Tierschutzverein Rosenheim verliert Gerichtsprozess

Fundtiere müssen zuerst im Rathaus oder Fundamt abgegeben werden

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Landkreis - Wer in einigen Gemeinden in Stadt und Landkreis Rosenheim künftig ein Tier findet, auf den könnten Probleme zukommen. Grund ist ein verlorener Prozess des Tierschutzvereins Rosenheim.

Der Tierschutzverein Rosenheim und ein weiterer Verein in Bayern haben geklagt, weil einige Gemeinden die Kostenübernahme für die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren verweigert hatten, wie der Tierschutzverein auf seiner Facebook-Seite mitteilt. Das Gericht entschied allerdings, dass eine Gemeinde nur dann für die Kosten verantwortlich ist, wenn das gefundene Tier zunächst ins Rathaus oder ins Fundamt gebracht und dann an das Tierheim weitergeleitet wird. Damit bekommt der Tierschutzverein offiziell den Auftrag sich um das gefundene Tier zu kümmern.

Laut der 1. Vorsitzenden des Vereins, Andrea Thomas, werden Finder künftig weggeschickt und an die zuständige Gemeinde oder die Polizei verwiesen. Betroffen sind etwa 20 Kommunen im Landkreis. Für Tierbesitzer sei dieses Urteil ein Schlag ins Gesicht, erklärt Andrea Thomas.

Das Rosenheimer Tierheim hat mit der Stadt Rosenheim und folgenden Kommunen im Landkreis Rosenheim Verträge zur Aufnahme von Fundtieren abgeschlossen, wie der Verein auf seiner Facebook-Seite mitteilt.

Dabei handelt es sich um:

  • Aschau
  • Babensham
  • Brannenburg
  • Breitbrunn am Chiemsee
  • Eggstätt
  • Griesstätt
  • Gstadt am Chiemsee
  • Kiefersfelden
  • Kolbermoor
  • Neubeuern
  • Prien am Chiemsee
  • Raubling
  • Rimsting
  • Samerberg
  • Söchtenau
  • Stephanskirchen
  • Vogtareuth und
  • Wasserburg.

Das Tierheim Rosenheim ist daher für die Aufnahme von Fundtieren aus diesen Gemeinden zuständig. "Das Tierheim in Ostermünchen hat uns informiert, mit folgenden Kommunen Verträge abgeschlossen zu haben", heißt es weiter.

Dabei handelt es sich um:

  • Albaching
  • Amerang
  • Bruckmühl
  • Eiselfing
  • Pfaffing
  • Rott am Inn
  • Soyen
  • Tuntenhausen

sowie im Landkreis Mühldorf:

  • Haag
  • Kirchdorf
  • Maithenbeth und
  • Rechtmehring.

Fundtiere aus diesen Gemeinden müssen daher ins Tierheim Ostermünchen gebracht werden. Das Tierheim in Bernau arbeitet mit der Gemeinde Bernau zusammen.

Keine Vereinbarung mit einem Tierheim haben bisher die folgenden Kommunen:

  • Bad Aibling
  • Bad Endorf
  • Bad Feilnbach
  • Chiemsee
  • Edling
  • Feldkirchen-Westerham
  • Flintsbach
  • Frasdorf
  • Großkarolinenfeld
  • Halfing
  • Höslwang
  • Nussdorf
  • Oberaudorf
  • Prutting
  • Ramerberg
  • Riedering
  • Rohrdorf
  • Schechen
  • Schonstett

Das Tierheim Rosenheim kann daher Fundtiere aus diesen Gemeinden nur aufnehmen, wenn der Finder das Tier zur Gemeinde gebracht und diese ihn mit der Zusage, die Kosten zu tragen, beauftragt hat, es ins Tierheim zu bringen.

Rubriklistenbild: © dpa

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