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Eindringlicher Appell: „Wir haben die komplette Last“

„Wir sind übervoll“: Dr. Deerberg-Wittram spricht im Video über die Lage in den RoMed Kliniken

Dr. Jens Deerberg-Wittram bei seiner Kanzelrede in der Erlöserkirche.
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Dr. Jens Deerberg-Wittram bei seiner Kanzelrede am 20. Juni in der Erlöserkirche.

Die Situation in den Kliniken verschärft sich aufgrund der hohen Corona-Zahlen und zunehmenden Intensivpatienten weiter. Ärzte und Pflegekräfte schlagen inzwischen immer lauter Alarm. Nun haben sich auch die RoMed Klinken in Person von Geschäftsführer Dr. med. Jens Deerberg-Wittram zu Wort gemeldet und die Brisanz der Lage untermauert.

Rosenheim – Bereits am 8. November haben die RoMed Kliniken ein Video aufgenommen, in welchem Geschäftsführer Dr. med. Jens Deerberg-Wittram die aktuelle Lage in den Krankenhäusern beschreibt. Am Mittwoch (11. November) wurde dieses dann veröffentlicht. Während sich viele Bürger an diesem Tag noch einmal an einem goldenen Herbsttag erfreuen können, ist es für die Belegschaft der RoMed Kliniken ein weiterer Tag mit großer Belastung. Mit diesen Worten beginnt Deerberg-Wittram seine Einschätzung.

Erstmals seit vergangenem Dezember befänden sich wieder 100 Covid-Patienten beziehungsweise Covid-Verdachtsfälle in den RoMed Kliniken in Behandlung. Von diesen Patienten müsse man 16 auf Intensivstation behandeln. Damit seien die Kapazitäten dort nicht nur ausgeschöpft, „sondern wir sind übervoll“. Man müsse geplante Operationen zurückfahren oder Patienten abweisen, um die Versorgung stemmen zu können.

Vor allem für die Kollegen auf den Stationen, welche Covid-Patienten versorgen, sei die Lage belastend. Vor einem Jahr habe es einen Lockdown – also fast keine Verkehrs- und Sportunfälle – gegeben, „jetzt haben wir die komplette Last“, führt Deerberg-Wittram aus.

Zum Thema Impfen habe auch er eine sehr klare Meinung. Immer häufiger höre er, es habe etwas mit Freiheit zu tun, wenn man gegen das Impfen ist. „Ich kann Ihnen nur sagen, sich nicht impfen zu lassen, ist kein Zeichen von Freiheit und ist auch kein Zeichen von mangelnder Freiheitsliebe. Sondern es ist ein Zeichen von Verantwortungsgefühl und Professionalität, wenn wir hier im Krankenhaus geimpft sind. Und es ist ein Zeichen von Nächstenliebe, wenn wir uns als Bürgerinnen und Bürger impfen lassen.“

„Impfung Zeichen der Nächstenliebe“

Die Patienten könnten demnach erwarten, dass sie sich nicht „bei unserem Personal anstecken – dafür stehen wir“. Man erwarte allerdings auch, „dass unser Personal nicht leichtfertig von Menschen infiziert wird, die die Impfung verweigern“. Deerberg-Wittrams klarer Wunsch ist es: „Lassen Sie sich impfen“. In Hamburg zum Beispiel sei die Impfquote bei 80 Prozent und dort könne man unter Beachtung der 2G-Regel sogar große Feste wie den Hamburger Dom mit Tausenden Menschen feiern. Dies sei in unserer Region aufgrund der aktuellen Situation undenkbar.

Gegenüber rosenheim24.de erklärte Elisabeth Siebeneicher, Sprecherin der RoMed Kliniken, dass mit Stand 11. November circa 90 Prozent der Intensivpatienten ungeimpft sind.

Zum Abschluss dankt Deerberg-Wittram seinen vielen Kolleginnen und Kollegen in den vier verschiedenen RoMed-Häusern. Er spricht von „außerordentlichem Einsatz“ und „großartiger Bereitschaft“.

„Lassen Sie uns alle gemeinsam hoffen, dass mit einer hohen Impfquote, mit Umsicht und Schutzmaßnahmen, mit Einhalten von Distanzregeln und vielleicht auch bisschen Glück diese vierte Welle nicht ganz so steil wird, wie sie im Moment aussieht. Sodass wir bald wieder – auch in unserer Krankenhäusern – zurück zu der Normalität kommen können, die Sie alle brauchen, die wir alle brauchen, als Menschen, die wir hier in dieser Gegend leben“, so Deerberg-Wittram.

mz