte begleitet. Verletzt wurde niemand. Zudem haben die Wasserwachten die Besatzungen der Hochwasser-Boote in Alarmbereitschaft versetzt.

Update, 7.29 Uhr - Flusspegel steigen rasch an

Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilte, steigen die Pegel der heimischen Flüsse rasch. Am Inn wurde binnen einer Stunde nun an gleich vier Stellen die Meldestufe 1 überschritten - und zwar bei Oberaudorf, in Rosenheim an der Mangfallmündung, bei Wasserburg und bei Mühldorf.

Auch die Pegel im Westen steigen. An der Schlierach im Landkreis Miesbach wurde inzwischen die Meldestufe 2 überschritten. Dabei handelt es sich um einen Zufluss zur Mangfall, was sich auch auf deren Pegelstand auswirkt. Dort wurde bei Feldolling nun inzwischen ebenfalls die Meldestufe 2 überschritten (Stand: jeweils 7 Uhr). An einigen Orten werden deswegen vorsorglich bereits Sandsäcke befüllt, wie beispielsweise in Rohrdorf (Landkreis Rosenheim).

Zudem wurde nun auch an der Saalach im Berchtesgadener Land an den Messstellen Unterjettenberg und Siezenheim jeweils die Meldestufe 1 überschritten.

Update, 7.11 Uhr - Viele Einsätze auch im Landkreis Traunstein

Auch aus dem Landkreis Traunstein wurden bzw. werden zahlreiche Feuerwehreinsätze gemeldet. Die genaue Situation dort ist derzeit noch unklar. Der Schwerpunkt scheint sich jedoch auf den Bereich zwischen Übersee/Grabenstätt und Teisendorf (Landkreis Berchtesgadener Land) zu konzentrieren.

Fotos von der Hochwasserlage zwischen Grabenstätt und Übersee.

Auch die Gemeinde Siegsdorf ist nach Informationen von vor Ort sehr stark von Überflutungen und Hochwasser betroffen. Inzwischen wurden nach Informationen von chiemgau24.de auch Feuerwehrkräfte aus dem nördlichen Teil des Landkreises alarmiert, um ihre Kollegen in den betroffenen Gebieten zu unterstützen.

Update, 6.55 Uhr - Bereits über 150 Einsätze im Landkreis Rosenheim

Wegen der anhaltenden Regenfälle ist die Situation im Landkreis Rosenheim inzwischen ziemlich angespannt. Wie das Landratsamt Rosenheim soeben mitteilte, mussten die Feuerwehren im Landkreis bis zur Stunde bereits über 150 Mal ausrücken. Der Landkreis Rosenheim hat im Landratsamt eine Koordinierungsgruppe eingerichtet und einen Örtlichen Einsatzleiter bestellt.

Die Pegel an Inn und Mangfall steigen schneller als prognostiziert. Sie befinden sich aber noch im unkritischen Bereich und werden weiter aufmerksam beobachtet, hieß es weiter. Zudem müssen Autofahrer im gesamten Landkreis am Morgen mit überfluteten Straßen rechnen. Die Umleitungsstrecke der A8, die zwischen Achenmühle und Frasdorf in beiden Richtungen gesperrt ist, ist bereits überlastet bzw. nach Informationen von rosenheim24.de bereits zum Teil ebenfalls überflutet.

Wegen der Überflutungen werden in Rohrdorf (Landkreis Rosenheim) Sandsäcke befüllt.

Update, 6.35 Uhr - B304 gesperrt, Hochwassergefahr an A93

Auch von anderen Straßen wird zum Teil akute Überflutungsgefahr gemeldet. So besteht derzeit auf der A93 (Rosenheim - Kufstein) auf Höhe Brannenburg in beiden Fahrtrichtungen Hochwassergefahr. Darüber hinaus musste die B304 (Wasserburg - Freilassing) zwischen Traunstein und Surberg wegen Überflutung in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Außerdem sind laut dem Verkehrsportal bayerninfo.de die Staatsstraße 2096 zwischen Übersee und Grabenstätt und die Staatsstraße 2098 zwischen Hörgering und Ruhpolding (beides Landkreis Traunstein) jeweils wegen Überflutung gesperrt.

Hier findet Ihr die Bilder von der B304 zwischen Traunstein und Surberg.

Update, 6.20 Uhr - A8 derzeit voll gesperrt

Wegen des Dauerregens wurde die A8 (München - Salzburg) in der Nacht überflutet und ist derzeit laut Verkehrsmeldungen derzeit zwischen den Anschlussstellen Achenmühle und Frasdorf in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Eine Umleitungsempfehlung gibt es laut Verkehrsmeldungen bislang nicht. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Wie lange die Sperre anhalten wird, ist derzeit unklar.

Die Erstmeldung:

Landkreis Rosenheim: Auf Grund der bis jetzt seit Montagmorgen (3. August) gefallenen Niederschläge wurde an den Mangfallpegeln Feldolling und Rosenheim sowie am Pegel Wasserburg Inn die Meldestufe 1 bereits überschritten. Nachdem der Dauerregen bis in die zweite Tageshälfte des Dienstags anhalten soll, werden die Wasserstände der beiden Flüsse sowie der Zuflüsse weiter steigen. Eine Überschreitung von Meldestufe 2 wird sowohl in Feldolling als auch in Wasserburg im Laufe des Vormittags erwartet. Der Inn wird in Rosenheim und Oberaudorf ebenfalls Meldestufen überschreiten. Ausuferungen an kleineren Gewässern und Wildbächen sind möglich.

Landkreis Mühldorf: Auf Grund der am Montag und in den Morgenstunden des Dienstags gefallenen Niederschläge sind die Wasserstände des Inn deutlich angestiegen. In den nächsten Stunden wird eine Überschreitung der Meldestufe 1 sowohl am Pegel Kraiburg als auch am Pegel Mühldorf erwartet.

Landkreis Berchtesgadener Land: Wegen der ergiebigen Niederschläge in der Nacht sind die Pegel im Landkreis Berchtesgadener Land deutlich angestiegen. An der Sur am Pegel Brodhausen wurde die Meldestufe 1 bereits überschritten.

Landkreis Traunstein: Aufgrund des Dauerregens in der Nacht sind die Pegel im Landkreis Traunstein deutlich angestiegen. An der der Traun am Pegel Hochberg wurde um kurz nach 6 Uhr die Meldestufe 3 überschritten. An der Tiroler Ache am Pegel Staudach wurde in den Morgenstunden die Meldestufe 2 gemeldet.

mw

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