Ressourcen für den heimischen Markt nützen

BAYERNPARTEI-Kreisräte besorgt über Holzknappheit auf dem Bau

BAYERNPARTEI-Kreisräte besorgt über Holzknappheit auf dem Bau
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BAYERNPARTEI-Kreisräte besorgt über Holzknappheit auf dem Bau.

Landkreis Rosenheim - Während die Baubranche, trotz Corona-Situation einen Boom erlebt, der Fachkräftemangel sich weiter zuspitzt, zwingt nun ein akuter Rohstoffmangel Handwerksbetriebe ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Besonders der Preis für Bauholz wurde dadurch stark in die Höhe getrieben: 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

„Preise für KVH-Holz oder Leimbinder haben sich mittlerweile fast verdoppelt, sagen mir meine Fachunternehmerkunden. Teilweise sind diese nicht mehr lieferbar und das Personal der Zimmereien und Holzbaubetriebe steht dadurch eventuell sogar die Kurzarbeit bevor!“ So Kreisrat Helmut Freund, der beruflich Trockenbau- und Holzbaubetriebe im Brandschutz berät.

Ebenso gibt es im Bereich von weiterverarbeitetem Holz wie beispielsweise OSB-Platten, oder Dämmungen, aber auch in der Bauchemie enorme Lieferengpässe, die diese Problematik weiter anfeuern und die Baupreise in die Höhe treiben.
Grotesk in dieser Situation findet die BAYERNPARTEI hierbei, dass beim Erzeuger, den heimischen Waldbauern, bis dato keine große Preiserhöhung im Holzpreis spürbar ist. Ebenso schwierig ist es für die regionalen mittelständischen Sägewerke, bestätigt Kreisrat und Sägewerksbetreiber Robert Zehetmaier, denen die große Holzindustrie beispielsweise das Rohmaterial der Bayerischen Staatsforsten schlicht weg vor der Nase weggekauft und im großen Stil dann in zahlungskräftige Länder wie die USA oder China exportiert. „Eine Regulierung im Export, bei Bedarf im Inland, ist aus meiner Sicht aktuell unumgänglich – Hier ist das Wirtschaftsministerium nun gefordert. Können Vorgewerke Ihre Aufträge nicht zeitgerecht umsetzen, sind alle Nachgewerke ebenso nachhaltig betroffen!“

Der Bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger hingegen spricht von einer ganz normalen Situation des Angebots und der Nachfrage, möchte den Export zu Gunsten der heimischen Bauwirtschaft nicht einschränken. Statt dessen weist er in einem Interview mit der BR-Sendung Quer darauf so wörtlich hin, „dass die Zimmereien wohl mehr für das Holz bezahlen müssen, das sie bekommen und, dass auf der anderen Seite auch der Hausbesitzer, wenn er baut, bisschen mehr für das Bauholz bezahlen muss.“ Für die BAYERNPARTEI ist der fehlende Eingriff der Politik, mit Rücksicht auf die Exportindustrie, nicht hinnehmbar: „Bei bereits hohen Baukosten vor der Rohstoffknappheit, sprechen wir aktuell nochmals von Mehrkosten von ca. 10-15,0 Prozent! Viele Bürger können sich den Traum vom Eigenheim schlichtweg einfach nicht mehr leisten. Zudem ist die Förderung des Exports auch ein Schlag ins Gesicht für unsere nachhaltige heimische Bauwirtschaft - heimische Ressourcen sollten bei Bedarf bestmöglich vor Ort eingesetzt werden!“ So Freund abschließend.

Pressemitteilung Kreisräte der BAYERNPARTEI Landkreis Rosenheim

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