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Noch kein Verdachtsfall

Verfassungsschutz darf AfD vorerst nicht beobachten

Verfassungsschutz darf AfD vorerst nicht beobachten

Am Samerberg, Sudelfeld, Chiemsee oder Tegernsee

Überfüllte „Hotspots“, Parkchaos und Raser: Polizei hat alle Hände voll zu tun

Viel Arbeit für die Polizei an beliebten Ausflugshotspots
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Viel Arbeit für die Polizei an beliebten Ausflugshotspots.

Kiefersfelden/Brannenburg/Miesbach - Das frühlingshafte Wetter lockte am Wochenende zahlreiche Besucher in die Berge und an andere Ausflugs-Hotspots. Die Folgen waren deutlich bemerkbar: Parkchaos, zahlreiche andere Verstöße und viel Arbeit für die Polizei.

Ein besonderes Augenmerk richtete zum Beispiel die Polizei Brannenburg dabei auf Ausflugsziele am Samerberg sowie im Bereich Nußdorf, Flintsbach und Bad Feilnbach. Die Parkplätze in diesen Gebieten waren sowohl am Samstag als auch am Sonntag jeweils bereits ab 10.30 Uhr überwiegend überfüllt. Die „nachrückenden“ Spätausflügler fanden demnach keine Parkmöglichkeiten mehr und es begann einmal mehr das Phänomen der „Wildparkerei“.

Eine Verkehrsteilnehmerin aus Kolbermoor tat sich dabei besonders unrühmlich hervor. Die Frau nahm es mit ihrem Parkplatz nicht so genau und unterschritt durch das Abstellen ihres Fahrzeuges die Restfahrbahnbreite deutlich. Dadurch wäre im Notfall ein Durchkommen von Rettungsfahrzeugen nicht mehr gewährleistet gewesen. Der Wagen wurde deswegen - nach Rücksprache mit dem Grundstückseigentümer - auf eine daneben befindliche Wiese umgesetzt. Die 32-Jährige kassierte laut Polizei nicht nur einen satten Strafzettel, sondern muss auch die Kosten für die Arbeit des Abschleppdienstes bezahlen.

Darüber hinaus mussten die Beamten der Inspektion Brannenburg weitere Parksünder mit entsprechenden „Denkzetteln“ in Form eines Strafmandats belegen. „Es zeigt sich das traurige Bild, dass mancher Ausflügler meint, tun zu können, was er möchte“, schrieb die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Das verbotswidrige Parken würde die Arbeit der Rettungskräfte deutlich erschweren, zudem würde die Natur nachhaltig beeinträchtigt und die Rechte der Eigentümer massiv beschnitten, hieß es weiter.

Raser und Parksünder auch am Sudelfeld

Ähnliche „Erfahrungen“ hatte übrigens auch die Polizei Kiefersfelden am Wochenende. Hier waren die Beamten vor allem am Sonntag im Bereich des Sudelfeldes gefordert. Auch hier waren die Parkplätze spätestens mittags überfüllt und es hagelte deswegen Strafzettel für Autofahrer, die ihre Fahrzeuge im Halteverbot abstellten.

Den „Vogel abgeschossen“ hat jedoch ein 18-jähriger Mini-Fahrer aus dem Landkreis Miesbach, der auf der B307 (Brannenburg - Bayrischzell) bei einer Geschwindigkeitskontrolle bei erlaubten 80 km/h mit satten 154 Sachen erwischt wurde. Ihn erwarten nun zwei Punkte, zwei Monate Fahrverbot und eine Geldstrafe in Höhe von 880 Euro.

Auch am Tegernsee war am Wochenende (20./21. Februar) einiges los.

Wie die „Sardinen“ am Chiemsee

Zudem haben sich auch mehrere Leser bei rosenheim24.de bzw. chiemgau24.de gemeldet. Einer berichtete beispielsweise von überfüllten Ausflugsschiffen auf dem Chiemsee. Er habe sich gefühlt wie eine „Sardine“ und konnte es nicht fassen: „Ich habe gedacht, Corona gibt es nicht“. Ein weiterer Leser berichtete von Menschenmassen am Tegernsee (Landkreis Miesbach). Auch dort hätten sich Menschen nicht an die gültigen Schutzregeln gehalten.

Walhalla bei Regensburg gesperrt

Auch anderswo in Bayern ging es gehörig „rund“: Auf der Walhalla in Donaustauf bei Regensburg musste die Polizei einschreiten, weil sich am Samstag bis zu 250 Menschen ohne Masken und Corona-Abstand in der Sonne getummelt hatten. Das Wahrzeichen sei am Samstagnachmittag dicht gemacht worden und bleibe es bis Montag, teilte die Polizei mit. Allerdings umgingen am Sonntag einige Ausflügler die Absperrungen - bei Hochnebel statt Traumwetter.

Am Parkplatz zum Großen Arber im Bayerischen Wald war am Sonntag einiges los. „Der Parkplatz ist restlos überfüllt, aber nicht gesperrt“, hieß es seitens der Polizei. Auch die Bergretter hatten wegen des Ansturms einiges zu tun. So musste die Bergwacht Rosenheim-Samerberg zu zwei Einsätzen im Feichteck-Gebiet ausrücken. Am Samstag hatte sich ein Wanderer (30) im Bereich des Jagdhauses eine Unterschenkel-Verletzung zugezogen. Am Sonntag erlitt eine 50-Jährige bei der Pölcher-Alm eine Blessur am Sprunggelenk.

mw

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