Vollsperrung der Strecke Rosenheim - Holzkirchen

Schienenersatzverkehr sorgt für Ärger bei den Fahrgästen 

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Gleissperrung auf der Strecke Rosenheim - Holzkirchen
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Landkreis/Mangfalltal - Seit 5. August ist die Zugstrecke Rosenheim - Holzkirchen gesperrt, es gibt Schienenersatzverkehr. Beschwerden, Kritik, Lob - so läuft es bis jetzt.

Die Bahn nutzt die bayerischen Sommerferien, um an der Mangfalltalbahn barrierefreie Bahnstationen zu bauen und rund fünf Kilometer Gleise zu erneuern. Wegen der Arbeiten muss von Sonntag, 5. August ab 23.30 Uhr, bis Samstag, 1. September um 5 Uhr, das Gleis auf der eingleisigen Strecke zwischen den Bahnhöfen Kreuzstraße und Rosenheim gesperrt werden. Die ausfallenden Züge werden durch Busse ersetzt.

Scheinenersatzverkehr - dieses Wort treibt den Pendlern auf der Strecke den Angstschweiß auf die Stirn. Verspätungen, zu früh abfahrende Busse, Stau, Überfüllung - all das sind Faktoren, die den Schienenersatzverkehr für die Fahrgäste zur Geduldsprobe werden lassen. 

"Beschwerden halten sich in Grenzen"

Ein Sprecher des Meridian erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass sich die Beschwerden bezüglich des Schienenersatzverkehrs auf der Strecke der Mangfalltalbahn (Rosenheim – Holzkirchen) in Grenzen halten. "Wir nehmen jede Beschwerde ernst, besprechen sie intern und leiten Verbesserungspotenzial ab. Wir verstehen, dass „Bus statt Zug“ immer für Unmut sorgt, begrüßen aber die Tatsache, dass die Deutsche Bahn die notwendigen Baumaßnahmen in die Ferienzeit gelegt hat. Dann sind erfahrungsgemäß weniger Fahrgäste unterwegs. Gleichwohl freuen auch wir uns darauf, die Mangfalltalstrecke ab 31.8. wieder mit unseren Meridianzügen zu befahren", so der Sprecher.

"Schienenersatzverkehr stellt Risiko dar"

Unsere Redaktion erreichen dennoch Beschwerden über den Schienenersatzverkehr. So schrieb uns eine Leserin: "Tatsache ist, dass die Fahrer der beauftragten Busunternehmen für den Schienenersatzverkehr teilweise ein Risiko darstellen. Bei meiner täglichen Heimfahrt letzte Woche von Holzkirchen nach Hinrichssegen hatte ich meine Bedenken. Es wird mit dem Handy am Ohr (ohne Freisprecheinrichtung) gefahren, mit 75 km/h in die Ortschaft eingefahren, es wird gerast, dass man acht Minuten eher als im Fahrplan angegeben, in Hinrichssegen ankommt, lässt einen Haltepunkt auch mal aus oder fährt an der Haltestelle weiter, weil durch das Telefonieren mit dem Handy die Aufmerksamkeit fehlt. Heute Morgen hatten wir einen ortsunkundigen Busfahrer, dem Fahrgäste sagen mussten, wie er fahren muss. Mit guter 20-minütiger Verspätung trafen wir dann in Kreuzstraße ein und der Meridian Richtung München war natürlich weg. So kam ich mit 45-minütiger Verspätung an meinem Arbeitsplatz an."

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