Regeln für ungetrübte Pistengaudi

Skifahren in Zeiten von Corona: So sind Sudelfeld und Co. gerüstet

Trotz Corona wird wohl vielerorts Skifahren möglich sein. Doch Wintersportler müssen sich auf einige Infektionsschutzmaßnahmen einstellen. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn
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Trotz Corona wird wohl vielerorts Skifahren möglich sein. Doch Wintersportler müssen sich auf einige Infektionsschutzmaßnahmen einstellen.

Landkreis - Die Skisaison steht bald vor der Türe und die heimischen Skigebiete bereiten sich auf eine Saison mit Corona und Regeln vor. Doch das soll dem Winterspaß keinen Abbruch tun.

Aus aktueller Sicht steht dem Skibetrieb im Winter 2020/21 nichts im Wege. Die nach wie vor nicht überstandene COVID-19-Pandemie verlangt jedoch einige notwendige Maßnahmen, um die Wintersportler vor einer Infektion zu schützen.

Skifahren in Bayern während Corona - Es gibt Regeln

Bei einer Pressekonferenz zum Wintersport-Tourismus in Bayern hat der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am 29. September versichert, dass Winterurlaub in Bayern sicher ist. Die Regeln für den Winter werden denjenigen ähneln, die derzeit gelten: Abstandsregeln und Seilbahnbenutzung nur mit Masken.

Konkret zu den Veränderungen im Ski-Sport sagte Herbert John vom Bayerischen Skiverband, dass die Liftkapazitäten eingeschränkt werden. In Vierer-Sesselliften könnten möglicherweise nur die äußeren Sitze besetzt werden, wenn die Gruppe nicht zu einer einzigen Familie gehört. An den Schlangen der Skilifte werde es Maskenpflicht und Abstandsregeln geben, zusätzlich müsse mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Außerdem sei es empfehlenswert, seine Tickets online zu kaufen, so Aiwanger.

Die Seilbahnbetreiber planen derzeit einen Betrieb mit Hygienevorschriften, aber ohne Einschränkungen. „Die Skigebiete rechnen damit, dass eine hundertprozentige Belegung der Seilbahnen möglich sein wird“, sagte Klaus Stöttner, Vorsitzender des Tourismusverbands München Oberbayern und CSU-Landtagsabgeordneter.

Diese Maßnahmen gelten am Sudelfeld und Co.

Konkrete Maßnahmen für den Winterbetrieb sind beispielsweise bei den Alpen-Plus-Partnern, die die Skigebiete Sudelfeld, Spitzingsee-Tegernsee, Wallberg und Brauneck-Wegscheid umfassen, nach aktuellem Stand:

  • Abstandsmarkierungen im Wartebereich vor den Kassen und beim Einstieg zu den Bahnen
  • Auch außerhalb der Wartebereiche (WC-Anlagen, Außenbereich, Terrassen) ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten
  • In allen Gebäuden, dem Bereich der Stationen, in Kabinen- oder Sesselbahnen und überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes (oder etwas Vergleichbarem) verpflichtend.
  • Kabinentüren und die Bügel der modernen Sesselbahnen schließen und öffnen automatisch, also berührungslos
  • Bargeldlose Zahlung wird bevorzugt
  • Das Kassenpersonal ist durch Scheiben von den Gästen getrennt
  • Gebäude und Kabinen werden entsprechend den für den ÖPNV geltenden Vorgaben gereinigt.
  • Das Evakuierungskonzept wurde in Zusammenarbeit mit der Bergwacht um besondere Hygieneregelungen ergänzt
  • Die Mitarbeiter werden laufend zum Thema Infektionsschutz sensibilisiert und unterwiesen
  • Gäste müssen den Anweisungen des Personals Folge leisten

Grundlage für die Sicherheits-, Schutz- und Hygienemaßnahmen der Alpen-Plus-Gebiete sind die jeweils erlassenen Verfügungen der zuständigen Behörden. Das Hygienekonzept für den Winter basiert im Wesentlichen auf den bereits im Sommer erfolgreich erprobten Maßnahmen wie der Mund-Nasenschutz-Pflicht, den Abstandsregelungen und den allgemeinen Hygieneregeln. Anpassungen können im Vorfeld oder auch im laufenden Betrieb je nach der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen auf behördliche Anordnung notwendig werden. 

Wintertourismus wichtig für Bayern

Laut Klaus Stöttner vom Tourismusverband Oberbayern ist eine hundertprozentige Belegung der Skigebiete möglich. Der Wintertourismus in Bayern mache rund 40 Prozent des Gesamttourismus aus.

jb

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