Pressemeldung Caritas-Zentren in Stadt und Landkreis Rosenheim

Pflegebedürftige brauchen Unterstützung im Haushalt: Ehrenamtliche gesucht

Rosenheim - Pflegebedürftige brauchen nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch Unterstützung im Haushalt und Zuwendung. Dafür sucht die Caritas nun Ehrenamtliche und bietet einen Kurs an.

Die Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen durch ambulante Pflege ist ein Segen für die Betroffenen, die bei ihren täglichen Bedürfnissen professionelle Hilfe und Unterstützung brauchen. Der Bedarf von Personen mit einem Pflegegrad geht aber oft weit über die Unterstützung bei Körperpflege, sich Kleiden, Verbandswechsel, Medikamentengabe oder bei der Nahrungsaufnahme hinaus. 

Wunsch nach Unterstützung im Haushalt ist groß

Bei den Fachstellen für pflegende Angehörige der vier Caritas-Zentren in Stadt und Landkreis Rosenheim häufen sich die Anfragen nach Begleitung zu Verrichtungen des täglichen Lebens, wie z.B. Begleitung beim Einkauf, bei Arztbesuchen, oder auch zu Veranstaltungen, sowie Unterstützung beim Kochen, zum Besuch einer Veranstaltung oder einer Behörde. „Am häufigsten“, so Roland Legat, Fachberater am Caritas-Zentrum Wasserburg, „wird der Wunsch nach Unterstützung im Haushalt geäußert. Nur weder die ambulanten Pflegedienste, noch wir als Fachstellen für pflegende Angehörige können diesen Bedarf an haushaltsnahen Dienstleistungen bisher ausreichend decken.“ 

Nicht nur Unterstützung, sondern auch Zuwendung

Seit Beginn des vergangenen Jahres sieht die Pflegeversicherung vor, dass soziale Leistungserbringer für diese oft dringend benötigten haushaltsnahen Dienstleistungen auch ehrenamtlich Mitmenschen gewinnen, die für diese Aufgabe geschult und dann für diesen Entlastungsdienst in Haushalten mit pflegebedürftigen Menschen eingesetzt werden. Die dadurch entstehenden Kosten werden von den Pflegekassen erstattet. 

Der weitaus überwiegende Teil unserer Bevölkerung wünscht sich, solange wie irgend möglich in den eigenen vier Wänden leben zu können, auch und gerade bei Pflege- und Unterstützungsbedarf. „Wir suchen deshalb Menschen, die sich hier engagieren möchten, die gerne mit pflegebedürftigen Menschen umgehen.“ so Legat. Es gehe bei diesem „Dienst“ nicht nur um Sauberkeit und Hygiene im Haushalt der Betroffenen, sondern auch um menschliche Zuwendung, um Zuhören und um willkommene Abwechslung, wenn der Lebensradius durch Alter und Krankheit immer mehr eingeschränkt ist. 

Schulung ab 24. Januar

Die Caritas-Zentren werden daher ab 24. Januar 2019 zentral in Rosenheim eine erste Schulung mit 40 Unterrichtseinheiten für Menschen anbieten, die sich gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung stundenweise für solche „haushaltsnahe Dienstleistungen“ bei Pflegebedürftigen in Stadt und Landkreis einsetzen möchten. Neben fundierten Kenntnissen über altersbedingte Erkrankungen, Kommunikation und den Umgang mit pflegebedürftigen Personen werden auch elementare Inhalte zu Haushaltsplanung und -führung, sowie Hygiene, Sicherheit und Ernährung vermittelt. 

Wertschätzung und Dankbarkeit ist den Ehrenamtlichen sicher

Gleich in der darauf folgenden Woche, am 29. Januar startet auch ein Kurs für sog. PflegePartner. Diese Schulung ist im Besonderen dafür ausgelegt Pflegebedürftige mit kognitiven und psychischen Einschränkungen, z.B. bei Demenzerkrankung in ihrer häuslichen Umgebung zu betreuen um deren pflegende Angehörige stundenweise zu entlasten. 

„Die von mir in Wasserburg und meinen Kollegen in Rosenheim, Bad Aibling und Prien eingesetzten ehrenamtlichen Helfer berichten immer wieder, wieviel Wertschätzung und Dankbarkeit sie für ihr Engagement zurückbekommen. Das wiedererkennende Lächeln der demenzkranken alten Dame zu Begrüßung oder das aufrichtige Dankeschön eines Angehörigen ist ihnen mindestens genauso viel wert, wie die Anerkennung durch die Aufwandsentschädigung.“ so Legats Erfahrung, der sich viele Interessierte wünscht für die beiden Schulungskurse und für das lohnende Ehrenamt. 

Ausführliche Informationen sind in allen Caritas-Zentren erhältlich und bei der Kursanmeldung unter Telefon 08031/20370.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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