Anhaltende Niederschläge

Schneefall bringt Verkehr auf den Straßen in Rosenheim und Traunstein zeitweise zum Erliegen

Im Schnee auf der Autobahn steckengebliebne Lkws wurden mit Hilfe des THWs wieder flottgemacht.
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Im Schnee auf der Autobahn steckengebliebne Lkws wurden mit Hilfe des THWs wieder flottgemacht.

Viel Schnee in kurzer Zeit führte am Montag zu massiven Problemen –vor allem auf der Autobahn München-Salzburg. Die Behinderungen durch den Schneefall zogen sich bis in den Dienstag hinein, wie ein Unfall in den frühen Morgenstunden an der Landkreisgrenze zu Miesbach bei Westerham zeigte.

Rosenheim/Traunstein – Dort kam laut Polizei ein 40-Tonner, der mit Drogerieartikeln beladen war, auf der Gefällestrecke des Arnhofener Berges vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Rutschen, schlitterte geradeaus über die Verbindungsstraße Holzolling – Westerham und kippte schließlich in die angrenzende Wiese.

Der 53-jährige Fahrer aus Weimar wurde laut Polizei leicht verletzt. Am Lastwagen entstand Totalschaden in Höhe von etwa 75 000 Euro. Des Weiteren gab es Flurschäden. Außerdem musste auch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim wegen auslaufender Betriebsstoffe eingeschaltet werden. Die Bergung durch ein Abschleppunternehmen, THW und Feuerwehr war bis zum Berufsverkehr noch nicht abgeschlossen, die Straße noch gesperrt.

A 8 bei Frasdorf zwei Stunden gesperrt

Auf der A 8 in Fahrtrichtung Salzburg kam es ab dem späteren Nachmittag beziehungsweise frühen Abend zwischen den Anschlussstellen Rohrdorf und Frasdorf zu Verkehrsbehinderungen aufgrund des einsetzenden massiven Schneefalls. Der Rückstau betrug laut der Verkehrspolizei (VPI) Raubling zu Spitzenzeiten bis zu zehn Kilometer und reichte bis zur Anschlussstelle Rosenheim zurück.

Hierbei konnten mehrere Lkws ihre Fahrt aufgrund Schneeglätte nicht mehr fortsetzen und standen quer auf der Fahrbahn. Die A 8 musste für rund zwei Stunden komplett gesperrt werden, um Räumfahrzeuge der Autobahnmeisterei Rosenheim zu den liegengeblieben Lkws zu bringen und um diesen die Weiterfahrt zu ermöglichen.

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Außerdem war auch ein Fahrzeug des Rosenheimer THW eingesetzt, welches die drei Streifen der VPI mit schwerem Gerät unterstützte, um liegengebliebene Lkws abzuschleppen. Die Verkehrsbehinderungen und Staus konnten gegen 23 Uhr aufgelöst werden.

Weiter östlich ging es auf der A 8 schon früher los mit den Problemen. Laut VPI in Siegsdorf kam es am Montag ab 14 Uhr zwischen den Anschlussstellen Anger und Grabenstätt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Sperrung auch am Angerer Berg

Durch den starken Schneefall stellten sich in beide Fahrtrichtungen an den Steigungen Lkw quer. Besonders viele Fahrzeuge blieben am Angerer Berg und in der Gegenrichtung am Reichhauser Berg liegen und mussten durch Abschleppunternehmen und die Autobahnmeisterei Siegsdorf aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Hierfür musste die Autobahn zeitweise komplett gesperrt werden.

Gegen 1 Uhr ereignete sich dann noch ein Verkehrsunfall, bei dem ein 47-jähriger Fahrer aus der Russischen Föderation mit seinem Sattelzug in die Mittelleitplanke auf Höhe der Anschlussstelle Siegsdorf West in Fahrtrichtung Salzburg krachte. Im weiteren Verlauf knickte das Gespann ein und kam nach etwa 100 Metern auf der rechten Fahrbahnseite entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen.

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Für die Bergung des stark beschädigten Sattelzugs, der Gesamtsachschaden am Fahrzeug und Leitplanke beträgt laut VPI etwa 25 000 Euro, musste die Fahrbahn erneut komplett gesperrt werden. Gegen 3 Uhr hatte sich die Verkehrslage weitgehend beruhigt.

Von der A 93 lagen bis Redaktionsschluss keine Meldungen vor. Die Feuerwehren waren nicht im Großeinsatz, so Kreisbrandrat Richard Schrank, „bei uns war alles ruhig“. Er wisse nur von einzelnen Einsätzen in verschiedenen Gemeinden, wo es zu wetterbedingten Unfällen kam.

Zwei Verkehrsunfälle in Prien

Die Polizei Prien wurde mehrmals zu schneebedingten Unfällen gerufen: Drei Lkw blieben im Gemeindebereich Bad Endorf am Mauerkirchener Berg beziehungsweise am Hemhofer Berg hängen und mussten freigeschaufelt werden, um ihre Fahrt fortsetzen zu können. Verletzt wurde dabei niemand. Weiter ereigneten sich im Ortsbereich Prien nachmittags zwei Verkehrsunfälle auf schneebedeckten Straßen, laut Polizei aber gingen diese glimpflich aus: Die Unfallbeteiligten blieben alle unverletzt, an den Fahrzeugen entstand Sachschaden im niedrigen vierstelligen Bereich.

Auch ohne Verletzte, aber mit 12 000 Euro Sachschaden ging ein Unfall in Traunstein ab. Da war ein 18-jähriger Traunsteiner um kurz vor 21 Uhr mit seinem Fiat auf der Wasserburger Straße stadteinwärts unterwegs und geriet laut Polizei wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf schneebedeckter Fahrbahn im Bereich der Bahnunterführung auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit dem entgegenkommenden Ford einer 49-jährigen Burgkirchenerin zusammen. Beide Autos mussten abgeschleppt werden.

Auch rund um Traunstein kam es laut Polizei aufgrund des starken Schneefalls zu einigen Verkehrsbehinderungen und kleineren Unfällen, weil sich Fahrzeuge an Steigungen festfuhren oder in den Graben rutschten. Auch hier wurde niemand verletzt.

Zwischen Rohrdorf und Frasdorf sperrte die VPI aus Raubling die Autobahn für gut zwei Stunden.

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