Im Foyer des Landratsamt

Faszination Moor: Ausstellung zum Moorschutz im Landratsamt Rosenheim

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Auf dem Foto zu sehen ist Bärbel Gänzle aus dem Sachgebiet Naturschutz im Rosenheimer Landratsamt gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat Josef Huber in der Ausstellung.

Rosenheim - Viel zu lange ist die Bedeutung der Moore unterschätzt worden. Durch Entwässerung und Torfabbau wurden nahezu 95 Prozent der in Bayern vorkommenden Moorflächen zum Teil schwer geschädigt. Inzwischen wird umgedacht, wie auch eine Ausstellung im Rosenheimer Landratsamt zeigt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Moore haben den Menschen schon immer fasziniert. Allerdings hat sich der Blickwinkel geändert. Früher galten Moore als unheimlich und waren oft nur schwer zugänglich. Sie wurden zum Torfabbau genutzt, über Jahrzehnte an einigen Stellen auch industriell. Heute gelten nur noch rund fünf Prozent der bayerischen Moorflächen als intakt.

Inzwischen bemühen sich der Freistaat Bayern und der Landkreis Rosenheim, vorhandene Moore zu erhalten und brachliegende Flächen zu renaturieren. Allein die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim ist in knapp einem Dutzend Mooren aktiv. Unter anderem in der Hochrunst-Kollerfilze, im Hochmoor östlich Eschenau, im Schleinseemoos, im Stucksdorfer Moos oder im Halfinger Freimoos.

Moore sind wichtig für den Klimaschutz, weil sie Kohlenstoff binden. Sie speichern große Mengen Wasser und leisten dadurch einen Beitrag zum regionalen Hochwasserschutz und sie sind Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen. Alle diese Facetten werden in der Ausstellung „Faszination Moor“ gezeigt. 

Zu sehen ist sie bis zum 10. Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Landratsamtes Rosenheim.

Pressemeldung des Landratsamt Rosenheim

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