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Neuwahlen beim Auto Club Europa

Führungswechsel beim ACE-Kreis Chiemseer Land – Dr. Marc Herzog folgt auf Alexander Oberst

ACE Chiemseer Land
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Alexander Oberst (Mitte) übergibt an Dr. Marc Herzog. Der Jurist, der für den ACE als Vertrauensanwalt tätig ist, führt nun den ACE-Kreisclub Chiemseer Land. Mit auf dem Bild links die beiden Beisitzer Alexander Knoll und Franz Polland sowie rechts die Regionalbeauftragte im Club-Service, Ursula Hildebrand.

Der ACE-Kreisclub Chiemseer Land hat einen neuen Vorsitzenden. Bei den Neuwahlen am Dienstag, 4. Oktober, in Rosenheim wurde der Rechtsanwalt Dr. Marc Herzog an die Spitze des Kreisclubs Chiemseer Land des ACE Auto Club Europa gewählt. Er folgt damit auf Alexander Oberst, der dem Vorstand künftig als Beisitzer angehört.

Die Meldung im Wortlaut:

Rosenheim - Zu Beginn der Versammlung gab es gleich das erste Highlight. Vorstandsmitglied Günter Fix aus Trostberg wurde für 50 Jahre ehrenamtliches Engagement im ACE geehrt. Alexander Oberst dankte Fix für seinen unermüdlichen Einsatz für den ACE. Er überreichte eine Urkunde, ein graviertes Schreibset und etwas „Nervennahrung“ in Form von Schokolade und Likör. Die Regionalbeauftragte im Club-Service, Ursula Hildebrand, überbrachte zudem die Grüße des ACE-Vorstandes aus Stuttgart.

In seinem Rückblick auf die Aktionen seit der letzten Wahl im Jahr 2018 machte Oberst deutlich, dass die Corona-Pandemie auch das Ehrenamt im ACE vor besondere Herausforderungen gestellt hat. „Corona hat uns bei vielen Dingen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber: Wir haben uns weiterhin regelmäßig getroffen – wenn auch nur virtuell“, schilderte Oberst. „Wir wollten unbedingt die Verbindung halten und so in Kontakt bleiben. Die digitalen Sitzungen bieten neue Möglichkeiten für das ehrenamtliche Arbeiten.“ Und doch sei es schön, „heute alle hier wiederzusehen“, so Oberst. Der Vorsitzende blickte auf die Clubinitiative 2021 mit dem Titel „Barrierefrei besser ankommen!“ und die Clubinitiative 2022 mit dem Titel „Deutschland, deine Rastplätze“ zurück. An beiden Aktionen hat sich der ACE-Kreis Chiemseer Land mit großem Erfolg beteiligt. So konnten die Ehrenamtlichen mit ihren Checks einiger Parkplätze und Parkhäuser im Jahr 2021 Verbesserungen, wie zum Beispiel neue Bodenmarkierungen und barrierefreie Kassenautomaten, anschieben. Die Aktion in diesem Jahr ist gerade erst am 30. September zu Ende gegangen, hier folgt noch die bundesweite Auswertung.

Im Anschluss berichtete Ursula Hildebrand über die seit dem 1. Januar dieses Jahres geltende Tarifstruktur des ACE. Mit der Einführung eines dritten Tarifes und neuer Bausteine habe sich hier einiges getan, auch in den bestehenden Tarifen habe es einige Verbesserungen gegeben. Hildebrand stellte zudem die fünf Kernthemen des ACE – Unfall- und Pannenhilfe, Verkehrssicherheit, Verbraucherschutz, E-Mobilität und neue Mobilitätsformen – näher vor.

Nach den Berichten stand dann die Wahl des neuen Vorstandes an. Dr. Marc Herzog wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter bleibt Bernhard von Ellerts. Das Amt des Schriftführers übernimmt Martin Hochreiter. Als Beisitzer fungieren Reinhard Hauff, Alexander Knoll, Franz Polland und Alexander Oberst. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Günter Fix und die Europaabgeordnete Maria Noichl. Beide hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

Im Rahmen der Antragsberatung befassten sich die Mitglieder des ACE-Kreisclubs Chiemseer Land mit drei Anträgen, die der Vorstand eingebracht hatte. Zunächst fand ein Antrag, den Grenzwert für die THC-Konzentration im Blut angemessen heraufzusetzen, Zustimmung. Dr. Marc Herzog schilderte, dass für Cannabis „weder im Strafrecht noch im Ordnungswidrigkeitenrecht mit Alkohol vergleichbare Grenzwerte festgelegt werden können“. Der aktuell geltende Grenzwert für die THC-Konzentration von 1,0 ng/ml THC im Blutserum sei so niedrig, „dass er nicht zwingend einen Rückschluss auf eine verkehrssicherheitsrelevante Wirkung zulässt. Dadurch werden in einem nicht vertretbaren Umfang Betroffene sanktioniert, bei denen sich eine ,Wirkung‘ im Sinne einer möglichen Verminderung der Fahrsicherheit aus verkehrsmedizinischer Sicht nicht tragfähig begründen lässt“, so Herzog in der Antragsbegründung. Gerade Personen, die aus medizinischen Gründen Cannabis nutzen, würden mit der aktuellen Regelung unnötig kriminalisiert. In einem weiteren Antrag fordert der ACE-Kreisclub Chiemseer Land einheitliche Regelungen für den Bau und den Betrieb von Wohnmobilstellplätzen. Hier gebe es keine bundesweit einheitlichen Regelungen, zudem sei die öffentliche Hand bei Genehmigungen bessergestellt als private Betreiber, so Alexander Oberst. „Im Sinne der Investoren und Betreiber sowie auch der Nutzerinnen und Nutzer dieser Plätze ist eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der Vorgaben dringen notwendig!“ In einem dritten Antrag befassten sich die ACE-Mitglieder mit dem Bau und Betrieb von Schnell-Ladesäule auf Rastplätzen entlang der Autobahn. Hier gebe es Ladesäulen an den Rastanlagen, gerade die unbewirtschafteten Rastplätze würden sich aber ebenso als Standorte eignen. „Wer laden muss, muss sich nicht mehr auf Raststätten verlassen und hoffen, dort eine freie Ladesäule vorzufinden. Wer an der Autobahn laden kann, muss nicht abfahren, Ortschaften rund um die Autobahnausfahrten werden von unnötigem Verkehr freigehalten“, so Dr. Herzog. Auch dieser Antrag fand Zustimmung. Die drei Anträge werden nun auf der regionalen Delegiertenkonferenz für Bayern im März 2023 behandelt.

In seinem Schlusswort dankte der neue Vorsitzende den Anwesenden für das Vertrauen. Mit einem Augenzwinkern betonte er, dass auch sein Tag nur 25 Stunden habe und er sich freue, im Team für den ACE unterwegs zu sein. Denn: Die jahrzehntelange Arbeit zahle sich aus, auch aus vielen kleinen Schritten könne ein großer Schritt in die richtige Richtung werden. Das gelte auch für Verbesserungen im Bereich der Mobilität. Und so wurde gleich vereinbart, dass man sich der Frage nach den Radwegen in der Region widmen werde.

Pressemeldung ACE Chiemseer Land

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