Statement von Daniel Artmann

Bezirksvorsitzender der Jungen Union nimmt Stellung zum Kompromiss bei der Grundrente

Rosenheim - Daniel Artmann, der Bezirksvorsitzender der Jungen Union Oberbayern und Mitglied des CSU-Parteivorstandes, nimmt Stellung zum Kompromiss bei der Grundrente:

Die Pressemeldung im Wortlaut:

„Ich freue mich wirklich für jeden einzelnen Rentner, welcher nun eine höherer finanzielle Anerkennung seiner Lebensleistung erhält. Eine Rente, die die Lebensleistung würdigt und ein angemessenes Leben im Alter sichert, ist in den Augen der JU urchristlich und sozial. ABER die Frage nach der Finanzierung und die Generationengerechtigkeit des Rentensystems muss erlaubt sein. Wir brauchen endlich eine komplette Neuaufstellung der Altersvorsorge in Deutschland. 

Unsere Generation ist von Altersarmut mehr bedroht als alle anderen Generationen zuvor. Das ursprüngliche Rentensystem funktioniert schon heute nicht mehr. Da der Koalitionsvertrag bereits ein Kompromiss war, finde ich das Verhalten der SPD und das ständige Drohen mit dem Austritt aus der Koalition ausgesprochen unwürdig. Der jetzt ausgehandelte Kompromiss vom Kompromiss ohne Rücksicht auf die nachfolgende Generationen schmerzt mich als politischer Vertreter der Jugend sehr. Ob es seriös ist, eine noch nicht vorhandene Transaktionssteuer, die die private Vorsorge fürs Alter erheblich belasten wird, als Gegenfinanzierung aufzustellen, muss jeder für sich selbst beantworten. Ich als Finanzminister hätte Schwierigkeiten in den Spiegel zu schauen. 

Wir bezuschussen das Rentensystem bereits heute mit 100 Milliarden aus dem Haushalt, obwohl die Baby-Boomer noch gar nicht in Rente sind. Unsere Generation mag besser verdienen, aber die Lebenshaltungskosten gerade in Oberbayern sind im Vergleich zu früher und bundesweit immens höher. Und die Prognose für unsere Altersvorsorge ist leider mehr als nur schlecht. 

Die voraussichtliche gesetzliche Rente wird bei weitem nicht zum Überleben reichen. Sparen auf der Bank ist dank Draghi auch für die Katz. Und das Schaffen von Eigentum, als beste Altersvorsorge, ist gerade auch in Oberbayern aus eigenen Mitteln nur immer schwerer möglich. Sowohl aus Mangel an Flächen oder deren Bezahlbarkeit. 

Und jetzt belasten wir diese Generation wieder, um die SPD zu retten und etablieren das nächste teure systemfremde Wahlgeschenk langfristig im Rentensystem. Das ist weder ehrliche Politik, noch gerecht!“

Pressemeldung von Daniel Artmann, Bezirksvorsitzender der Jungen Union Oberbayern

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