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Im Landkreis Rosenheim

An RoMed-Kliniken angekündigt: „Arbeitgeber verweigern Angebot – Warnstreiks jetzt!“

Erster Warnstreik an den RoMed-Kliniken angekündigt
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Erster Warnstreik an den RoMed-Kliniken angekündigt

Landkreis Rosenheim - Nach Streiks in München erreicht der erste mahnende Warnstreik nun auch am Mittwoch, den 30. September, die Rosenheimer Region. Im kleinen und mahnenden Umfang werden die Haupteingänge der RoMed-Kliniken der Schauplatz des Streiks sein.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am Mittwoch, den 30. September, findet an den RoMed-Kliniken im Landkreis ein Warnstreik statt
  • Der Warnstreik findet um 12 Uhr statt und dauert eine Stunde an
  • Für die Bevölkerung ergibt sich dabei keine Einschränkung der Versorgung
  • Signal des Warnstreiks ist „Wir sind streikbereit“
  • Betroffen sind die RoMed-Kliniken in Rosenheim, Bad Aibling, Prien und Wasserburg

Update, 17:07 Uhr - Das sind die Hintergründe und Forderungen der Streikenden

Nicht einmal ein Angebot sei seitens der Arbeitgeber vorgelegt worden. Das prangert ein Flyer der ver.di, der der Redaktion vorliegt, an und bereitet damit auch das Fundament, auf dem der angekündigte Streik fußt. Der Flyer titelt mit der Forderung „Arbeitgeber verweigern Angebot – Warnstreiks jetzt!“

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) habe zwar in der vergangenen Woche noch bemängelt, dass die Verhandlungen nicht zügig genug gingen, jedoch blieb ein vorzeigbares Ergebnis scheinbar aus.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bezirk Rosenheim fühlt sich nicht wahrgenommen und spricht von den Forderungen der VKA: „Die Arbeitgeber haben vor allem erklärt, was von unseren Forderungen und Erwartungen alles nicht geht. Stattdessen wollen sie: Sehr lange Laufzeit auch bei minimalster Erhöhung, kein Mindestbetrag, keine soziale Komponente und keine Arbeitszeitverkürzung in welcher Form auch immer.“

Auch die Ungleichheit bei den Arbeitsstunden im Vergleich „Ost“ und „West“ stoßen der Gewerkschaft sauer auf. „Bis heute müssen die Beschäftigten im Osten mit 40 Stunden eine Stunde länger arbeiten, als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen“, teilt der Flyer zum morgigen Warnstreik mit.

Im Gespräch mit rosenheim24.de sprach der Gewerkschaftssekretär der ver.di des Bezirks Rosenheim Win Windisch von möglichen ganztägigen Streiks. Diese sollen aber nur stattfinden, wenn es kein Entgegekommen der VKA gäbe. Auf die Frage, ob auch in weiteren Landkreisen zu Streiks kommen könne, gab Windisch an, dass fürs Erste nur der Landkreis betroffen sei, aber größer angelegte Streiks über den Landkreis hinaus bis zum 22. Oktober geplant seien. Natürlich auch hier gesetzt dem Fall, dass die VKA weiterhin nicht auf die Forderung der Gewerkschaft eingeht.

Erstmeldung:

Wie Win Windisch der Gewerkschaftssekretär der ver.di des Bezirks Rosenheim mitteilte, wird am Mittwoch, den 30. September, ein erster Warnstreik an den RoMed-Kliniken durchgeführt. Betroffen sind also die RoMed-Kliniken in Rosenheim, Bad Aibling, Prien und Wasserburg.

Dieser wird in Form einer einstündigen „aktiven Mittagspause“ stattfinden, wie Windisch mitteilte. Für die Bevölkerung kommt es dadurch zu keinen Einschränkungen.

In der Stunde, die der Warnstreik dauern soll, werden die teilnehmenden Mitarbeiterinnen mit Schildern mit der Aufschrift „Wir sind streikbereit“ an den Haupteingängen der Kliniken stehen. Pro Station soll es eine Deligierte geben, um die Teilnehmendenzahl zwecks der Corona-Situation niedrig halten sollen.

Am 22. Oktober findet die nächste Verhandlung für den öffentlichen Dienst statt. Angesichts dieser Verhandlung soll ein Entgegenkommen des Arbeitgebers mit dem ersten Warnstreik erwirkt werden. Werde ein Entgegenkommen nicht signalisiert, teilt Windisch mit, könne es auch zu ganztägigen Streiks kommen.

mda

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